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    „Vorgeschickte Kinder“

    „Vorgeschickte Kinder“

    Die Vorsitzende des Jugendrings, Martina De Zordo, übt Kritik an der Demo in Sterzing – weil Kinder Schilder mit der Aufschrift „stockerexit“ in die Höhe hielten.

    Anlässlich der Demonstration wegen der Schließung der Geburtenstation in Sterzing, bei der auch Kinder Schilder mit der Aufschrift „stockerexit“ in die Höhe hielten, mahnt der Südtiroler Jugendring (SJR), Kinder für solche Zwecke nicht zu gebrauchen.

    Die freie Meinungsäußerung und Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen ist ein hohes Gut, das es zu schützen gilt. „Hier ist fraglich, ob die Kinder wirklich der Meinung sind, dass Landesrätin Stocker zurücktreten sollte, oder nur vorgeschickt worden sind“ zweifelt Martina De Zordo, SJR-Vorsitzende.

    Grundsätzlich sollte die Diskussion auf einer sachlichen Ebene geführt werden und sich auf den Inhalt konzentrieren – auch gerade bei Demonstrationen. „Denn junge Menschen lernen von Modellen: Den Rücktritt einer gewählten Person zu fordern, weil man mit einer Entscheidung nicht einverstanden ist, ist in unseren Augen kein erstrebenswerte Lösungskompetenz, die Kindern beigebracht werden sollte“, so De Zordo.

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    Kommentare (34)

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    • thefirestarter

      Den Rücktritt einer gewählten Person zu fordern, weil man mit einer Entscheidung nicht einverstanden ist, ist in unseren Augen kein erstrebenswerte Lösungskompetenz, die Kindern beigebracht werden sollte.

      Na besser isch es still zu sein und zu buckln, oder?

    • jonny_house

      Geschätzte Martina, aus der Satzung des SJR liest sich: „Wir agieren parteipolitisch und wirtschaftspolitisch unabhängig.“ Es bleibt zu hoffen, dass Ihnen bewusst ist, vor wessen parteipolitischen Karren Sie sich mit solchen Presseaussendungen spannen lassen?
      Sind Dir meinungs- und charakterlose Kinder und Jugendliche wirklich lieber, als junge Menschen die eigene Ansichten haben und mit Überzeugen für ihre Prinzipien einstehen?

      Du schreibst: „Den Rücktritt einer gewählten Person zu fordern, weil man mit einer Entscheidung nicht einverstanden ist, ist in unseren Augen kein erstrebenswerte Lösungskompetenz, die Kindern beigebracht werden sollte“.
      Damit verschweigst Du, dass es gute Gründe gibt, warum selbst Kinder mit so einer Halli-Galli-Entscheidung nicht einverstanden sein können – warum sollen die dann nicht auch einen Rücktritt fordern können? Wohlgemerkt: auf der Kundgebung mit 3.000 Teilnehmern gab es geschätzte 100 Teilnehmer mit Taferl oder Spruchband, davon vielleicht max. 10 Kinder!

      Eigentlich würde man sich von einer Vereinigung wie dem SJR (als Dachorganisation der Kinder- und Jugendverbände) erwarten, dass er eine Stellung PRO Mütter&Kinder einnimmt. Stattdessen zeigt sich mit Deinem Statement, wes Geistes Kind Du bist!
      Ach, ich vergaß: die „Junge Generation der SVP“ ist Mitglied Ihrer Vereinigung und deshalb musst Du wohl Partei ergreifen. Höchste Zeit also, dass Ihr Eure Satzung anpassen…

      • jennylein

        Geht j in Ordnung, dass man aufgrund des Themas jegliche Verhältnismäßigkeit in Wortwahl und persönlichen Angriffen gegen Kompatscher und Stocker verliert. Aber kleine (!) Kinder zum Transport solcher Botschaften zu missbrauchen ist einfach nur zu verachten. Es waren eh „nur“ 10. Ja, diese Kinder werden wahrlich Grossartiges für ihre Entwicklung lernen, wenn sie Schilder halten wo sie eine demokratisch gewählte Landesrätin zum Rücktritt auffordern obwohl sie die Zusammenhänge in diesem Alter nie und nimmer verstehen können. Wenn sie dann noch zuhören dürfen wie Erwachsene den LH und Marta Stocker als Lügner und was weiss ich noch alles bezeichnen, also wirklich… ich bin sprachlos!

        • jonny_house

          …dann, Frau Jennylein, bitte bleibe sprachlos und verkneife Dir jeglichen unqualifizierten Kommentar.

          Was Du da von Dir gibst ist leider emotional und nicht sachlich und schweift in der Folge total vom eigentlichen Thema ab!

