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Berührendes Schicksal

Berührendes Schicksal

Die Geschichte von Unfallopfer Doris in der No-Credit-Kampagne des Landes berührt im Netz: Sie wurde bereits 600 Mal geteilt und 70.000 Mal visualisiert.

Eine Geschichte, die berührt und die nicht nur Motorradfahrer, sondern alle Verkehrsteilnehmer wachrütteln sollte, ist die Geschichte, die Doris, das Testimonial der Sensibilisierungskampagne No Credit erzählt und die kürzlich auf Video online gegangen ist. Auf dem Sozialen Netzwerk facebook wurde Doris Geschichte bisher fast 70.000 Mal visualisiert und über 600 Mal geteilt. Das Video zeigt Doris, die als 17-Jährige einen schlimmen Motorradunfall hatte, in dessen Folge sie ein Bein verloren hat. Sie erzählt von ihren Gedanken vor und nach dem Unfall, von den Folgen und auch von den Fehlern, die gemacht wurden und von denen andere vielleicht lernen könnten.

Auch berichtet sie von ihrem Leben nach dem Unfall, von den negativen und positiven Aspekten und dem Bewusstsein, wie wichtig die Gesundheit eigentlich im Leben ist. Doris selbst schreibt unter dem Post: „Mir ist es nicht leicht gefallen, an die Öffentlichkeit zu gehen – aber wenn nur einer von Euch über meine Geschichte nachdenkt, versteht und in künftig auf den Straßen besser aufpasst, dann hat es sich schon gelohnt“. Viel Zuspruch erntet das Engagement von Doris auch in den Kommentaren, wobei viele User ihren Respekt und ihre Bewunderung für Doris Mut und ihren Sprechen in der Öffentlichkeit zum Ausdruck bringen.

„Im Namen meines Ressorts danke ich Doris nochmals für ihren Mut und dafür, dass sie sich für die Kampagne zur Verfügung gestellt hat, was sie sicher große Überwindung gekostet hat – umso mehr freut es mich, dass die Kampagne so gut ankommt und die Botschaft vom sicheren, verantwortungsvollen Fahren verbreitet wird“, sagt Mobilitätslandesrat Florian Mussner. „Andere zum Nachdenken anregen, auf Risiken und ihre Verantwortung hinzuweisen, sind Ziele der Kampagne, damit immer mehr Menschen darauf achten, sicher unterwegs zu sein“, so Mussner.

Die Reichweite des Videos, das Beyond Green Media produziert hat, beträgt derzeit 134.000 Personen für das deutsche Post und 76.000 Personen für das italienische Post auf facebook.

„Sensibilisierungskampagnen sind wichtig, denn nur wer die Risiken im Straßenverkehr kennt, wird sein Fahrverhalten ändern und verantwortungsvoll unterwegs sein“, betont Mussner. Diese Einstellung vom sicheren verantwortungsvollen Fahren solle in den Köpfen der Menschen verankert werden, dazu brauche es Zeit und auch laufend Anpassungen der Kampagne an die gemachten Erfahrungen, sagt der Landesrat.

Weiterhin baut die Kampagne No Credit laut Landesrat Mussner auf die drei Säulen Sensibilisierung, Kontrollen und Baueingriffe. Auch heuer führen die Ordnungskräfte wieder kapillare Geschwindigkeitskontrollen durch. Zum einen wird direkt auf den Straßen sensibilisiert und zu anderen, dort wo es vorgesehen ist, auch gestraft – immer mit dem Ziel, riskantes Fahrverhalten zu unterbinden und die Straßen sicherer zu machen. Zur Unterstützung der Ordnungskräfte hat das Land zwei neue Radarmessgeräte angekauft. Diese werden den Ordnungskräften landesweit kostenlos zur Verfügung gestellt. Besonders an vielbefahrenen und unfallträchtigen Straßenabschnitten sollen damit verstärkt Kontrollen durchgeführt werden.

Die baulichen Eingriffe beinhalten eine ausreichende Beschilderung und Beleuchtung der Straßen, die Sanierung beschädigter Straßenbeläge und die Montage von Leitplanken mit Unterfahrschutz an unfallgefährdeten Stellen.

Der Straßendienst des Landes verfügt zum Schutz für Motorradfahrer über eigene Leitplanken. Diese weisen keine messerscharfen Kanten auf und verringern so Deformationen beim Aufprall und können Motorradfahrer demnach schützen. An besonders gefährlichen Stellen wird an den Leitplanken der Unterfahrschutz für die Motorradfahrer angebracht. Auf dem gesamten Südtiroler Straßenetz gibt es derzeit insgesamt 10.600 Meter Leitplanken mit Unterfahrschutz, die insgesamt 142 neuralgische Stellen entschärfen. Im heurigen Jahr werden an 15 gefährlichen Kurven zusätzliche 1200 Meter Leitplanken montiert.

Der Safety-Park in Pfatten spielt mit seinem Angebot für Biker eine wichtige Rolle im Bereich Verkehrssicherheit und Unfallvermeidung. Nach der Vermittlung der theoretischen Grundlagen werden bei praktischen Übungen auf abgesperrter Strecke die wichtigsten Gefahren-Situationen simuliert und bewältigt.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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