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    Alexander Polli ist tot

    Alexander Polli bei einem TV-Interview

    Alexander Polli bei einem TV-Interview

    Wieder eine Tragödie: Am Montag ist der bekannte Basejumper Alexander Polli tödlich abgestürzt. Das Unglück ereignete sich in Chamonix.

    Nur wenige Tage nach dem Tod von Uli Emanuele ereignete sich am Montag in Chamonix ein weiteres tragisches Unglück. Der 31-jährige Basejumper Alexander Polli ist ersten Meldungen zufolge oberhalb von Chamonix in Brévent gegen einen Baum geprallt.

    Alexander Polli, ein Italo-Norweger, war im Jahr 2013 weltweit bekanntgeworden, als er in Spanien durch ein 7 Meter kleines Felsloch sprang.

    Die Hamburger „Bild“ berichtete damals über den „spektakulärsten Wing-Suit-Flug aller Zeiten“:

    „Ein Helikopter brachte Polli in die Luft über die Roca-Foradada-Berge (150 Kilometer südöstlich von Barcelona). Polli stellte sich an die offene Tür – und sprang! 20 Sekunden lang war er im freien Fall; er erreichte auf seinem Weg zur Erde eine Geschwindigkeit von 250 km/h!“

    Das VIDEO wurde fast 14 Millionen mal geklickt!

     

    Auch „Der Spiegel“ und die „Die Zeit“ („Der durch den Felsen flog“) widmeten Polli große Geschichten.

    Im „Zeit“-Interview sagte Polli:

    Unfälle passieren immer aufgrund von Fehleinschätzungen. Einerseits im Hinblick auf die Bedingungen und die Flugkalkulation, andererseits auf die persönliche Flugfertigkeit. Es gibt Flugstrecken, die mehr Erfahrung und solche, die weniger erfordern. Die größte Fehlerquelle ist jedoch das Verhalten vor dem Flug: Es macht einen großen Unterschied, ob man angespannt ist oder locker.“

    Und erst vor kurzem sagte Alexander Polli, der auch beim IMS in Brixen war, in einem Interview mit dem Blogger Stefan Nestler:

    „Ich sehe es nicht so, dass ich in erster Linie mein Leben riskiere. Ich habe mich so gründlich auf das vorbereitet, was ich mache. Vor meinem ersten Basejump habe ich in zwei Jahren 1500 Fallschirmsprünge absolviert.

    Damit habe ich einen Trainingszustand erreicht, bei dem es nicht mehr darum geht, ob ich fliegen kann, wenn ich von einer Felskante abspringe. Ich bin mir vielmehr sicher, dass ich fliegen kann. Ich habe es nie so gesehen, dass ich mein Leben riskiere. Ganz ehrlich, ich habe extreme Angst vor dem Sterben, und dazu habe ich noch Höhenangst.“

    Mit Uli Emanuele und Alexander Polli sind binnen weniger Tage zwei der weltbesten Basejumper ums Leben gekommen.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (6)

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    • einereiner

      Es gibt keine alte tollkühne Piloten! Irgendwann muss man aufhören oder das Leben hört auf.
      RIP

    • felixaustria

      Wer das Leben liebt und den Tod nicht scheut, geht fröhlich hin durch die sinkende Zeit.
      Karl Theodor Körner
      Ich meine …
      Russisches Roulette wird immer beliebter , hauptsache berühmt und
      eine Art “ Richie Rich “ .
      Ich selber wäre lieber der Vater von Richie Rich ,
      der siebzigfache Milliardär Richard Rich !!

      • kohl

        Im Altersheim sterben ist schon ruhiger! Sicher kannst auch von dort aus das Leben geniessen, sicher wird sich keiner an dich erinnern…….aber jetzt sag mal, bist du nur neidisch auf sein schillerndes Leben?

        …..oder war es das Geld ( 😉 ) und seine hübschen Freundinnen? Sterben müssen wir alle! Aber vielleicht hast du auch Glück und kannst zumindest noch Elektrorolli fahren…….u. dabei einen Parkplatz bewachen.

        Keiner weiß, was noch geschieht im Leben! Ich wäre lieber der Vater von Putin….

    • markp.

      Der vorletzte Absatz im Bericht macht einem sehr sehr sehr nachdenklich und der Beweis, daß man sich im Leben nie sicher sein kann. Welch Trugschluss wir Menschen doch unterliegen…

    • watschi

      ja, auch er liebte die freiheit, deswegen werden wir jetzt nicht jammern sondern wünschen ihm einen letzten schönen flug. rip

    • Der Herr nimmt . .. und der Herr gibt ! Amen . ..

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