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Was ist mit Schlanders?

Stocker-Martha-SchlandersDer Sanitätsbetrieb sucht noch einmal nach Fachärzten für die Geburtenabteilungen. Denn bisher wurden erst sieben der insgesamt 33 benötigten Vollzeitkräfte gefunden.

von Heinrich Schwarz

Die große Personalanwerbungskampagne des Südtiroler Sanitätsbetriebes im Frühjahr war in Bezug auf die Geburtenabteilungen wenig berauschend. Es sind nur sieben Bewerbungen eingegangen: drei für den Fachbereich Anästhesie, drei für den Fachbereich Gynäkologie und eine für den Fachbereich Pädiatrie. Um alle sechs Geburtenabteilungen in Südtirol aufrechterhalten zu können, bräuchte es insgesamt 33 Vollzeitäquivalente. Fehlen also noch 26.

Zur Erinnerung: Laut einer staatlichen Vorgabe muss in den Geburtenstationen ein 24-Stunden-Aktivdienst der vier Fachkräfte (Anästhesist, Gynäkologe, Pädiater und Hebamme) gewährleistet werden.

Jetzt wurde eine neue Anwerbungskampagne gestartet – insbesondere im Hinblick auf die Geburtenstationen. Denn das Gesundheitsministerium hat dem Sanitätsbetrieb noch bis zum 28. Juli Zeit gegeben, das Fachpersonal zu finden.

Im Beschluss der Betriebsspitze um Generaldirektor Thomas Schael heißt es wörtlich, „dass die Anwerbung von Fachkräften (…) notwendig ist, um die Geburtsabteilungen der Krankenhäuser Schlanders und Sterzing gemäß den staatlichen Qualitätsvorgaben aufrecht zu erhalten.“

Die Tatsache, dass die erste groß angelegte Kampagne im Frühjahr nur sieben Bewerbungen hervorbrachte – davon verfügen drei Personen nicht über den Zweisprachigkeitsnachweis und müssen mit zeitlich befristeten Werkverträgen ausgestattet werden –, lässt die Hoffnungen auf eine Rettung schrumpfen.

Für den wahrscheinlichen Fall, dass man nicht genügend Personal findet, wird es zuerst Sterzing treffen. Dies gab die Landesregierung am Dienstag bekannt.

Weil im Anwerbungs-Beschluss des Sanitätsbetriebes nicht nur von Sterzing, sondern auch von Schlanders die Rede ist, stellt sich die Frage: Droht der Geburtenabteilung im Vinschgau immer noch die Schließung? Die Ausnahmeregelung vonseiten des Ministeriums betrifft lediglich die vorgeschriebene Geburtenanzahl von 500 pro Jahr. Die Abteilung in Schlanders kommt zwar nur auf 360 Geburten, darf aufgrund der großen Entfernung zu Meran aber trotzdem offen bleiben. An der zweiten Voraussetzung für den Erhalt – der durchgehenden Anwesenheit der vier Fachpersonen – gibt es jedoch nichts zu rütteln.

Sanitätslandesrätin Martha Stocker beruhigt: „Wir werden das sicher hinkriegen. Wahrscheinlich müssen wir aber übergangsweise mit Werkverträgen arbeiten. Anders wird es kaum gehen. Danach müssen wir jedoch alles daran setzen, die Leute fix einzustellen, um einerseits die Rotation zu gewährleisten und andererseits für die Qualität und Sicherheit bessere Voraussetzungen zu schaffen.“

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