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    Das lange Warten

    Das lange Warten

    Die Freiheitlichen kritisieren die langen Wartezeiten an Südtirols Musikschulen: Wartezeiten von drei Jahren seien nichts Ungewöhnliches.

    Die Musikschulen in Südtirol sind gefragt und erfahren einen großen Zuspruch bei den Interessierten. Jedoch sind die Ausbildungsplätze knapp und begrenzt, sodass viele interessierte Personen nicht zum Zug kommen und sich eine lange Warteschleife einreihen müssen. Bis zu drei Jahre kann die Wartezeit bei den Instrumenten Klavier, Gitarre oder Schlagzeug an den unterschiedlichen Musikschulen dauern. Bei vielen anderen Instrumenten sind Wartezeiten von mindestens einem Jahr kein Ausnahmezustand, sondern herrschende Realität.

    Die Landesregierung gedenkt angesichts des großen Interesses an den Musikschulen im Land keine weiteren Lehrkräfte einzustellen und auch das räumliche Problem scheint nur auf bedingtes Interesse zu stoßen. So kann hier auf den dringend ausstehende Neuunterkunft für die Musikschule in Brixen verwiesen werden.

    Die Studiengebühren, beispielsweise an der Musikschule in Bruneck, bewegen sich je nach Tarifgruppe und Kategorie zwischen 90,00- und 360,00 Euro und decken damit einen Teil der Ausgaben.

    Hauptsächlich wirken sich die langen Wartezeiten von bis zu drei Jahren negativ auf interessierte Kinder und Jugendliche aus. Ein frühzeitiges Erlernen und die Förderung des musikalischen Talentes werden dadurch verzögert oder verhindert. Auch von einem schwindenden Interesse bei dermaßen langen Wartezeiten muss ausgegangen werden.

    Südtirol hat etliche Musikgruppen und Bands auf internationalem Niveau, welche unser Land nach außen hin repräsentieren. Hinzu kommen die unterschiedlichen Gruppen auf lokaler Ebene und die ehrenamtlichen Musikkapellen und Chöre. Deshalb ist es von entscheidender Wichtigkeit, die musikalische Bildung für die Zukunft zu sichern und den Nachwuchs zu fördern.

    Aus diesen Gründen müssen laut den Freiheitlichen folgende Schritte in die Wege geleitet werden, um die Wartezeiten für Interessierte spürbar zu kürzen:
    – Aufstockung der Anzahl von Musik- und Instrumentenlehrern, dort wo Bedarf besteht;
    – Erhebung der Räumlichkeiten und gegebenenfalls den mangelnden Bestand ausgleichen;

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    Kommentare (3)

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    • george

      Und dann wollten die Südtiroler Machtinhaber im Land bei der Oberschulreform den Gymnasien mit Musikausrichtung diese Fachrichtung auch noch streichen. Nur den Direktoren dieser Gymnasien ist es zu verdanken, dass mindestens diese Strukturen (Musikausrichtung an den Pädagogischen Gymnasien und am Klassischen Gymnasium in Bozen) noch erhalten geblieben sind. Besonders Direktor Gregor Beikircher und Direktor Martina Adami hatten sich besonders dafür eingesetzt und mussten dafür Rüffel vom Schgulamtsleiter und besonders von LRin Kasslatter Mur einstecken. Nun sihet man, wie wiichtig es war, die Fachausrichtung Musik an diesen Gymansien zu erhalten, sonst würde der Platzmangel noch einmal viel größer sein.

    • da gibts nur eins:
      einen berater beauftragen um – sagen wir mal mindestens 850.000 euro-
      zur optimierung der wartelisten.

    • yannis

      @dr.sheldoncooper
      4. Juli 2016 um 14:54

      der ist Gut !!

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