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    „Rinder nicht erschrecken“

    kuh-viktorDer Südtiroler Bauernbund warnt: Weidetiere seien keine Haustiere. Viktor Peintner liefert Verhaltensregeln im Umgang mit den Rindern.

    Etwa die Hälfte der heimischen Rinder verbringt den Sommer auf einer heimischen Almen.

    Neben der Alpung dienen die Almen auch als Freizeit- und Erholungsraum für Einheimische und Gäste. Um gefährlichen Situationen bei der Begegnung zwischen Mensch und Tier vorzubeugen, sind einige Verhaltensregeln im Umgang mit den Rindern zu beachten, so der Südtiroler Bauernbund am Donnerstag in einer Aussendung.

    Seit Jahrhunderten bringen die Bäuerinnen und Bauern ihre Tiere im Sommer auf die Almen. Die Alpung fördert nicht nur die Gesundheit der Tiere, sondern trägt auch dazu bei, die einmaligen Südtiroler Almregionen zu erhalten. Gleichzeitig sind die Almregionen bevorzugte Wander- und Erholungsräume für Einheimische wie Gäste. Damit es bei der Begegnung mit Weidetieren nicht zu gefährlichen Situationen kommt, ist eine gewisse Vorsicht geboten, macht Viktor Peintner, Bauernbund-Landesobmannstellvertreter und selbst Viehbauer, aufmerksam.

    „Da die allermeisten Weiden ‚offen‘ und nicht eingezäunt sind, sollten Wanderer auf den ausgewiesenen Wegen bleiben und von den Tieren genügend Abstand halten. Die Rinder dürfen nicht erschreckt werden.“

    Besondere Vorsicht ist bei einer Mutterkuhherde, sprich den Muttertieren und ihren Kälbern, geboten. „Nähern sich Wanderer den Kälbern zu sehr, kann das von der Mutterkuh als Bedrohung missverstanden werden.“ Außerdem sollten die Tiere weder gestreichelt noch gefüttert werden. Vorsicht ist auch bei einer Jungtierherde angebracht. „Jungtiere sind übermütig und neugierig. Da kann es leicht zu unkontrollierten Bewegungen kommen.“

    Besonders achtsam sollten Wanderer sein, die einen Hund mitführen. „Hunde müssen in der Regel immer an der Leine gehalten werden.“ Was aber, wenn ein Rind sich einem Wanderer bedrohlich nähert? „In diesem eher seltenen Fall soll der Hund abgeleint werden. Gleichzeitig empfiehlt es sich, Ruhe zu bewahren und die Weide langsam zu verlassen, ohne dem Tier den Rücken zuzukehren“, erklärt Peintner.

    Nur im absoluten Notfall sollte dem Tier mit einem Stock ein Schlag auf die Nase versetzt werden, damit es zurückweicht.
    Im Regelfall gibt es mit den Alptieren aber keine Probleme, wenn diese paar Grundregeln befolgt werden und genügend Abstand gehalten wird.

    Eine weitere Bitte an die Wanderer hat Peintner noch: „Damit die einmalige Südtiroler Almlandschaft erhalten bleibt, darf kein Müll auf den Weiden zurückgelassen werden.“

     

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