Du befindest dich hier: Home » News » „Der muss geklont sein“

    „Der muss geklont sein“

    „Der muss geklont sein“

    Christian Wiedermann ist neuer wissenschaftlicher Leiter der Fachhochschule „Claudiana“. Er erhält eine Jahresbruttovergütung von 39.600 Euro.

    von Matthias Kofler

    Die TAGESZEITUNG hatte im Mai enthüllt, dass Christian Wiedermann, Primar der Inneren Medizin am Krankenhaus Bozen, neuer wissenschaftlicher Leiter der Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe „Claudiana“ werden soll. Am Dienstag hat die Landesregierung die seit Februar dieses Jahres vakante Stelle per Beschluss besetzt. Wiedermann tritt damit offiziell die Nachfolge von Eduard Egarter Vigl an.

    Für die Besetzung der Stelle war ein Auswahlverfahren vorgenommen worden. Christian Wiedermann war der einzige Kandidat, der sich innerhalb der vorgesehenen Frist beworben hat. Die Überprüfung des Curriculums und der Bewerbungsunterlagen Wiedermanns durch den Fachhochschulrat haben seine Eignung für die Funktion des wissenschaftlichen Leiters bestätigt. Für seine Tätigkeit an der Claudiana wird Wiedermann, der bekanntlich auch Primar des Departments für Innere Medizin am Krankenhaus Bozen ist, eine Jahresbruttovergütung von 39.600 Euro erhalten.

    Als Primar verdiente Christian Wiedermann zuletzt 163.284,78 Euro brutto.

    Zum Aufgabengebiet des wissenschaftlichen Leiters der Fachhochschule gehören neben dem Vorsitz des wissenschaftlichen Beirates und der Koordinierung eventueller Unterausschüsse die Festlegung der Didaktik und die Qualitätsentwicklung sowie die Kontakte zu den Universitäten.

    Wiedermann wird an den Sitzungen des Fachhochschulrates mit beratender Stimme teilnehmen und ist dem Fachhochschulrat zu einem Bericht über die jährlichen Aktivitäten, die in seinen Zuständigkeitsbereich fallen, verpflichtet.

    Die Ernennung der Qualitätskommission nach Anhörung des Fachhochschulrates sowie die Koordination der ärztlichen Leiter der Studiengänge liegen auch im Kompetenzbereich des neuen wissenschaftlichen Leiters.

    Die Landtagsabgeordnete Elena Artioli äußerte sich im Vorfeld kritisch zur Wiedermann-Kür: Der Primar habe damit nämlich nun drei vom Land bezahlte Aufträge inne. Denn zusätzlich zu seiner Arbeit im Bozner Krankenhaus wurde dem Primar kürzlich vom Land auch der außerordentliche Auftrag erteilt, in Österreich den Ausbau einer Medical School für Bozen vorzubereiten.

    „Die Erste Hilfe platzt aus allen Nähten, die Wartelisten am Krankenhaus werden von Tag zu Tag länger. Diese Primare müssen fast schon geklont sein, damit sie alle ihre Aufträge unter einen Hut bringen können“, so Artioli.

    Es ist aber anzunehmen, dass Wiedermann seine Stelle am Bozner Krankenhaus nun aufgeben wird.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (6)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • besserwisser

      Ich kenne die Person nicht, und ich masse es mir auch nicht an die Leistungsfähigkeit zu beurteilen.
      Der Landtagsabgeordneten schein, so wie anderen Kolleginen und Kollegen das Gehaltniveau und die Leistungsfähigkeit von Topmanagern vollkommen fremd zu sein.
      Ich würde mich an ihrer Stelle mal fragen inwiefern die eigenen Bezüge im Verhältnis zur Leistung gerechtfertigt sind.

    • george

      ‚besserwisser‘, kümmern Sie sich besser um ihr eigenes Ressort, anstatt anderen vorszuschreiben, was Sie zu tun hätten und welche Eigenschaften ihnen eigen sind. Damit wär’s. Ein Politiker, eine Politikerin hat das Recht politische Vorgaben zu beleuchten und gegen Ernennungsverfahren Fakten vorzubringen.

      • Ich bin der Meinung, dass „besserwisser“ sicherlich auch das Recht hat, gewisse Bezüge im Verhältnis zur Leistung in Frage zu stellen!

      • franz02

        ‚besserwisser‘ hat vollkommen recht! „Ein Politiker, eine Politikerin hat das Recht politische Vorgaben zu beleuchten und gegen Ernennungsverfahren Fakten vorzubringen“, aber nur, wenn es sich um sinnvolle Sachverhalte handelt, nicht wie hier bei Artioli um völlig sinnlose, populistische und verantwortungslose Hetzerei. 39600 € sind kümmerliche 1500 € netto im Monat, das Milliardärstöchterlein scheint jeden Bezug zur Realität verloren zu haben.

    • george

      @sogeatsnet
      ‚besserwisser‘ war doch derjenige, der anderen dieses Recht streitig machen wollte und nicht ich. Also sollte er zuerst vor der eigenen Tür kehren und dann kann er auch kritisieren.

    • franz02

      Es sieht fast so aus, als ob die Artioli einen Protegé in der Claudiana unterbringen wollte und abgeschlüpft ist. Warum sonst schießt sie sich so auf diese Schule ein? Jemandem sein Fortkommen zu unterstützen ist an sich nicht illegal, aber halt ein bisschen eine alte Politik. Oder mag sie dort jemanden ganz besonders nicht?

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen