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    „Hausgemachte Probleme“

    „Hausgemachte Probleme“

    Der Freiheitliche Pius Leitner erhebt schwere Vorwürfe gegen die Postverwaltung: Zeitungen würden nicht ausgetragen, sondern im Wald entsorgt.

    Der freiheitliche Fraktionssprecher im Landtag, Pius Leitner, wirft der Postverwaltung vor, für die meisten Probleme selbst verantwortlich zu sein und nicht die notwendigen Schritte zu setzen, um eine zeitgerechte Postzustellung gewährleisten zu können. Leidtragende seien die Bürger und die Bediensteten, die sich zwar bemühten, aber von der Politik im Stich gelassen würden.

    Leitner schreibt:

    „Eines sind die Vorgaben, welche die inzwischen privatisierte Post auferlegt, etwas anderes ist die Organisation der Dienste vor Ort. Es wird immer klarer, dass die Notwendigkeit besteht, die Dienste und das Personal in Südtirol selbst zu verwalten. Derzeit ist es nicht möglich, die Autonomiebestimmungen bezüglich Proporz und Zweisprachigkeit beim Personal zu kontrollieren. Zudem werden die Zugangskriterien so festgelegt, dass Interessierte bereits zu Beginn durch den Rost fallen. Welchen Sinn hat es, für Aushilfsbriefträger einen Maturabschluss mit mindestens 70/100 zu verlangen? Ein entsprechender Test erfolgt nur in italienischer Sprache. Zeitungen werden inzwischen in 30 Zonen nicht mehr von der Post ausgetragen; den entsprechenden Dienst organisiert eine Verlagsanstalt anscheinend selbst.

    Letzthin wurden Zeitungen im Wald entsorgt, anscheinend auch Einschreiben, Gerichtsakte usw., was eindeutig einer Unterbrechung eines öffentlichen Dienstes gleichkäme (interruzione di pubblico servizio) (siehe Fotos in der Anlage) Welchen Sinn ergibt es, den Südtiroler Briefträgern eine Kollegin aus Süditalien vorzusetzen, die weder zweisprachig ist noch die örtlichen Gegebenheiten kennt? Dafür kostet sie der Verwaltung mehr, weil sie ja in 4-Sterne-Hotels logieren darf. Durch diese Politik wird der Eindruck erweckt, es gebe keine Südtiroler Postbedienstete, die den Dienst erledigen könnten. Das ist eine anhaltende Ungerechtigkeit und eine Geringschätzung unserer Leute, die sich jahrein, jahraus um funktionierende Dienste bemühen, die die Zweisprachigkeit garantieren und die Kritik einstecken müssen für das, was eben schief läuft. Es kann wirklich niemand erklären, dass kein Südtiroler bei der Post Karriere machen durfte; die Plätze für die leitenden Positionen sind durchwegs mit Personen von außen besetzt. Einzige Ausnahme bildet der so genannte Südtiroler Eisenbahnerchef, der anscheinend für nichts die Zuständigkeit hat“, erzürnt sich Leitner.

    Die Probleme bei der Post seien nicht neu und man gewinne den Eindruck, dass alles getan werde, sie nicht funktionieren zu lassen. Es sei wirklich an der Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen und zumindest den Zustelldienst durch das Land zu übernehmen.

    „Der Worte sind genug gewechselt und Absichtserklärungen hat es genug gegeben. Jetzt müssen Taten folgen, will man den letzten Rest an Glaubwürdigkeit und einen zeitgerechten Dienst bewahren. Wir Freiheitlichen werden im Herbst erneut den Landtag mit der Materie beschäftigen“, so Leitner.

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    Kommentare (1)

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    • roadrunner

      Pius, stell dich auf die Lauer und wenn du einen erwischt, der die Post in den Wald wirft, darfst ihn dafür die Ohren lang ziehen. Das hat nichts mit Süditalien, Südtirol oder sonst was zu tun!

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