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    Meraner Freilichtspiele

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    Das Tiefgaragen-Projekt spaltet die Meraner Regierungskoalition. Karl Zeller: „Wir haben zwei Bürgermeister: Paul Rösch und Cristina Kury.“

    Von Matthias Kofler

    Soll unter dem Theaterplatz in Meran eine neue Tiefgarage errichtet werden? Diese Frage beschäftigt zurzeit den Gemeinderat der Passerstadt wie kaum eine andere. Während sich der SVP-Wirtschaftsflügel und Teile der Opposition rund um die Scelta Civica klar für das Projekt aussprechen („Chance für unsere Unternehmer“), machen die Grünen um Cristina Kury gegen die unterirdischen Parkplätze mobil.

    In den vergangenen Tagen haben Vertreter aus beiden Lagern verschiedene Gemeinderäte telefonisch kontaktiert, um vor der entscheidenden Abstimmung im Gemeinderat noch deren Stimme zu gewinnen. Im Gemeinderat bahnt sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen an.

    „Der Hausverstand wird sich durchsetzen“, sagen Bürgermeister Paul Rösch und Cristina Kury unisono. SVP-Senator Karl Zeller hält dagegen: „Warum sollte man dagegen sein, wenn Private die Oberflächengestaltung am Theaterplatz und die Errichtung von unterirdischen Parkplätzen übernehmen wollen?“

    Das Thema Tiefgarage hat das Potential, zu einer handfesten Regierungskrise in Meran zu führen – auch wenn Grüne und SVP dies momentan noch abstreiten. Cristina Kury verweist auf den Vorschlag der Stadtregierung, die sich jüngst mehrheitlich gegen den Bau der Tiefgaragen ausgesprochen hat. „Ich glaube nicht, dass die Abstimmung Auswirkungen auf die Koalition haben wird“, sagt Cristina Kury. Doch ob sie damit richtig liege, hänge vom guten Willen der Politiker ab.

    Auch Karl Zeller meint: „Die Tiefgarage ist nicht Teil des Koalitionsprogramms. Deshalb haben wir die Abstimmung hierzu freigegeben. Die Grünen sprechen sich für die direkte Demokratie aus und sollten deshalb das Abstimmungsergebnis, wie auch immer es ausfällt, akzeptieren.“

    Der Senator zeigt sich überzeugt, dass auch Paul Rösch im Herzen für das Projekt sei. „Das Problem ist: Wir haben in Meran zwei Bürgermeister: Rösch und Kury. Die Grünen sind aus ideologischen Gründen gegen alles, was mit Autos und Verkehr zu tun hat. Und Merans zweite Bürgermeisterin Cristina Kury hat es geschafft, den Bürgermeister beim Thema Tiefgarage auf Linie zu bringen.“

    Cristina Kury winkt ab: Rösch sei von Anfang an gegen das Projekt gewesen. Nun würden falsche Gerüchte in die Welt gesetzt. „Wenn ich mir aus solchen Gerüchten etwas machen würde, dann hätte ich in der Meraner Politik kein gutes Leben“, so die Grüne.

    LESEN SIE IN DER PRINT-AUSGABE: Das Interview mit Paul Rösch: „Man will mich nervös machen.“

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    Kommentare (2)

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    • carlotta

      der Zeller soll gscheider in Rom amol eppes weiterbringen a wenn er Bezirksobmann isch..
      sunscht hearsch ihm NIA! ober do- wo jo der Bruder von der SVP Kollegin an Plan hot, isch auf unamol a Wortmeldung ungsog…dai dai

    • zusagen

      War vor den Wahlen nicht die Rede „vor“ Meran Parkplätze zu schaffen um die Autos aus der Stadt zu verbannen? Zeller soll nicht für andere reden, ich kann mich nicht erinnern dass er als Bürgermeister kandidiert hat und erst recht nicht zu diesem gewählt wurde

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