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    „Auf einem Pulverfass“

    Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hat sich mit den Unabhängigkeitsbestrebungen in Südtirol befasst. DAS VIDEO.

    „Kürzlich war der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) im Pustertal, um in der Fernsehsendung Wuhladko über die Europeada zu berichten. Redakteur Michael Feldmann, Chef vom Dienst, recherchierte gründlich und war selbst vor Ort. Dabei blieb ihm nicht verborgen, dass es in Südtirol Stimmen gibt, welche – ähnlich wie die Katalanen und die Schotten – auf eine Unabhängigkeit von Rom drängen“, schreiben die Schützen in einer Aussendung.

    Laut MDR würden Sport und Politik oft zusammengehören. So seien die vorangegangenen Turniere wichtige Signale für das Selbstbewusstsein der Minderheiten gewesen. Gleichzeitig wurden die Südtiroler als streitbare Gastgeber und die Südtiroler Wirtschaft als erfolgreich beschrieben.

    Doch es gebe neben der Zufriedenheit mit der Autonomie auch andere Stimmen, welche mit dem Status quo nicht so zufrieden seien und skeptisch in die Zukunft schauen würden.
    Während des gesamten Beitrags wird die zuletzt stattgefundene Großveranstaltung „Iatz“ des Südtiroler Schützenbundes thematisiert und erreicht dadurch über die Landesgrenzen hinaus große Beachtung. Dabei wird berichtet, dass sich 10.000 Menschen in Bruneck eingefunden haben, um Freiheit und Unabhängigkeit zu fordern.

    Auch Landeskommandant Elmar Thaler kam neben Arno Kompatscher (SVP) und Sven Knoll (STF) zu Wort. Dabei meinte Thaler: „Die Hoffnung für die nächsten Jahrzehnte ist eigentlich die, dass wirklich einer breiten Masse in unserem Land bewusst wird, dass es langfristig keine Zukunft im Staat Italien geben kann.“

    Thaler gab seinem Wunsch Ausdruck sich, dass das Selbstbewusstsein größer werde und die Leute sagen, wir trauen uns jetzt aufzustehen: „Denn wir haben es 100 Jahre bei Italien probiert und jetzt probieren wir es 100 Jahre ohne Italien.“
    Der Konflikt in Südtirol bekomme laut Feldmann gerade neue Nahrung, da Italien für den Herbst eine Verfassungsreform angekündigt habe. Diese stärke die Zentralregierung in Rom und bereite den Südtirolern Sorgen – so der MDR-Redakteur.

    Hierzu stellt Thaler fest: „Wir sitzen auf einem Pulverfass. Wenn man mit Italien in einem Boot ist, dann kann das sehr schnell abwärts gehen.“ Es kann bei der nächsten Regierungsumbildung passieren, dass Rechte, die einem zustehen, plötzlich in Frage gestellt werden, und man sie plötzlich wieder aufs Neue einfordern und verteidigen muss, so ein besorgter Landeskommandant.

    Die Sendung schließt mit den Worten, dass heute niemand zu beantworten vermag, wie Südtirol in zehn Jahren aussehen werde. Dass sich Europa wieder einmal verändern werde, das sei aber unübersehbar. Dem stimmt der SSB zu: „Unrechtsgrenzen wurden in Europa schon einmal richtiggestellt. Das hat die Geschichte bereits gelehrt. Auch Deutschland wurde 1989 unerwartet und entgegen aller Voraussagen wiedervereint“, erklärt der Südtiroler Schützenbund abschließend.

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