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    „Der harte Kern Europas“

    Attachment-1Am Sonntag trafen sich 8000 bayerische und Tiroler Schützen in Waakirchen in Bayern zum 24. Alpenregionstreffen. Reinhard Kardinal Marx hielt den Festgottesdienst.

    Schützenhüte, soweit das Auge reicht. Am Sonntag, den 3. Juli 2016 trafen sich 8000 bayerische und Tiroler Schützen in Waakirchen in Bayern. Grund war das 24. Alpenregionstreffen, welches Schützen aus Bayern, Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol vereint. Reinhard Kardinal Marx hielt den Festgottesdienst.

    Die Alpenregion der Schützen wurde am 13. April 1975 in Innsbruck gegründet. Drei Jahre später fand das erste Alpenregionstreffen in Mutters im Norden Tirols statt. Seither treffen sich die Schützen jedes zweite Jahr an einem anderen Ort zu ihrem grenzüberschreitenden Fest. Heuer fand das Alpenregionsfest wieder in Bayern statt.

    Zahlreiche Kompanien und Abordnungen waren bereits am Samstag aufmarschiert, als beim „Oberländerdenkmal“, dem Sinnbild der Gebirgsschützen-Wehrhaftigkeit, die Alpenregionsfahne von der Schützenkompanie Niederdorf, wo das letzte Treffen stattgefunden hat, der Kompanie Waakirchen nach einer Gedenkfeier überreicht wurde.

    Begrüßt wurden die Teilnehmer von Martin Beilhack, dem Hauptmann der gastgebenden Kompanie, und dem Landeshauptmann der Bayerischen Gebirgsschützen Karl Steininger, der die Schützen als den harten Kern Europas bezeichnete.

    Hptm. Richard Stoll und Hubert Trenker (beide SK Niederdorf), Lt. Helmut Gaidaldi (SK Algund), Adjutant Robert Stumbaum (SK Gmund), Lt. Anton Erhart (SK Fulpmes), E-Hptm. Thomas Simon (SK Wackersberg) und Lt. Klaus Leitner (SK Sistrans).

    Hptm. Richard Stoll und Hubert Trenker (beide SK Niederdorf), Lt. Helmut Gaidaldi (SK Algund), Adjutant Robert Stumbaum (SK Gmund), Lt. Anton Erhart (SK Fulpmes), E-Hptm. Thomas Simon (SK Wackersberg) und Lt. Klaus Leitner (SK Sistrans).

    Der Landeskommandant der Welschtiroler Schützen Paolo Dalprà, welcher in Vertretung aller Landeskommandanten des Verbandes Tiroler Schützen sprach, meinte: „Als Schützen sind wir überzeugte Verfechter einer größtmöglichen Eigenständigkeit für Tirol und für Bayern. Wir begegnen jedem mit Respekt, der uns respektiert. Selbstbedienungsladen sind wir allerdings keiner. Wer sich bei uns selbst bedient, und nicht gewillt ist, unsere Traditionen, unsere Werte zu achten, wird selbst schauen müssen, wie er zurechtkommt“, so Lkdt. Dalprà.

    Wer kein Gedächtnis hat, hat keine Zukunft. Mit diesem Zitat von Winston Churchill begann Reinhard Kardinal Marx seine Predigt. Europa sei geprägt durch sein christliches Erbe. Man müsse sich neu aufmachen und den Frieden in die Welt tragen. Und hier seien die Schützen gefordert. Hier und heute könne man damit beginnen.

    Stellvertretend für Ministerpräsident Horst Seehofer richtete Ilse Aigner Dankesworte an die Teilnehmer. „In einer Welt, die immer unfriedlicher wird, sind solche Feste wichtig. Man muss sich zu den Werten, zum Glauben bekennen, und weder Fronleichnam noch das St. Martinsfest dürfen neuen Entwicklungen zum Opfer fallen“, so die in Tracht fesch erschienene Persönlichkeit.

    Anschließend marschierten die 8000 Gebirgsschützen und Marketenderinnen zu den Klängen der Trommler und Spielmannszüge durch die Straßen von Waakirchen. Über die gesamte Länge des Zuges ? der über zwei Stunden dauerte – klatschten die unzähligen begeisterten Zuschauer den Schützen und Musikanten zu.

    Im Zuge des Festes wurden auch Auszeichnungen vergeben.

    Das Maximiliankreuz – eine der seltensten Auszeichnungen im Schützenwesen ? erhielten für Verdienste um die Alpenregion Hptm. Richard Stoll und Hubert Trenker (beide SK Niederdorf), Lt. Helmut Gaidaldi (SK Algund), Adjutant Robert Stumbaum (SK Gmund), Lt. Anton Erhart (SK Fulpmes), E-Hptm. Thomas Simon (SK Wackersberg) und Lt. Klaus Leitner (SK Sistrans).

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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