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    Die Frühstück-Posse

    Kaffee mit HerzEinige Sanitätsmanager bekommen eine Gehaltsaufbesserung von 40.000 Euro. Mütter von frisch operierten Kleinkindern müssen dagegen 2,28 Euro für das Spitalsfrühstück zahlen.

    von Artur Oberhofer

    Der Fall sagt viel über Land und jene Leute, die das Sagen haben:

    Einige Sanitätsmanager im Sanitätsbetrieb erhalten künftig eine jährliche Gehaltsaufbesserung von 40.000 Euro, die Mutter eines frisch operierten Kleinkindes, die über Nacht bei ihrem Kind im Krankenhaus bliebt, erhält vom Krankenhaus eine Frühstücksrechnung über 2,28 Euro.

    Den Fall deckt Andreas Pöder von der BürgerUnion auf.

    Um was geht es?

    Ein Kleinkind ist schwer krank oder wird operiert. Da ist es nicht unüblich, dass ein Elternteil vor allem in der ersten Nacht nach der Einlieferung ins Krankenhaus oder nach der Operation beim Kind bleibt bzw. dort übernachtet. „Wenn die Mutter oder Vater dann am Morgen, den sie meistens ohnehin besorgt und wach am Bett des Kindes verbracht haben, ein karges Krankenhausfrühstück bekommen, dann müssen sie dafür 2,28 Euro bezahlen“, weiß Andreas Pöder.

    Der Betrag sei gering und von jedem bezahlbar, so Pöder, „Aber dass sich das Krankenhaus die Mühe macht, einen Brief mit der Rechnung über 2,28 Euro an eine Mutter zu schicken, dessen Bearbeitung und Versand wahrscheinlich mehr kostet als der Minibetrag für das Frühstück ausmacht, ist einigermaßen bizarr.“

    Und nachdem die Steuerzahler das Sanitätswesen auch entscheidend finanzierten, sei ein kleines Frühstück für die Mutter „nicht gestohlen“, so der Abgeordnete.

    Der Verbleib einer Mutter bei ihrem Kleinkind nach der Operation sei schließlich kein Hotelaufenthalt. Und wenn das Krankenhaus schon auf die 2,28 Cent angewiesen sei, sollte man die Mutter gleich an die Krankenhausbar verweisen, so Pöder.

    Der Abgeordnete stellt auch eine andere Rechnung an:

    „Allein mit der Gehaltserhöhung für den künftigen Verwaltungsdirektor des Sanitätsbetriebes im Umfang von rund 40.000 Euro im Jahr könnte man weit über 17.000 Frühstücke für Mütter bezahlen, die eine Nacht bei ihrem kranken oder operierten Kind im Krankenhaus verbringen.“

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    Kommentare (13)

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    • besserwisser

      Der Herr Pöde nutzt das Sommerloch wieder mal mit Vergnügen aus …
      Jeden Tag eine Meldung während die Kolleginnen und Kollegen im Urlaub sind und mal Pause machen 🙂

      • reinhold

        Mütter von frisch operierten Kleinkindern nimmen sie 2,28 Euro für das Spitalsfrühstück ab, während die SVP Politiker viele Hundert Millionen Euro verschleudern und verschwenden.
        Mütter und Väter, denkt bei der nächsten Wahl daran

