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    Zuversichtliche Unternehmer

    Die Südtiroler Unternehmen bleiben zuversichtlich: 84 Prozent gehen davon aus, dass sie heuer zufriedenstellende Erträge erwirtschaften werden. Dies ergibt sich aus der Sommerausgabe des Wirtschaftsbarometers.

    Die Wirtschaftstreibenden erwarten wachsende Umsätze im Vergleich zum Vorjahr und eine positive Entwicklung der Beschäftigung. Die internationale Konjunkturlage ist aber mit steigenden Risiken verbunden und der Aufschwung in Italien bleibt mäßig. Das WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen geht von einer Steigerung des Südtiroler Bruttoinlandproduktes um 1,3 Prozent im laufenden Jahr aus.

    Die Sommerausgabe des Wirtschaftsbarometers zeigt weiterhin eine positive Stimmung unter Südtirols Unternehmen. Die Ertragslage im Jahr 2016 dürfte für 84 Prozent der befragten Wirtschaftstreibenden zufriedenstellend ausfallen. Dies entspricht dem höchsten Wert seit zehn Jahren.

    Laut den Unternehmern dürften die Umsätze heuer steigen: Die Südtiroler Wirtschaft befindet sich auf einem Wachstumspfad und auch der italienische Markt erholt sich, wenn auch langsamer als erwartet. Vor allem gehen die Wirtschaftstreibenden von einem guten Exportgeschäft aus. Im ersten Quartal 2016 exportierte Südtirol Waren im Wert von fast 1,1 Milliarden Euro, mit einer Zunahme von 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Zugang zum Kredit wird derzeit positiver bewertet als in den Vormonaten, was auch die Investitionen begünstigen könnte. Ebenfalls positiv sind die Erwartungen zur Beschäftigungsentwicklung. Diese werden von den vorläufigen Daten zum Arbeitsmarkt bestätigt, zumal die Anzahl der unselbständig Beschäftigten zwischen Januar und Mai um 2,5 Prozent höher war als im Vergleichszeitraum 2015.

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    Die Analyse der einzelnen Wirtschaftssektoren zeigt, dass das Geschäftsklima in fast allen Bereichen positiv ist. Besonders zuversichtlich sind die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes sowie des KFZ-Handels, wo mehr als neun von zehn Befragten mit zufriedenstellenden Erträgen rechnen. Auch der Großhandel und das Baugewerbe, die am meisten von der Wirtschaftskrise betroffen waren, sind wieder im Schnitt der Südtiroler Wirtschaft. Einen deutlich unterdurchschnittlichen Wert zeigt hingegen der Dienstleistungssektor. Dies ist vor allem auf der schwierigen Lage der Kreditbranche zurückzuführen.

    Das Vertrauensklima von Unternehmen und Konsument/innen ist derzeit nicht nur in Südtirol, sondern allgemein auf internationaler Ebene auf einem eher hohen Niveau. Allerdings ist der entsprechende Index in Europa und besonders in Italien seit Jahresanfang sinkend, weil die Konjunkturlage weiterhin fragil ist. Verschiedene Probleme wirken sich negativ auf das Wirtschaftswachstum aus, beziehungsweise könnten dieses Wachstum in Zukunft beeinträchtigen. Neben der Verlangsamung des internationalen Handels, der hohen Staatsverschuldung und der Flüchtlingskrise bereiten seit einigen Wochen zusätzliche Unsicherheitsfaktoren Sorgen.

    Dazu zählen der Austritt des Vereinigten Königreiches aus der Europäischen Union, die politische Instabilität in der Türkei, das italienische Verfassungsreferendum in Herbst und vor allem die Krise der italienischen Banken. Letztere sind mit etwa 360 Milliarden Euro an notleidenden Krediten belastet und sollen rekapitalisiert werden, wobei eine staatliche Intervention aus EU-rechtlichen Gründen bedenklich scheint. Derzeit liegen die Wachstumsprognosen für das italienische Bruttoinlandsprodukt bei knapp 1,0 Prozent, das tatsächliche Wachstum könnte aber aufgrund der genannten Faktoren schlechter ausfallen. Südtirols wichtigste Handelspartner Deutschland (+1,6 Prozent) und Österreich (+1,5 Prozent) werden hingegen stärker wachsen.

    Aufgrund der positiven Situation der lokalen Wirtschaft und unter Berücksichtigung der italienischen und internationalen Konjunktur und der damit verbundenen Risikofaktoren geht das WIFO von einem Wachstum des Südtiroler Bruttoinlandproduktes von 1,3 Prozent im Jahr 2016 aus.

    Der Präsident der Handelskammer Bozen, Michl Ebner, unterstreicht die Wichtigkeit optimaler Finanzierungmöglichkeiten für die Unternehmen: „Um das Wirtschaftswachstum zu unterstützen, muss die Investitionstätigkeit der Betriebe gestärkt werden. Diesbezüglich sind innovative Instrumente wie die Mini- und Mikrobonds interessante Alternativen zum Kredit.“

     

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    Kommentare (4)

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    • george

      Herr Ebner, das ist nichts als Gelddrescherei auf Kosten der Minderbemittelten in der Bevölkerung. Werdet ihr euer Geld auch noch im Sarg mitnehmen oder euren Enkeln goldene Brücken bauen, wo andere jämmerlich jeden Cent zusammenkratzen müssen, um leben zu können.

    • hells_bells

      Ich kann dieses Gesicht nicht mehr sehen, sorry!

    • latemarbz

      Gut! Die Unternehmen werden heuer zufriedenstellende Erträge erwirtschaften: Was ein verlorenes Flugplatz-Referendum so alles bewirken kann!.

    • Na, dann ist ja alles super.Dann werde ich für dieses Jahr mit Sicherheit di 50,00 Euro Lohnerhöhung monatlich bekommen. Aber es wird so sein wie immer, viel Arbeit = wenig Geld.Aber unser Chef muss ja abschreiben, er
      verdient nichts, aber schon wieder eine neue Edelkarosse.

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