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    Das bange Warten

    schwazer und dokDie Anhörung von Alex Schwazer in Rio hat fast acht Stunden lang gedauert. Das Urteil wird erst am Freitag fallen.

    von Artur Oberhofer

    Ein regelrechter Marathon!

    Die Anhörung im Fall Alex Schwazer hatte am Montag kurz vor 11.00 Uhr (Ortszeit) in einem Anwaltsbüro im 31. Stock eines Hochhauses im Zentrum von Rio de Janeiro begonnen. Erst gegen 18.15 Uhr (in Italien war es bereits 23.15 Uhr) endete die Verhandlung.

    Die Gazzetto dello Sport berichtet, Schwazers Trainer Sandro Donati habe das Anwaltsbüro verlassen, indem er die Tür zuschlug. Was immer das zu bedeuten hat.

    Alex Schwazer, so hieß es, habe während der Anhörung „gekämpft wie ein Löwe“. So wie es sein Charakter sei. Nicht aufgeben!

    Ein Urteil des österreichischen Chef-Schiedsrichters Michael Geistlinger wurde zuunächst für die nächsten Stunden erwartet.

    Am frühen Dienstagmorgen hieß es, das Urteil werde vermutlich erst am Freitag ergehen. Tatsache ist: Das Internationale Sportgericht nimmt sich Zeit (was durchaus für Alex Schwazer sprechen kann). Mehrere Internet-Ausgaben von Zeitungen berichten, die lange Dauer der Anhörung gebe Anlass zur Hoffnung, dass Alex Schwazer doch noch in Rio an den Start gehen kann.

    An der Anhörung von Alex Schwazer nahm überraschend auch der Chef der Antidoping-Kommission des Internationalen Leichtathletikverbandes IAAF, Thomas Capdeville teil, der als einer der Strippenzieher im mysteriösen Fall Schwazer gilt.

    Die Anhörung wurde in deutscher Sprache abgehalten, weil neben Schiedsrichter Michael Geistlinger auch der vom IAAF nominierte Schiedsrichter als Schweizer deutscher Muttersprache war.

    Übrigens: Michael Geistlinger war früher Generalsekretär des Internationalen Biathlonverbandes IBU.

    Der IAAF-Vertreter im Schiedsgericht beantragte gegen Schwazer eine Sperre von 8 Jahren!

    Andere Medien zitieren die Anwälte des Gehers aus Kalch, die in Verhandlungspausen erzählten, dass sich die Anhörung in einem „eisigen Klima“ abspiele und dass sie nicht mehr einem Paukenschlag rechneten. Sie befürchten, das Urteil im Fall Alex Schwazer sei längst geschrieben.

    Es wurden zehn Experten angehört.

    Es heißt also warten.

    Alex Schwazer und Sandro Donati gaben nach der Anhörung keine Stellungnahme ab.

    Anwalt Gerhard Brandstätter erklärte, dies erfolge auf Wunsch des Schiedsgerichts. Das Gericht wünsche keine Stellungnahmen zu einem laufenden Verfahren, so der Bozner Anwalt. Brandstätter sagte kurz vor Mitternacht (Ortszeit): „Alex ist sehr müde, ist ist in sein Hotel zurückgefahren. Am Dienstag wird er wieder hart trainieren und voller Hoffnung auf das Urteil warten.“

    Die Stoßrichtung der Schwazer-Anwälte bei der Anhörung in Rio war klar:

    Es habe im Dopingfall Schwazer zahlreiche Ungereimtheiten und Formfehler gegeben, die den Befund nichtig machten. Und: Die über 60 negativen Dopingproben Schwazers bewiesen, dass es keinen Dopingplan gegeben habe.

    Ein Mission Impossibile?

    Bis spätestens Freitag wird man wissen.

    Am Freitag erfolgt übrigens auch dee Startschuss für den 20-Kilometer-Bewerb …

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    Kommentare (11)

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    • prof

      Alles lächerlich,die sogenannten“Experten“ für mich alles „Arschgeigen“ suchen nach einem Ausweg,so daß sie selbst eine reine Weste haben und die Schuld letztendlich nur Schwazer hat. Pfiu Teifl!!