        – unwirksame Abkommen mit dem Staat (2011-2014 über 3200 Millionen)
        – jährliche Abgaben an den Staat (800 Millionen pro Jahr bis 2018)
        – jährliche Abgaben an den Staat (476 Millionen pro Jahr ab 2018)
        – der SEL Skandal (Millionengrab)
        – der Flughafen (Millionengrab)
        – der SafetyPark (Millionengrab)
        – das Milliardengrab BBT (MILLIARDENgrab)
        – die Wasserstoffanlage und –Busse (Millionengrab)
        – die Müllverbrennungsanlage (Millionengrab)
        – der Thermen Hotel Skandal (Millionengrab)
        – die Air Alps Beteiligung & Subventionen (Millionengrab)
        – Stiftung Vital (Millionengrab und Vetternwirtschaft)
        – die vielen Protzbauten überall (Millionengrab)
        – der Technologiepark (Millionengrab)
        – der Stein-an-Stein Skandal (Millionengrab)
        – die unnützen Landesgesellschaften (BLS, TIS, usw.) (Millionengräber)
        – die defacto Schenkung von Wohnungen ans Militär (Millionengrab)
        – Steuergeldverschwendung Kulturhauptstadt 2019 (Millionengrab)
        – Schadensersatzzahlungen der Therme Meran (Millionengrab)
        – E.ma.con Pleite (Millionengrab)
        – sinkende Renten und Verlust von Rentengeldern (300 Millionen im Jahr)
        – die Konzessionsvergabe der Ahrstufen
        – der SE Hydropower Skandal
        – der Unwählbarkeit von Kandidaten Skandal
        – die Verbandelung mit allen Verbänden und Vereinen
        – der Wanzen-Affären Skandal
        – der Turbo-Staatsbürgerschaft-für-SVP-treue-Ausländer Skandal
        – der Toponomastik Skandal
        – der Mussolini Relief und Siegesdenkmal Skandal
        – die vielen Bürgermeister-Skandale
        – der Treuhandgesellschaften Skandal
        – der Sonderfonds Skandal
        – die ungerechtfertigten Privilegien und Dienstwagen
        – die unverschämten Politikergehälter und -Pensionen
        – die weitverbreitete Vetternwirtschaft
        – die Behinderung der Direkten Demokratie
        – der Kuhhandel bei der Parteienfinanzierung
        – der WOBI Skandal
        – der Kaufleute-Aktiv Skandal
        – der Ausverkauf der Heimat
        – der allgegenwärtige Postenschacher
        – der verbilligte Immobilien für Durnwalder Skandal
        – der Egartner Skandal
        – der skandalöse SMG Vertrag zugunsten Christoph Engl
        – der Wahlkampf von mit Steuergeldern finanzierten Verbänden und Vereinen
        – der Zarenbrunn-Deal (Russen Kuhhandel des EX LH)
        – unerlaubte Wahlwerbung am Wahltag
        – Politikerrenten Skandal (ausgedacht und abgestimmt von der SVP) und Rekurse
        – Unverschämte Vorschußzahlungen auf Pensionen (und Versuch damit die SVP Parteikasse zu sanieren)
        – Arbeitslosengeld für Pensionsmillionäre und Systemprofiteure (Laimer, Rainer, Munter,…)
        – 5 Millionen Euro Schulden der Partei
        – Finanzierung von Wahlwerbung für Marie Ida Måwe aus der SVP Parteikasse
        – gebrochenes Wahlversprechen Mindestpension
        – ESF Gelder Skandal
        – Rekurse der Ex-Mandatare und immer noch SVP Mitglieder
        – gebrochenes Versprechen GIS
        – gebrochenes Wahlversprechen kleine Krankenhäuser
        – Wählertäuschung Doppelte Staatsbürgerschaft
        – Versagen bei Sicherheit und Einwanderung
        – Wahllüge „Vollautonomie“
        – Brennercom Skandal
        – Stiftung Vital Skandal
        – Forellen-Skandal (Millionengrab)
        – Manipulationen beim Autonomiekonvent
        – weitere Steuergeldverschwendung Flughafen (auch nach Referendum)
        – Schließung Geburtenabteilungen (gebrochenes Wahlversprechen)
        – uvm.

    • andreas

      Lustig, der Oberhofer lässt sich wie ein kleines Kind vor den Karren von Pöder spannen. 🙂

      Für Pöders Gehalt, könnte man locker 50.000 Frühstücke für Mütter, deren Kind frisch operiert wurde, finanzieren?
      Warum macht es Pöder denn nicht?

