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    Die Schwarzfahrer-Statistik

    In Südtirols Öffis gibt es vergleichsweise wenige Schwarzfahrer. Die vermehrten Kontrollen in den Zügen und Bussen scheinen ihre Wirkung zu zeigen und die „Schwarzen Schafe“ herauszufiltern.

    Des Öftern wurde miterlebt, wie in öffentlichen Verkehrsmitteln Personen ohne gültigen Fahrschein auf frischer Tat ertappt wurden. „Meist handelte es sich um Personen ausländischer Herkunft, welche glauben als Schwarzfahrer die öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol benutzen zu können“, kritisieren die Freiheitlichen im Rahmen einer Pressekonferenz.

    Aus diesem Grund war für Pius Leitner und Co. eine Situationserhebung in Südtirol von besonderem Interesse, damit die Politik diesem Phänomen mit gebotener Härte begegnen kann.

    Bei LIBUS wird seit April 2016 ein zusätzlicher Kontrolleur zur Fahrgastkontrolle eingesetzt. Bisher konnten die Kontrollen ausschließlich von Busfahrern durchgeführt werden. Im Zeitraum zwischen dem 01.04.2016 und 15.06.2016 wurden bereits 31 Schwarzfahrer bei LIBUS ausgemacht.

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    Die Daten von Trenitalia sind noch ausständig, aber auch dort kann mit einem ähnlichen Bild gerechnet werden und einer hohen Anzahl von ertappten Tätern. Die Nationalitäten der Schwarzfahrer wurden nicht erhoben.

    Bei insgesamt 15.825.081 Entwertungen im Jahr 2014 in Südtirol (Quelle: Landesinstitut für Statistik, Mobilität und Verkehr in Südtirol 2014, Schriftenreihe 214) scheint die Anzahl der festgestellten Schwarzfahrer gering zu sein. Dennoch muss von einer hohen Dunkelzifferanzahl ausgegangen werden.

    Die ausgestellten Strafen, welche in der Summe fünf- und sechsstellige Beträge je nach Konzessionär ausmachen, wurden nicht alle bezahlt. Der Grund, weshalb die Schwarzfahrer ihre erhaltenen Strafen nicht bezahlen sei den Konzessionären nicht bekannt. Nur reumütige und einsichtige Täter scheinen die ausgestellte Strafe zu begleichen. Schwarzfahrer, die sich weigern ihre auferlegten Strafen zu begleichen, zeugen von Verachtung gegenüber einer öffentlichen Dienstleistung und asozialem Verhalten. Hinzu kommt, dass manche ertappte Schwarzfahrer durch Aggressivität auffallen und eine Gefahr für das Personal und die anderen Fahrgäste darstellen.

    Die PK der Freiheitlichen

    Die PK der Freiheitlichen

    Den Mehrfachtätern wurde das weitere Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol bisher nicht untersagt. Hier muss die Politik nachbessern und die Sanktionen gegen Wiederholungstäter verschärfen. Die vermehrten Kontrollen in den Zügen und Bussen scheinen ihre Wirkung zu zeigen und die „Schwarzen Schafe“ herauszufiltern. Dennoch muss das Sanktionsregime dahin angepasst werden, dass das Schwarzfahren erheblich eingedämmt wird. Schließlich entsteht den Steuerzahlern durch dieses Verhalten ein enormer Schaden.

    Schwarzfahrern, die sich weigern die auferlegten Strafen zu begleichen und als Mehrfachtäter ausgemacht wurden, ist das weitere Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol zu untersagen. Schwarzfahrer, die sich über die Sanktion hinwegsetzen, sind mit einer angemessenen Geldstrafe zu bestrafen, welche vom entsprechenden Dienst eingezogen wird.