    • goggile

      ein Wahnsinn. ganz nebenbei wurde ihm gestern ein trainingstag gestohlen so wie wohl auch zumindest der 20km Wettkampf. man stelle sich vor, einige medien berichteten dass es mòglich ist dass am freitag erst wenige Minuten vor dem start eine Entscheidung fàllt.
      Journalisten gretisierten den TAS aufs schàrftste. nie dagewesene Verfahrensmethoden. sie wurden auf die offene strasse fòrmlich katapultiert wo sie um ihre Sicherheit bangen mussten.

    • prof

      Jetzt ist es egal ob Alex starten darf oder nicht.Unter diesen Umständen kann man keinen Wettkampf gewinnen. Dies wollte man sowieso verhindern,mit diesen Schachzug und Verschiebung des Urteiles will man Alex moralisch zermürben.
      Sollte Alex doch starten dürfen und sich auf „Siegeskurs“ befinden,wird die IAAF einen Weg finden ihn auszuschalten!!

    • ahaa

      Ich gehe mal davon aus das die südtiroler Medien zugunsten einer Seite schreiben,dank gutem Anwalt.
      Verschwöhrung hin oder her.Glaubt ihr in der Politik ist es anders zu?
      Entweder du spielst mit oder du bist draußen!
      Als“ Verräter“ ist man draußen.Wie überall!
      Das hier von einer Verschöhrung geschrieben wird,ein angeblicher Strippenzieher beim Verhör dabei ist passt doch nicht zusammen.Wenn er wirklich unter Verdacht steht warum wurde er nicht angezeigt,so fällt er weg.Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

    • prof

      @ahaa
      Es ist eine Verschwöhrung gegen Schwazer und Donati , die WADA ,IAAF und restliche Scheiß, decken sich gegenseitig,da sonst die ganze
      Korruption ans Tageslicht gelangt.
      In ihrem Schweinestall fühlen sich diese Funktionäre Sauwohl!!

    • drago

      Schwazer, das Opfer einer Verschwörung. Vielleicht sollte man nicht vergessen, dass Schwazer bei seinem ersten Dopingfall zuerst behauptet hat, dass er alles vollkommen alleine gemacht hat und niemand außer ihm etwas davon wusste. Und er wollte mit dem Sport aufhören. Erst als er wieder in den Wettkampfsport eintreten wollte, fiel ihm ein, dass doch jemand von seinem Doping gewusst hatte, in der Hoffnung, dass er als geständiger Dopingsünder einen Strafnachlass erhalten würde. Was aber nicht der Fall war. Jetzt ist er wieder in einen Dopingfall verwickelt und eine Verschwörung soll unbedingt seinen Olympiastart verhindern wollen. Wobei es noch unentschieden ist, ob die Verschwöring Schwazer treffen soll oder seinen Trainer Donati oder beide. Die Argumente, dass niemand so blöd ist zweimal zu dopen oder dass jemand vor einer positiven Dopingkontrolle immer sauber war, sind nicht gerade überzeugend. Mehrfache Dopinsünder gibt es zuhauf und es liegt in der Natur der Sache, dass vor einer ersten positiven Dopingprobe immer negativ war (sonst wäre man ja schon früher erwischt worden). Jeder Dopingsünder versucht, sich so zu dopen, dass er nicht erwischt wird.
      Alles in allem hoffe ich, dass eine klare Entscheidung getroffen wird (gedopt/nicht gedopt) und nicht irgendein Formfehler entscheidet. Dies wäre das schlechtest mögliche, da es für einen Unschuldigen bedeuten würde, dass immer ein Verdacht hängen bleibt und für einen Schuldigen, dass er als Doper am Rennen teilnehmen darf.

    • prof

      Und warum will das Sportgericht CAS das Urteil erst am Freitag bekanntgeben obwohl das Urteil schon gefällt???
      Weil die gesamte heuchlerische „Kaste“ einen kostenlosen Urlaub in Rio verbringen will!!

    • goggile

      ich hoffe stark dass Alex enorme schadenersatzansprueche gegen die macher dieses Komplotts beanspruchen kann und darf. capdevillie soll ja nur so gefluechtet sein vor den Journalisten mit dem erstbesten taxi..

    • xy

      Eingentlich sagt die Abkürzung „Cas“alles wenn man Kas auch mit „K“ schreibt.
      Es ist sprichwörtlich ein echtrr „Kas“ was da gespielt wird.

    • morgenstern

      Alex, gähn…gähn…, schnarch .., schnarch.., rrrrr…, zzzz…, rrrrr…,

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