      • Lustig, ist aber auch dass Sie plötzlich Ihre Meinung bezüglich Pölitikergehälter geändert haben, Die Sie ja immer vehement verteidigt und als gerechtfertig empfanden. Nun ja. Ich bin auch der Meinung daß Ein Herr Pöder überbezahlt ist, aber in Dieser einen Sache muss ich Ihm ausnahmsweise Recht geben.
        Und ja: -Ich bin einer dieser „Neid-Hammel“-, der der Überzeugung ist, daß der Großteil unserer Politiker Ihren Gehalt nicht Wert sind.

        • andreas

          Sie täuschen sich.
          Ich habe das Gehalt des LH verteidigt und würde ihm auch 15.000 Euro netto geben.
          Die normalen Landtagsabgeordneten halte ich auch für überbezahlt, da würden 3.500 – 4.500 Euro netto und Streichung der Politikerpensionen, reichen.

    • perikles

      Naja wo er recht hat, hat er recht.

    • Mir fehlen die Worte….. wann geben wir dieser Lehrerin einen Schritt, eine Schande.

    • meintag

      Sollte sich die Geschichte im KH Meran oder Schlanders zugetragen haben könnte sich der Verwalter des Ökonomatsdiensts dazu äussern da diese Dinge mit seiner digitalen Unterschrift versendet werden. Aber auch hier wird sich ein Herr F. hüten die Geschichte weiter aufzubauschen. Sowas nennt man dann wieder Verantwortungsbewusstsein.

    • martasophia

      Erstaunlich was alles getan wird, um den sozialen Unfrieden zu fördern. Die einen kassieren ordentlich ab, den anderen wird da und dort das Geld mehrfach aus der Tasche gezogen.
      Ich habe immer mehr den Eindruck, dass kurzfristihges Denken in Politik und Wirtschaft die Oberhand gewinnt und Gier der größte Wert überhaupt ist. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass auf lange Sicht, die Profiteure dieser Politik die größten Verlierer sein werden. Im Kleinen wie im Großen scheint es letztendlich immer darum zu gehen, die Starken noch Stärker zu machen und die Schwachen noch Schwächer zu machen. Man sollte sich dann aber auch nicht wundern, dass vielerorts das Prinzip des Stärkeren erbärmliche, schmerzhafte, entsetzliche Auswirkungen hat, die man täglich in den Nachrichten lesen kann.
      .

    • guyfawkes

      Dass es sich für E 2,28 nicht auszahlt eine Rechnung zu verschicken leuchtet mir zwar schon ein, aber wo ist bitte das Problem wenn jemand für ein Frühstück E 2,28 bezahlen muss? Wenn die Mutter ihr Frühstück zu Hause einnimmt, muss sie vorher schliesslich auch Brot, Butter und Milch einkaufen.
      Diesen Betrag irgendwelchen Gehalterhöhungen gegenüberzustellen und als Skandal aufzubauen ist billigstes Stammtischniveau.

    • franz

      Für Flüchtlinge – ( 95 % davon Clandestini ) und Jihadisten gibt das Land 35 € / Tag aus + IPHON aus, Kleinkindern müssen dagegen 2,28 Euro für das Spitalsfrühstück zahlen.
      Bezüglich Gehälter, ich finde die Hälfte des Gehaltes was der LH bekommt wäre immer noch um der Häfte zuviel, würde sein Gehalt nach Leistung bezahlt.

    • tottele

      Eigentlich war es schon vor 20 Jahren so , aber schlafen durfte ich umsonst , außerdem ist es auch gut für das kleine Kind und auch die Krankenschwestern hatten mehr Zeit für die kleinen Patienten .

    • gerecht

      es wird abkassiert wo es die Leute daraufangewiesen sind …
      und keine andere Wahl haben
      wahrscheinlich auch jene die nicht essen …
      Früher musste man die Medizinen, wegen anderer Wehwehchen, die man zuhause eingenommen hatte,- nicht mitnehmen, sondern bekam sie während des Aufenthalt gratis dazu ….
      jetzt muß sie mitbringen …

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