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    Operation: Abheben  

    Operation: Abheben   

    Die Landesregierung rechnet mit einer Ausschreibung der Flughafengesellschaft noch vor dem Sommer 2017. Von einer komplexen Operation und „nicht opportunen“ Präsidenten.

    Von Anton Rainer

    Dass das Land seinen Ausstieg aus der Flughafengesellschaft ABD vorbereitet, ist spätestens seit dem eindeutigen Referendumsausgang vom 12. Juni sicher. Die genauen Konditionen hingegen sind es bis heute nicht. „Wir wollen bei dieser Ausschreibung sehr genau sein“, erklärt Landeshauptmann Arno Kompatscher, „deswegen warten wir noch auf ein Schreiben vonseiten der ENAC.“

    Bereits vor Wochen erkundigte sich das Land bei der Flugsicherheitsbehörde, welche Auflagen beim Verkauf eines Flughafens beachtet werden sollten – eine Antwort steht bis heute aus.

    „Wir müssen uns in dieser Frage nicht nur an das Vergabegesetz halten, sondern auch an das Ministerialdekret bezüglich der Konzessionen“, sagt Arno Kompatscher. Eine komplexe Operation, die man ohne den Segen aus Rom besser nicht beginnt.

    Ist sich das Land schlussendlich über die konkreten Schritte im Klaren, wird mit den Vorbereitungen der Ausschreibung begonnen – inklusive der Schätzung des Verkaufswerts. Gemäß einer Landtagsanfrage der BürgerUnion dürfte zumindest die derzeitige Vermögenslage eher bescheiden sein.

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    Kommentare (9)

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    • einereiner

      Es wird kein Flughafen verkauft sondern eine Betreibergesellschaft. Wer will eine Flughafenbetreibergesellschaft mit 28 Angestellten, wenn es keinen Flughafen zu betreiben gibt?
      Niemand. Der Wert liegt unter 0, da die Angestellten erst noch entlassen werden müssen….und das kostet. Also bringt eine „europaweite“ Ausschreibung nichts außer Spesen im 6-stelligen Bereich.

    • andreas

      Warum soll es keinen Flughafen zu betreiben geben?
      Gestern Abend, als ich vorbeigefahren bin, war er jedenfalls noch da, so wie er auch die nächsten 30 Jahre da sein wird.

      Bei Übernahmen von Unternehmen können die Konditionen wegen des Personals ausgehandelt werden.
      Wenn der Käufer dieses nur teilweise oder nicht übernehmen will, muss er sich dies mit dem Verkäufer aushandeln.
      Könnte dem Land eine Stange Geld kosten, aber was soll´s, ist vom Volk so gewollt.

    • yannis

      sicher, sicher, er ist noch da, nur das Problem ist dass keine einzige Airline ihn braucht bzw. nutzen will, insofern ist er genauso wertlos wie es „einereiner“ auf den Punkt bringt.

      • andreas

        Es ist eben nicht so wie er schreibt, außer dass die ABD, welche vollkommen wertlos ist und noch eine Menge Steuergelder kosten wird, verkauft werden soll und nicht der Flughafen.
        Wenn sich jemand findet, der ihn betreiben will, kann dieser sehr wohl den Flughafen mit x Flügen betreiben, der Flughafen wird, wenn nichts außergewöhnliches passiert, auch nicht geschlossen werden.

        Das Land wird auf Grund der Volksbefragung noch eine Menge Geld verbrennen und wenn es blöd läuft, werden noch viel mehr Fliegerlen über die Köpfe der Neinsager rumschwirren als prognostiziert, das habt ihr gut gemacht ihr Neinsager. 🙂

    • besserwisser

      Das Problem ist: der LH und seine Berater wollen es einfach nicht einsehen – das Volk möchte keinen Flughafen. Da hilft das ganze Gerede und Geschwätz, und von wegen Aufpassen und so weiter nix. Da gibt es gar nix zum verkaufen.
      Wenn sich, wider jeder Logik, ein neuer Betreiber finden sollte so kann dieser sich selber eine Betreibergesellschaft machen. Wieso sollte er für eine leer und wertlose Firmenschachtel Geld ausgeben und noch die alten Verpflichtungen mitkaufen? So dumm wird niemand sein

    • yannis

      @Besserwisser,

      absolut richtig ! was die „Befürworter“ sich latent in die eigene Tasche lügen ist einfach nur phänomenal.
      Ein Flughafen den keine EINZIGE Airline als Destination ins Auge fasst, ist der Naturgesetzlichkeit folgend wertlos und braucht weder eine Betreibergesellschaft noch 28 Däumchendreher.

      So ganz nebenbei berichtet die Zeitschrift des Düsseldorfer Flughafens „DUSmomente“ Ausgabe 03 2016, folgendes:

      Kleiner Vorgeschmack auf den Winter: Air Berlin wird deutlich mehr Flüge nach Innsbruck anbieten als bisher. Fünfmal in der Woche fliegt die Airline mit einen Airbus 319 in die Berge. Ab Mitte Dezember 2016 wird die Landeshauptstadt Tirols immer montags, mittwochs, donnerstags, freitags und sonntags (aus DUS ) angeflogen.

      • pantone

        Bezüglich den voraussichtlichen Flügen von Air Berlin ab Düsseldorf nach Innsbruck könnte man ja glatt meinen, dass es da für die verschiedenen prominenten Anrainer wie Peterlini, die um ihre heilige Ruhe besorgt waren, ja noch mal gut gegangen ist. Hätte ja gut sein können, dass bei einer Verlängerung der Landepiste doch Fluglinien für Bozen Interesse gezeigt hätten. Für den Anfang vielleicht nur Charterfluglinien. Schöne Skigebiete gibt es ja auch in Bozen, nicht nur in Nordtirol oder :-))

        • yannis

          >>>dass bei einer Verlängerung der Landepiste doch Fluglinien für Bozen Interesse gezeigt hätten<<<

          eine Notlandung hätte ein guter Pilot mit einen 319er Airbus mit all seinen Risiken gerade noch hinbekommen, aber zum Start müsste dann erst mal ein paar Hundert Meter dazu betoniert werden.

    • pantone

      Die unendliche Geschichte. Da die Bevölkerung durch das Referendum den Wunsch zum Ausdruck gebracht hat, dass das Land in Zukunft keine € 2,5 Mio jährlich der Flughafengesellschaft zuschießen soll, wird das Land für die ABD einen Käufer suchen. Ist daran kein Käufer interessiert, so gibt das Land die Lizenz der ENAC zurück. Die ENAC sucht über eine Ausschreibung einen neuen Betreiber. In der Zwischenzeit wird die ABD den Flugbetrieb weiter sichern müssen, da ja unabhängig von Linienflügen, Privatjets und kleinere Flugzeuge wie Cessna usw. für einen regen Flugverkehr sorgen.
      Die Kosten, die in dieser Übergangsphase für die Landesverwaltung als Gesellschafter der ABD entstehen können höher ausfallen als die € 2,5 Mio welche die Fragestellung des Referendums war.

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