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    Tiroler Medizinschule

    Tiroler Medizinschule

    Um dem akuten Ärztemangel in Südtirol Herr zu werden, holt Martha Stocker das verstaubte Projekt der „Medical School“ wieder aus der Schublade. Die Hintergründe.

    Von Matthias Kofler

    Um die ärztliche Versorgung im Land sicherzustellen und dem zunehmenden Ärztemangel Herr zu werden, will das Land eine alte Idee wiederbeleben: eine eigene Ausbildungsstätte für Ärzte.

    Bereits vor Jahren war die „Medical School“ als Euregio-Projekt zwischen Südtirol, Tirol und dem Trentino geplant. Doch Rom legte sich quer und auch in Südtirol hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Der damalige Gesundheitslandesrat Richard Theiner vermisste „den breiten Konsens“, der für ein Projekt dieser Größenordnung notwendig sei. Mit der Zeit verstaubten die Pläne für die Medical School in der Schublade.

    Jetzt soll in Kooperation mit der Privatuniversität des Landes Tirol UMIT, der Medizinischen Universität Innsbruck sowie der Universität Hall eine „neue“ Medical School errichtet werden. Dies teilt Landesrätin Martha Stocker im Gespräch mit der TAGESZEITUNG mit. Allerdings sei der Name „Medical School“ nur provisorisch. Man sei dabei, einen neuen, unverbrauchten Namen für das Projekt zu finden. „Die medizinische Ausbildung im Land ist eine der Maßnahmen, die wir als Landesregierung zur Bekämpfung des Ärztemangels gesetzt haben“, erklärt Martha Stocker.

    Mit der Koordination des länderübergreifenden Projekts wurde Christian Wiedermann, Primar für Innere Medizin am Krankenhaus Bozen, betraut.

    Wie schon beim ersten Anlauf kam auch dieses Mal die Idee für die eigene Medizinerausbildung vom Land Tirol. Landeshauptmann Günther Platter fragte bei Arno Kompatscher und Martha Stocker, ob Südtirol sich am Aufbau einer Medizinschule nach angelsächsischem Vorbild als Euregio-Partner beteiligen wolle.

    Bei der Planung der Medizinschule geht man von der optimalen Nutzung der bereits vorhandenen Ressourcen – Claudiana, Eurac, Forschungsprogramme im Sanitätsbetrieb und akademische Dozenten in Südtirol – auf dem Gebiet der medizinischen Lehre und Forschung in Südtirol aus. Als Vorbilder dienen die Harvard Medical School in Boston, die Mayo Medical School in Chicago und die PMU in Salzburg.

    Laut den EU-Vorgaben kann Österreich ab 2017 kein Kontingent an Studienplätzen mehr an Österreicher und Südtiroler vergeben. Deshalb soll die neue Medical School Abhilfe leisten: Sie wird 50 bis 100 Studienplätze im Jahr zur Verfügung stellen.

     

     

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    Kommentare (2)

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    • mairwalter

      Stocker hat massive Schwierigkeiten Nägel mit Köpfen zu machen! Sie ist und bleibt maßlos überfordert!!
      Wieder so ein „Schnellsiederkurs“ a la` Südtirol ( so z.B. Brixen) und Patienten werden abermals auf „Dilettanten“ los gelassen…..

      • carlotta

        Und so wianig Wia möglich zohlen, dass men gern zu an Privaten geat, der sich donn dumm und deppet verdient und die Schere zwischen Arm und Reich und 2 KlassenPatienten immer größer wird!
        Und das alles nur, weil das System verlangt, dass nur einige wenig viel verdient und der Rest soll kuschen und buggeln..’Das System wird zusammenbrechen!

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