          Wenn Politiker als Lügner bezeichnet werden, weil sie gelogen haben, so ist dies die Wahrheit und freie Meinungsäußerung – was stört Dich daran?
          In einem Punkte muss man Dir aber Recht geben: es ist für Kinder sehr schlecht, wenn sie erfahren müssen, dass sogar Politiker nicht mehr der Wahrheit verpflichtet sind!

      • roadrunner

        Einer weiß es halt immer „genauer“…
        Ehrlich gesagt würde ich mich auch schämen Kinden vorzusetzen. Ist dir überhaupt bewusst, was für einen Schmarrn zu schreibst? Hauptsächlich bezogen auf deinen letzten Absatz?
        Ach was solls…

        • jonny_house

          Was genau meinst Du? Bitte erkläre Dich…

          • roadrunner

            Du verstehst ja sonst alles. Jetzt brauchst Nachhilfe?

            • jonny_house

              Ne, verstehe Vieles nicht, bspw. die Entscheidung der Landesregierung, die Geburtenstation zu schließen. So wie mir ergeht es aber vielen…
              Du scheinst im letzten Absatz meines Kommentars einen Schmarrn gelesen zu haben: hilf mir da mal auf die Sprünge was genau Du meinst, bitte!

            • roadrunner

              Und weil du etwas nicht verstehst, teilst du einfach mal aus mit der Hoffnung das du mehr Zustimmung erhälst.
              Na gut für dich kurz und bündig:
              Du unterstellst dem SJR Befangenheit. Konkrete Grundlagen oder einfach nur, weil sich mal Meinungen überschneiden?

            • jonny_house

              Ne, nicht weil sich Meinungen überschneiden, sondern weil ganz offensichtlich (siehe SJR-Homepage)!

              Ist aber nicht leicht zu sehen, mit einem Brett vor dem Kopf, gell?

    • martasophia

      In einer Welt in der viele junge Menschen glauben, dass man eh nichts ändern kann, nehme ich nicht wirklich Anstoß an einer solchen Aktion. Einen Rücktritt zu verlangen, wenn in den Augen der Wähler Fehlentscheidungen getroffen werden, ist eine ganz normale Form des Protests udn ichts Unmoralisches oder Verwerfliches. Ich hätte meine Kinder zwar auch nicht mitgenommen, aber dass die Schaden nehmen, wenn sie bei einem friedlichen Protest dabei sind, bei dem ein Rücktritt gefordert wird, würde ich nicht als schädliches Modell für Kinder einstufen. Was „stockerexit“ bedeutet, haben die wohl kaum verstanden. Frau De Zordo gibt es nicht weitaus wichtigere und größere Probleme Kinder und Jugendliche betreffend, die man einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen sollte?

    • drago

      „Den Rücktritt einer gewählten Person zu fordern, weil man mit einer Entscheidung nicht einverstanden ist, ist in unseren Augen kein erstrebenswerte Lösungskompetenz, die Kindern beigebracht werden sollte“
      Früher hatte man Wissen und Können beigebracht, heute hat bringt man alle Arten von Kompetenzen bei. Wissen und Können bleiben auf der Strecke (fürs Wissen gibt es ja Google und Können braucht sowieso niemand mehr).

    • andreas

      Frau De Zordo hat Recht.
      Die Kinder können die Situation nicht einschätzen und werden von den Alten vorgeschoben um Mitleid zu erregen.
      Politiker sind gewählt um unpopuläre Entscheidungen zu treffen und das hat Stocker gemacht, die Entscheidung war richtig.
      Diese Weltuntergangsstimmung im Wipptal ist eigentlich nur noch lächerlich, den Rest von Südtirol ist das Thema so gut wie egal, außer den paar Oppositionspolitikern, welche aber jeder Sau nachrennen, welche ev. ein paar Stimmen bringen könnte.

      • Es mag dem Rest von Südtirol egal sein, wir sind das gewohnt… Das Wipptal ist klein und weit weg, Primar Ploner sagt: „wie der letzte Dreck“. Aber wir werden unsere Stimme erheben und wir werden nicht verstummen, es wird „keine Ruhe einkehren“. Südtirol ist nicht Bozen.

      • jonny_house

        Jaja, schon klar: kaum finden sich keine Argumente mehr, hängt man sich an ein Foto mit 5 Kindern auf und kommt zum Schluss: die Entscheidung war richtig…!

