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    Weniger Arbeitsunfälle

    Weniger Arbeitsunfälle

    Das nationale Unfallinstitut hat herausgefunden: In Südtirol ist die Zahl der Unfälle in der Landwirtschaft im Jahr 2015 um 10 Prozent zurückgegangen.

    15.027 Arbeitsunfälle wurden im Jahr 2015 in Südtirol in allen Sektoren gezählt. Auf die Landwirtschaft entfielen zwischen Januar und Dezember 2.148 Unfälle. 2014 waren es noch 2.382 Unfälle, im Jahr 2011 wurden sogar 2.564 gezählt. Die Zahl der festgestellten Berufskrankheiten ist ebenfalls rückläufig: Wurden 2014 noch 14 Krankheiten diagnostiziert, waren es im letzten Jahr um 10 Prozent weniger.

    Auch die Unfälle mit tödlichem Ausgang gehen im langjährigen Durchschnitt zurück: In Südtirol kamen 2015 und 2014 jeweils fünf Menschen bei der Arbeit in der Landwirtschaft ums Leben. 2011 waren es noch sieben gewesen.

    Für Bauerbund-Landesobmann Leo Tiefenthaler stimmt der Rückgang „zuversichtlich, auch wenn nach wie vor jeder Arbeitsunfall einer zu viel ist. Die Zahlen zeigen, dass die Sensibilisierungsmaßnahmen, die die Südtiroler Bauernjugend und der Südtiroler Bauernbund durchführen, Früchte tragen. Wir machen auf verschiedenste Weise, mit Kurzfilmen, mit Kampagnen in der SBB-Verbandszeitung ‚Südtiroler Landwirt‘, in Vorträgen u. a. auf den Ortsversammlungen auf die Gefahren in der Landwirtschaft aufmerksam und zeigen, wie man Unfälle vermeidet.“ Zudem ist der SBB behilflich, wenn es um Anträge für eine finanzielle Unterstützung beim Kauf sicherer Maschinen geht.

    Ein wichtiger Baustein sind die Kurse, die die Weiterbildungsgenossenschaft im Südtiroler Bauernbund organisiert. „Leider“, bedauert Tiefenthaler, „wird hier das rechte Maß überschritten. Die Auflagen, gerade was die Weiterbildung betrifft, haben mittlerweile ein Ausmaß erreicht, das nicht zu mehr Sicherheit, sondern vor allem zu deutlich mehr Bürokratie führt. Die ganze Flut an Ausbildungen und die folgenden Auffrischungskurse sind trotz der hervorragenden Arbeit der Weiterbildungsgenossenschaft kaum mehr zu bewältigen.“ Gleiches gilt für die Revision der landwirtschaftlichen Maschinen.

    Tiefenthaler appelliert daher besonders in Richtung Rom, die Arbeitssicherheit durch sinnvolle Maßnahmen zu verbessern, anstatt die Bäuerinnen und Bauern und die landwirtschaftlichen Arbeiter mit immer neuer Bürokratie zu belasten, die nicht zu mehr Sicherheit beitragen.

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