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    Kommentare (5)

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    • iceman

      „Schwarzfahrern, die sich weigern die auferlegten Strafen zu begleichen und als Mehrfachtäter ausgemacht wurden, ist das weitere Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol zu untersagen.“

      und können mir die lustigen Schlümpfe auch verraten wie sie diese Personen kennzeichnen möchten ? Müssen diese sich einen gelben Halbmond auf die Brust nähen oder reicht eine Tätowierung auf dem Unterarm?

    • andreas

      Ich habe mir dasselbe gedacht, wollen die an jeder Haltestelle einen Buspolizisten platzieren?
      Die Kosten einer flächendeckenden Kontrolle übersteigen bei weitem die Einnahmen.

      Schwarzfahren ist ein Kavaliersdelikt, großes Problem ist es sicher keines, außer eine Partei sucht eine Daseinsberechtigung und macht es zu einem großen Problem.

    • franz

      “Schwarzfahren ist ein Kavaliersdelikt, großes Problem ist es sicher keines“ ?
      Das Klima in den öffentlichen Verkehrsmitteln ist rauher, die Leute sind aggressiver geworden.
      Die TAGESZEITUNG dokumentiert den Fall eines SAD-Kontrolleur, der in Eppan von einem Schwarzfahrer beschimpft und bedroht worden ist.
      http://www.tageszeitung.it/2016/01/04/wie-ein-rotzbub/
      Immer wieder werden solche Übergriffen auf Kontrolleur gemeldet .
      Weiter südlich fast jeden Tag..So gesehen ist es ein großes Problem , nicht ein kleines
      ( Nur für Gutmenschen ist es natürlich kein großes Problem so lange es sie nicht selnst betrifft. 🙂 )
      Problemhttp://www.liberoquotidiano.it/news/milano/11799609/Milano–capotreno-aggredito-a-colpi.html
      +++++
      Übrigens Schwarzfahrer erkennt man meist schon an der Hautfarbe.
      Die Schwarzen Bettelbanden die trotz Bettelverbot vor den Geschäften in Meran stehen um die Bürger zu belästigen, fahren jeden Tag von Verona nach Meran und zurück.( sie fahren schwarz und sind leicht an der Hautfarbe zu erkennn. )

    • tottele

      Ich habe schon einmal eine schriftliche Beschwerde gegen Schwarzfahrer eingereicht , weil gerade zu Schulzeiten nur einzelne Personen das Kärtchen hinhalten . Aus diesem Grund wurden auch ein paar Fahrten gestrichen und ich hatte auch darauf hingewiesen , dass es den Anschein hat , dass die Kontrollöre irgendwie menschenscheu wirken und gar nicht einmal einsteigen ! Von den Strafen die wir verschicken schon gar nicht reden , zurück kommen immer nur die von Ausländern und wir sind fleißig und zahlen und bei den Schülern sind es leider die Eltern . Oftmals sieht es fast so aus , als würden sie sich schämen, aber sonst eine große Klappe .

    • yannis

      Habe mal erlebt wie ein, im wahrsten Sinne des Wortes ein SCHWARZfahrer auf der Strecke zwischen Messina-Catania von einen Kontrolleur erwischt wurde. Der Aufforderung die Strafe und die Fahrkarte umgehend zu begleichen wollte er nicht nachkommen, daraufhin wies ihn der Kontrolleur an sich schon mal an die Tür zu stellen weil er am nächsten Bahnhof den Zug zu verlassen hätte.
      Der Kontrolleur fertigte dann den Rest der Reisenden ab. Als er dann von seiner Tour wieder zurück kam und seinen „Pappenheimer“ genüsslich immer noch mehr liegend als sitzend auf dem Platz vorfand, rief er per Handy irgendwo an und packte dann den Typen regelreckt am Frack und schaffte ihn unter hinzufügen einige Arschtritte zur Tür.
      Als der Zug schließlich anhielt, flog er direkt in die Hände eines Carabinieri plus eines der Soldaten die zur Unterstützung der Sicherheitskräfte eingesetzt wurden.

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