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    Kalte Fusion

    SpeikbodenMit fünf Liften und einigen neuen Pisten könnten Speikboden und Klausberg miteinander verbunden werden. Im Tauferer Ahrntal arbeitet man auf Hochtouren am Zusammenschluss der Skigebiete.

    von Silke Hinterwaldner

    Der Blick in Richtung Kronplatz und Sextner Dolomiten lässt die Konkurrenz manchmal vor Neid erblassen. Dort wurden in den vergangenen Jahren die Skigebiete ausgebaut und zusammengeschlossen, die Umsatzsteigerung ließ nicht lange auf sich warten.

    „Wir dürfen den Anschluss nicht verpassen“, sagt Jonas Mairhofer. Der Obmann des HGV im Ahrntal ist einer der Männer, die nun schon seit einigen Jahren auf einen Zusammenschluss der Skigebiete Klausberg und Speikboden hinarbeiten.

    Eine Machbarkeitsstudie liegt bereits vor, Gespräche auf verschiedenen Ebenen laufen.

    „Die Stimmung ist gut“, sagt Mairhofer, „bei uns gibt es sehr viele Menschen, die sich einen Zusammenschluss der Skigebiete herbeisehnen. Wir sind überzeugt, dass wir es schaffen können.“ Die beiden Gemeinden Sand in Taufers und Ahrntal scheinen nicht abgeneigt zu sein und die beiden Liftgesellschaften versprechen sich davon einen Quantensprung.

    Selbst die Finanzierung von insgesamt fünf neuen Liften und einigen neuen Pisten scheint nicht eine unüberwindbare Hürde zu sein. Mit Kapitalerhöhungen der Liftgesellschaften und einem Beitrag vom Land könnten diese Anlagen bezahlt werden. Aus landschaftlicher Sicht am meisten Kopfzerbrechen bereitet den Befürwortern des Zusammenschlusses, dass man in den Bereich des Naturparkes eindringt. Und Skipisten im Naturpark sind, gelinde ausgedrückt, nicht gern gesehen.

    Die Machbarkeitsstudie hat einen Großteil der neuen Anlagen im Bereich Pojen angesiedelt. „Das Gebiet“, sagt Mairhofer, „ist wunderschön und auf der Sonnenseite angesiedelt. Es eignet sich hervorragend als Skigebiet.“

     

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    Kommentare (8)

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    • andreas

      Brauchen wir nicht, ich gehe sowieso nie dort skifahren.
      Die sollen wandern und die Natur genießen und wenn sie kein Geld mehr haben den Naturfreund „george“ fragen, der hat sicher eine gute Idee wie man nur mit der Natur seinen Lebensunterhalt verdient, er propagiert es ja immer. 🙂

    • ahaa

      Längst schon überfällig!Dort wo das halbe Jahr Schnee liegt ,sollte man als Skigebiete nutzen.Zudem solle man eine Piste ins Weißenbach und Mühlwald in Erwägung ziehen.Wenn die Einheimischen einverstanden sind.Und die ich kenne, wären dafür.

    • roberto

      Damit der Quantensprung mit der Erschließung neuer Gebiete durch Pisten und Skilifte real erfolgt, braucht es eine ordentliche verkehrstechnische Anbindung, d.h. eine Autobahnausfahrt mittelbar in Sand in Taufers. Von wo bitte sollte der große Touristenstrom denn kommen, der das ganze Vorhaben schlussendlich finanzieren soll. Der geplante Kreisverkehr in Mühlen in Taufers könnte vielleicht der erste Ansatzpunkt sein, sowie die noch nicht definitiv beschlossene Variante der Umfahrung von Sand in Taufers.
      …………… die Alemagna Autobahn kommt auf leisen Pfoten über die Hintertür in die „einheimischen“ Gemeindstuben hereinspaziert 🙂

      • besserwisser

        Ich finde eine Autobahn angemessen. Es sollt auch angedacht werden im Tauferer Ahrntal eine Landepiste für Flugzeuge (Flughafen nennen sie es in Bozen) zu errichten.
        Der Flughafenbefürworter Tschurtschenthaler ist hier sicherlich auch dafür …

    • andres

      Naturpark wäre nicht das Problem, da kann die LR locker drüber gehen, aber Natura2000…
      5 km Natura2000-Gebiet durchqueren mit (wirtschaftlich) schwachen Argumenten ist rechtlich ein schwieriges Unterfangen. Das letzte Wort hat da die EU-Kommission.

    • ahaa

      Die Alemagna wurde nie vo Tisch gekehr und ist schon finanziert.
      Aber alles noch unterm Tisch.Fragt den alten Lh.

    • Skiverbindung ist eine gute Idee und würde dem Tal viel bringen! In Österreich und auch in Südtirol wird zur Zeit alles verbunden und somit kann man nun selber entscheiden ob man dran bleiben will oder endgültig den Anschluß verliert! Die Skigebiete wollen sicher beide den Zusammenschluß und wenn die 2 Gemeinden auch noch mal den Mut hätten aktiv mitzuhelfen und dahinter zu stehen dann wäre dies sicher ein großer Schritt für die Zukunft des Tales!

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