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    Die TIM-Abzocke

    Ab dem 15. Juni wurde vielen TIM-Nutzern das kostenpflichtige Angebot „TIM Prime go“ ohne vorheriges Einverständnis aktiviert. Kein Problem, findet die Aufsichtsbehörde.

    Die Aufsichtsbehörde für Wettbewerb und Markt (AGCM) hat sich erst kürzlich – in der Versammlung vom 27. Juli und nach verschiedenen Anhörungen und Vergleichen – für die Archivierung des TIM-Prime-go-Verfahrens entschieden. Die Verbraucherzentrale Südtirol kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen, nachdem, wie so oft, „schlussendlich die Nutzer die Leidtragenden sind.“

    Zur Vorgeschichte: Im März dieses Jahres hat TIM die Aktivierung des Angebotes TIM PRIME angekündigt, welches für alle Nutzer im Besitz einer wiederaufladbaren SIM-Karte verschiedene Dienste vorsah – und zwar zum Preis von 49 Euro-Cent pro Woche.

    Die Verbraucherzentrale Südtirol hat diese aus ihrer Sicht unkorrekte Handelspraktik sofort der Aufsichtsbehörde gemeldet. In Folge der Eröffnung des Verfahrens hat TIM die Aktivierung des Angebotes ausgesetzt, um dann am 15. Juni einen neuen Dienst zu aktivieren – diesmal unter dem Namen „TIM PRIME go“. Der wesentliche Unterschied besteht nach Ansicht der Verbraucherzentrale lediglich darin, dass beim ersten Angebot die Dienste automatisch aktiviert wurden, während beim zweiten Angebot die einzelnen Dienste selbst aktiviert werden müssen.

    Die Belastungen allerdings erfolgen selbstverständlich unabhängig davon. 

    Dieses Angebot wurde als eine Änderung des Tarifplans präsentiert, stellt aber nach unserem Dafürhalten nichts anderes als die Aktivierung eines zusätzlichen kostenpflichtigen Dienstes zu 49 Euro-Cent pro Woche dar. Die Verbraucherzentrale Südtirol hat auch dies umgehend der Aufsichtsbehörde gemeldet, vor allem  deswegen, da nicht klar war, wer schließlich mit der Aktivierung des Angebotes zwangsbeglückt werden sollte. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass die große Mehrheit der Nutzer von der Aktivierung des Dienstes betroffen war.

    Die Aufsichtsbehörde hat den Aktivierung-Vorgang nun als korrekt betrachtet und am 27. Juli die Archivierung des Verfahrens beschlossen. Der Grund: Es handle sich lediglich um eine „Preisanpassung“ und nicht um die Aktivierung zusätzlicher Dienste.

    All jenen NutzerInnen, die an diesem Dienst nicht interessiert sind, bleibt also nichts anderes übrig, als die 409162 anzurufen und den Tarifplan zu wechseln. 

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