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So sieht es in Südtirol aus

imageZivilschutzlandesrat Arnold Schuler hat sich am Dienstag in der Landesleitstellensitzung über die aktuelle Lage erkundigt. Wie es in Südtirol aussieht. Und warum die Aufmerksamkeitsstufe aufrecht bleibt.

Starke Gewitter wurden am Dienstagabend vor allem in Langtaufers im Vinschgau, im Pustertal bei Mühlbach, im Antholzer-, Ahrn- und Ridnauntal verzeichnet.

Zivilschutzlandesrat Arnold Schuler hat sich am Dienstag in der Landesleitstellensitzung über die aktuelle Lage informiert. „Von den gestrigen Unwettern ist vor allem Langtaufers stark betroffen. Gemeinsam mit dem Straßendienst arbeiten wir auf Hochtouren daran, die Gefahrensituation zu entschärfen“, betont Landesrat Schuler.

Überschwemmung in St. Kassian (Foto: FF St. Kassian)

Überschwemmung in St. Kassian (Foto: FF St. Kassian)

Nachdem in der Nacht auf Dienstag zwei Muren die Landesstraße nach Langtaufers verlegt hatten, waren an die 200 Personen von der Außenwelt abgeschnitten. Der Straßendienst hat umgehend dafür gesorgt, dass die Straße bereits heute wieder befahrbar war. Weniger schnell lässt sich die Gefahr bannen, die vom Pedross- und Fallerbach beziehungsweise dem Karlinbach ausgeht.

„Der Karlinbach hat die Landesstraße teilweise unterspült und weggeschwemmt. Wir haben einen Bagger im Einsatz, um die Straße zu schützen“, erklärt Mauro Spagnolo, Direktor im Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung der Landesagentur für Bevölkerungsschutz.

Feuerwehreinsatz in St. Kassian

Feuerwehreinsatz in St. Kassian

Der Pedrossbach, der zum Teil durch einen Rohrdurchlass verläuft, hat sich einen neuen Weg gesucht und damit die Landesstraße übermurt. Das Wasser hat eine solche Kraft entwickelt, dass sämtliche im Jahr 1903 erbaute Sperren zerstört worden sind. „Mittlerweile haben wir das Rohr entfernt und arbeiten an einem provisorischen Übergang.

Mit Hilfe eines Baggers befreien wir das Bachbett vom Material. Falls eine Mure kommt, sollte der neu geschaffene Platz ausreichen“, erklärt der Amtsdirektor, der weitere Maßnahmen ankündigt.

Gearbeitet wird auch am Fallerbach, der beidseitig Murmaterial abgelagert hat. Um für eine weitere eventuelle Mure gerüstet zu sein, muss das Bachbett so schnell als möglich freigemacht werden. Zudem errichten die Arbeiter des zuständigen Landesamtes kleine provisorische Schutzdämme, damit die Straße nicht nochmals unterbrochen wird.

Auch im Gadertal und in Hochabtei, insbesondere in St.Kassian waren die Feuerwehren im Dauereinsatz.

Die Feuerwehr St. Kassian im Einsatz

Die Feuerwehr St. Kassian im Einsatz

Das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord der Agentur für Bevölkerungsschutz hingegen ist im Ridnauntal im Einsatz, wo der Valtiglbach über die Ufer getreten ist und eine Gemeindestraße übermurt hat. Im Staudenbergbach muss eine Rückhaltesperre geräumt werden.

In Mühlbach waren wegen der Unwetter die Staatsstraße und der Radweg unterbrochen. Die Straße konnte mittlerweile wieder geöffnet worden, der Radweg ist noch gesperrt.

Der Stallersattel im Antholzertal ist wegen eines Murabgangs gesperrt. Ein Gashaus sowie zwei Gebäude sind nur von Österreich aus erreichbar. Wegen einer Mure geschlossen bleibt auch die Gemeindestraße zwischen St. Peter und dem Arnsteinhof im Ahrntal.

Am Sonntagabend hatten der Holer- und der Höllentalbach, zwei Zubringer des Zielbachs in der Gemeinde Partschins drei Brücken mitgerissen und damit elf Höfe von der Außenwelt abgeschnitten. Mittlerweile hat das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung West zwei Behelfsbrücken errichtet, die allerdings nur für Notfälle gedacht sind. Die dritte Brücke im Bereich Wasserfall sollte morgen fertig gestellt sein.

Angelaufen sind die Arbeiten am Grabbach in der Gemeinde Algund. Aus dem Bachbett wird Material entnommen, um den Wasserabfluss gewährleisten zu können.

Am Montag hatte die Landesagentur für Bevölkerungsschutz angesichts der vorhergesagten Niederschläge mit lokal starken Gewittern die Aufmerksamkeitsstufe „Alfa“ ausgerufen, damit sich die verschiedenen Einheiten und Einsatzkräfte auf eventuelle Ereignisse vorbereiten können. „Die Aufmerksamkeitsstufe bleibt aufgrund der angespannten Wetterlage aufrecht. Wir beobachten die Situation weiterhin genau, um für den Ernstfall gerüstet zu sein“, sagt Günther Walcher, stellvertretender Direktor der Landesagentur für Bevölkerungsschutz.

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