    • franz

      Wenn Kinder als Propaganda eingesetzt werden ist das nicht schön.
      Besonders verabscheuungswürdig sind Propagandareden von linken Politikern wie von Premier Renzi der in einem Atemzug die Opposition als Bestien beschimpft und das Bild des Toten Jungen Aylan am Strand von Bodrum zeigt, wohl die Mitleidsdrüsen zu aktivieren.und ein paar Stimmen zu bekommen.
      http://www.ilgiornale.it/news/politica/migranti-salvini-attacca-renzi-verme-usa-bimbo-1167637.html
      Übrigens, wie später bekannt wurde soll der Vater des toten Jungen der Schlepper gewesen sein:
      http://www.corriere.it/esteri/15_settembre_11/donna-accusa-padre-aylan-era-lui-scafista-de2635aa-584f-11e5-8460-7c6ee4ec1a13.shtml

    • george

      Wenn bei x-Wahlreklamen und Broschüren der parteipolitischen Träger und Vorbeter Kinderbilder und Sprechblasen verwendet werden und in x-Postkästen im ganzen Land eingeworfen und in Zeeitungen propagandistisch ausgeschlachtet wurden und werden, habe ich von euch bisher noch nie eine Kritik oder eine Protestnote gehört. Wo bleibt hier eure ach so hochgepriesene Objektivität und die Gleichbehandlung?

    • checker

      Geht definitiv gar nicht, dass man noch nicht muendige Kinder hier vor den Karren spannt, welche Organisation es auch immer macht. Da hat die Frau mehr als Recht. Ob sie selber befangen ist, kann ich nicht abschaetzen.
      Generell sollte eigenstaendiges Und kritisches Denken beigebracht werden, und zwar von den Schulen und nicht von irgendwelchen Vereinen, dies sich generell aus der Politik herauszuhalten haben. Leider findet dieser politische Missbrauch von Minderjaehrigen auch bei den Schuetzen in Suedtirol statt und sollte gesellschaftlich streng geaechtet werden.

      • jonny_house

        „Ob sie selber befangen ist, kann ich nicht abschaetzen.“
        Damit bestätigst Du der geneigten Leserschaft, dass Du kein sehr wiffes Bürschl bist.
        Hier für Dich ein kleines Helferlein: SJR = SVP-Jugend = Parteilinie!

        Kannst Du es jetzt abschätzen?

    • unglaublich

      Die Wertvorstellungen der Vorsitzenden des Jugendringes sind höchst bedenklich. Die Demokratie geht verloren, wenn wir den Kindern und Jugendlichen nicht beibringen, sich in gewaltlosen Demonstrationen und anderen Aktionen sich zu wehren. Dazu gehören natürlich auch Rücktrittsforderungen. Das müssen Politiker aushalten.

    • ft

      Wie die Kinder. Gibst du mir mein Spielzeug nicht, red ich nicht mehr mit dir.
      Bei manchen ist es eben noch nicht angekommen, dass vorbei ist, dass man nur fordern muss, eventuell um 6 Uhr früh, und erhält alles was man will. Dann fragen sich die Beitragsempfänger aller Art,warum man noch eine Partei sponsern soll, die nichts mehr zu verteilen hat. Vielleicht könnten die Wipptaler SVPler den Leuten auch erklären warum wir eine Geburtenstation für hunderte Frauen aus anderen Provinzen finanzieren sollen. Schäbig finde ich die Protestierer die die Kinder für ihre Ideen einspannen und vorführen.

    • aber das Fotos von Kindern durch die Aussendung des Jugendrings in allen Medien immer wieder unverpixelt veröffentlich werden, scheint für die Verantwortlichen der Presse und vermeintlichen Jugenschützer kein Problem zu sein
      Wo ist der Kinder und Jugendschutz bei digitalen Medien …

    • franz

      Jemand der mit der derzeitigen SVP-Regierungspolitik einverstanden ist, bei den Typus Mensch, handelt es sich entweder um einen SVPl’er einen Realitätsverweigerer oder einen naiven Gutmenschen..
      Wobei das eigentlich ja alles zusammengehört.:-)
      Prioritäten des Gutmenschen sind nicht Geburtsstationen der Gutmensch gibt lieber Millionen für Wirtschaftsflüchtlinge für deren Unterkunft bei voller Verpflegung aus. Nach dem Motto “denkt doch an die armen Kinder in Afrika“.
      Wenn dann der eine oder andere Jihadist oder Terrorist unter ihnen sich befindet und sich für die sichere Unterkunft bei eine Familie damit bedankt, dass er mit einer Axt auf Zugreisende losgeht, und dabei Allahu Akbar ruft ist das halt Pech, bzw. er wird als Psychisch gestört bezeichnet.
      http://www.welt.de/politik/deutschland/article157144016/Vier-Schwerverletzte-bei-Attacke-in-Zug-nahe-Wuerzburg.html

    • meintag

      Kinder und Jugentliche werden auch von den südtiroler Feuerwehren mit Bildern und Abzeichen beworben um ja schon früh genug mit der Vereinsmeierei Bekanntschaft zu machen. Dass daraus später auch berufliche Chancen bestehen wird nicht ausgeschlossen. Gerade diese Berufsfeuerwehr macht Dienst am bozner Flughafen und verbrennt Steuergeld. Aber hier hinterfragt die SVP nicht weiter die Summen wie es in Sterzing der Fall ist.

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