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    „Der Heimat eine Melodie gegeben“

    „Der Heimat eine Melodie gegeben“

    „Ihr habt auf die Stimme der Natur gehört und unserer Heimat eine Melodie gegeben!“ Mit diesen Worten richtete sich der Obmann des Südtiroler Chorverbandes an die „tausenden Teilnehmer“, die seit 35 Jahren die Alpenländische Sing- und Wanderwoche des Südtiroler Chorverbandes besucht haben.

    Zum Abschlusskonzert der heurigen Schulungswoche im Bürgersaal in St.Martin in Gsies am Samstag, 9. Juli konnte der Obmann 77 Sänger und Sängerinnen aus dem ganzen Land und ein zahlreiches Publikum begrüßen.

    Unter der Leitung des Musiklehrers, Chorleiters und Komponisten Ernst Thoma aus Mals hatten sich die Teilnehmer eine Woche lang mit Werken aus verschiedenen Epochen auseinandergesetzt, waren durch das Gsieser Tal gewandert, hatten Sehenswürdigkeiten wie Schloss Welsperg und die Troger-Fresken in der Kirche von Welsberg besichtigt und vor allem immer wieder gesungen.

    “Für viele ist die Alpenländische Sing- und Wanderwoche ein Stück geistiger Heimat geworden!“, betonte Erich Deltedesco und blickte kurz auf die Geschichte der beliebten Schulungswoche zurück: Heuer sei man an den „Ursprung zurückgekehrt“, fand doch die erste „Almsingwoche“, wie sie damals hieß, in Gsies statt, mit 35 Teilnehmern aus Südtirol, Österreich und der Schweiz und unter der Leitung von Albin Reiter aus Salzburg.

    Der Kontakt mit der Bevölkerung, Singen und Wandern sowie die Pflege des Volksliedes waren damals die Ziele „und sind es auch heute noch“, wie der Obmann betonte. Dass die Sing- und Wanderwoche so beliebt sei, sei vor allem dem Kursleiter Ernst Thoma zu verdanken, der die Schulung seit 1998 leitet:

    „Du leitest die Woche mit Kompetenz, Herzblut, Liebe und deinem sympathischen trockenen Humor!“ Dies bestätigte auch diese Konzertaufführung, bei der die Sänger und Sängerinnen interessante Volkslieder und Jodler sangen, etwa ein Lied aus dem 19. Jahrhundert, in dem die Tiroler überzeugt werden sollten, die Armut hinter sich zu lassen und nach Peru auszuwandern, oder ein Liebeslied aus Dalmatien, eine Vertonung des skurrilen „Kindergebetchens“ von Joachim Ringelnatz, aber auch viele traditionell-schlichte Volkslieder.

    Zum Abschluss sangen Chor und Publikum zusammen im Kanon und das Konzert endete mit einem gemütlichen Beisammensein. Verbandsobmann Erich Deltedesco bedankte sich vor allem beim Kirchenchor St. Martin mit Chorleiter Hans Walder für die Organisation und bei der Gemeinde Gsies, dass die Räumlichkeiten für Proben und Konzert kostenlos zur Verfügung gestellt wurden.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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