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    Die Expansion

    gkn-sinterKeine Spur mehr von Wirtschaftskrise: Seit sechs Jahren steigen der Umsatz und die Zahl der Mitarbeiter des Großbetriebes GKN Sinter Metals in Bruneck unaufhaltsam. Jetzt wird ein neuer Standort in Sand in Taufers eröffnet.

    von Silke Hinterwaldner

    Die Wirtschaftskrise hatte 2008 auch vor GKN Sinter Metals in Bruneck nicht Halt gemacht. Damals mussten Mitarbeiter in die Lohnausgleichskasse geschickt werden, Arbeitsplätze wurden abgebaut, die Produktion wurde zurückgefahren.

    Aber schon zwei Jahre später sah die Welt im Großbetrieb wieder ganz anders aus. Seitdem steigt nicht nur der Umsatz, sondern auch die Anzahl der Mitarbeiter stetig an. Insgesamt werden dort rund 600 Leute beschäftigt, die große Mehrzahl davon hat ihren Arbeitsplatz in Bruneck, einige sind aber auch für den Konzern in der ganzen Welt unterwegs. Gemeinsam mit dem Schwersternbetrieb GKN Driveline kommt man auf rund 1.400 Mitarbeiter in Bruneck.

    Im Durchschnitt werden bei GKN Sinter Metals in Bruneck jährlich 25 neue Mitarbeiter eingestellt. Weil aber die Expansionsmöglichkeiten am Sitz in Bruneck erschöpft sind, wird jetzt eine neuer Standort eröffnet. Sinter Metals hat das Lacedelli-Areal in Sand in Taufers angemietet, derzeit zumindest die Hälft davon, und möchte langfristig dort 250 neue Arbeitsplätze schaffen. „Das ist eine sehr positive Entwicklung, auch für uns“, sagt Bürgermeister Sigfried Steinmair, „zumal hier nicht neue Flächen verbaut werden, sondern brach liegende Strukturen genutzt werden.“

    Ein Blick zurück in die Geschichte: 1981 gab es einen verheerenden Brand in Sand in Taufers. Der Firmensitz des Möbelherstellers Lacedelli brannte lichterloh. In der Folge wurde nur noch ein Teil der Möbelproduktion am Sitz in Sand in Taufers wieder aufgebaut. 2006 kam dann das Aus. Lacedelli stellte seine Produktion ein. Das Areal übernahm in der Folge Alimco Fin-Chef Robert Pichler.

    Trotzdem blieb das Areal Jahre lang ungenutzt. Jetzt hat Pichler einen Teil davon an die GKN-Gruppe vermietet. Bereits im September will man mit den Adaptierungsarbeiten in Sand in Taufers beginnen. Ende des Jahres sollen die ersten ihre Arbeit dort aufnehmen. Man plant, eine Abteilung nach Sand in Taufers zu verlegen, um in Bruneck freie Kapazität für andere Bereiche zu schaffen. „Es geht jetzt steil nach oben“, sagt Anton Schenk.

    Er ist Mitglied des Verwaltungsrates bei GKN Sinter Metals in Bruneck und wurde für die Eröffnung des neuen Standorts als Projektkoordinator eingesetzt. „In Sand in Taufers“, sagt er, „werden Sinterprodukte hergestellt, die zu hochpräzisen Metallteilen weiterverarbeitet werden. Es soll ein Vorzeigewerk für die Industrie 4.0 werden. So möchten wir für die nächsten Jahre gerüstet sein.“ Zusammen mit Geschäftsführer Nikolaus Bachmann arbeitet er auf Hochdruck an der Eröffnung des neuen Standortes in Sand in Taufers. Bachmann erklärt: „Wir müssen nach vorne schauen. Und wollen für die Zukunft sichere Arbeitsplätze schaffen.“

    Von der Wirtschaftskrise spürt man hier rein gar nichts mehr.

     

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