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    Die DNA-Hoffnung

    schwazer und dokDas letzte Wort ist im Fall Alex Schwazer noch nicht gesprochen: Wie es nun auf juridischer Ebene weitergehen wird.

    von Artur Oberhofer

    Die Sitzung fand vor einigen Wochen in der Anwaltskanzlei Brandstätter statt. Mit dabei beziehungsweise telefonisch zugeschaltet waren die Anwälte Gerhard Brandstätter und Thomas Tiefenbrunner, Alex Schwazer, Alessandro Donati, die Managerin Giulia Mancini und weitere Juristen.

    Es wurde in dieser Sitzung darüber diskutiert, ob es opportun sei, zur Anhörung nach Rio zu fahren. Anwalt Brandstätter und Trainer Donati waren der Ansicht, dass dies ein aussichtloses Unterfangen sei. Größere Erfolgschancen, so meinten die Beiden, hätte Alex Schwazer in einem ordentlichen Gerichtsverfahren.

    Sechs Sitzungsteilnehmer waren dafür, nicht nach Rio de Janeiro zu fahren, zwei dagegen. Darunter Schwazer.

    Schwazer sagte in der Sitzung: „Mich interessiert es nicht, in ein oder zwei Jahren Recht zu bekommen, ich will diese Minimalchance nutzen.“

    Schließlich kam man überein, doch nach Rio zu fahren, auch wenn es – um die Worte eines Teilnehmers der vertraulichen Sitzung zu verwenden – „ein Himmelfahrtskommando“ sein würde.

    Wie geht es jetzt weiter?

    Rechtsanwalt Gerhard Brandstätter sagte gegenüber der TAGESZEITUNG: „Der Fall verdient Aufklärung.“ Die Entscheidung liege jetzt bei Alex Schwazer. Klar ist: Der Gang an das ordentliche Gericht in der Schweiz kostet Geld. Und da in so einem Verfahren in der Schweiz auch das Risiko besteht, dass Alex Schwazer bei einem negativen Prozessausgang zur Zahlung der Prozesskosten verdonnert wird, müssen zuerst die finanziellen Aspekte geklärt werden.

    Anwalt Brandstätter: „Es braucht da schon ein gewisses finanzielles Polster.“

    Entgegen einigen Pressemeldungen, Alex Schwazer habe „einige Hunderttausend Euro auf der hohen Kante“, sieht die Realität anders aus.

    Insider wissen: „Da ist nicht mehr viel da.“

    Alex Schwazer habe in der Blütezeit seiner Karriere wohl ein paar Hunderttausend Euro verdient – aber brutto.

    Der erste juridische Schritt wird nun aller Voraussicht nach sein: Es wird ein DNA-Test durchgeführt.

    Bei so einem Test kann man feststellen, ob das Testosteron körpereigen ist – oder ob es dem Harn des Kalchers beigemischt worden ist.

    Der Schwazer-Krimi geht in die nächste Runde.

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    Kommentare (12)

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    • ahaa

      Bei Hunden bekommt man den DNA-Test inerhalb kürzester Zeit.Kostet auch nicht so viel. Bin mal gespannt! 😉
      Ich finde das sich die Fans einfach zusammentun sollten und den Alex in seiner schwierigen Zeit zu unterstützen.Natürlich finanziell.Er wird ja gewinnen,denn er ist ja Unschuldig.Dann wird er euch sicher das Geld zurückgeben.Es könnten ja die Bankverbindungen des Herrn Brantstätters veröffentlicht werden um zu spenden. Goggile eine gute Idee?

    • dr.sheldoncooper

      brandstätter hat selber genug geld.

    • goggile

      die frage ist was er gewinnen kann fals er sich an das Schweizer gericht wendet. will er weiterhin wettkàmpfe bestreiten oder Schadenersatz oder was ist mòglich? wenn nichts mòglich ist, auser dass er von seiner Unschuld vor dem gericht recht bekommt bringt es ihm auser spesen nur moralisch was. und das ist in meinen augen vollkommen zu wenig. also wenn nichts konkretes zu holen ist, so hat das Sportgericht! man bedenke, das SPORTGERICHT DAS INTERNATIONALE nicht nur einem Athleten 2 goldmedaillien gestohlen und viele weitere in den nächsten jahre, sondern hat sich GEGEN DAS PROJEKT VOM TEAM ALEX, NàHMLICH ENDLICH EINEN GLàSERNEN ATHLETEN ZU PRàSENTIEREN GESTELLT. der meistkontrollierte Athlet der letzten Monate wurde sportlich-ermordet. liebe Sponsoren, jetzt kònntet ihr gròsse zeigen!

    • morgenstern

      Besser man riskiert, einen Schuldigen zu retten, als einen Unschuldigen zu verurteilen.

      (Don Camillo)

    • drago

      „Bei so einem Test kann man feststellen, ob das Testosteron körpereigen ist – oder ob es dem Harn des Kalchers beigemischt worden ist.“ Dachte ich auch mal, aber wenn man es durchdenkt, dürfte auch dies nicht stimmen. Das Problem Schwazers ist, dass das einiges Testosteron in seiner Probe synthetisch ist und nicht vom Körper produziert, daher auch der Dopingverdacht. Ich glaube nicht, dass synthetisches Testosteron die DNA Schwazers aufweist. Sollte allerdings die gesamte Probe nicht mit Schwazers DNA übereinstimmen, dann würde es sich nicht um eine Probe von Schwazer handeln. Aber lassen wir uns überraschen.

    • yannis

      Wie wäre es wenn Herr Schwazer einfach wieder als Carabiniere arbeitet, am besten bei der Squadra Mobile und somit alle finanziellen Risiken wegfallen ?

      • Yannis ich befürchte, dort wo du ihn arbeiten sehen würdest ist er Persona non grata seit 2012

        • yannis

          @missx

          dieses habe ich allerdings übersehen, wer würde wohl als Staatsbürger eine Funken Respekt gegenüber einer solchen Person aufbringen, insofern eignet er sich nicht für die „Squadra Mobile“ bliebe halt nur noch ein Job beim „Justizvollzug“ (umgangssprachlich Knastwärter)

    • prof

      yannis,als Carabiniere könnte er zu dir sagen „pensa ai cazzi tuoi“ verstanden?

    • tottele

      Wenn er einen DNA Tests machen wir , so sollten Schwazer und sein Anwalt diesen Personen auf den Fersen hinterherrennen , ansonsten ist alles wieder Kakke !!
      Wieviele Ordnungshüter lügen sogar noch vor Gericht , trotz des Schwurs den sie gegeben haben , sowie trotz des Schwurs den sie im Gerichtssaal machen müssen . Das ist traurig , aber Realität und eine Aussage eines normalen Menschen zählt gleich 0 !!! Und solche gehen noch mit gehobenen Haupte . Es ist einfach zum Kotzen und die sollen sich schämen einen solchen Beruf ausüben zu können !!!

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