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    Die sieben Punkte

    Anlässlich des heutigen Welttags der Flüchtlinge präsentieren die Grünen einen Katalog mit klaren Forderungen und Verbesserungsvorschlägen.

    In einer Aussendung schreiben Hans Heiss, Riccardo Dello Sbarba und Brigitte Foppa:

    „Der heutige Welttag der Flüchtlinge erinnert in aller Deutlichkeit an die Dimension einer Jahrhundertfrage: 60 Millionen Menschen sind auf der Flucht vor Krieg und Not. Der größte Teil von ihnen flieht in Nachbarregionen, aber auch in jene Länder und Kontinente, von denen sie Hilfe erwarten und die auch für die Misere (mit-)verantwortlich sind.

    Auch von daher rührt unsere entschiedene Pflicht zu Solidarität und Hilfeleistung. Südtirol hat Wichtiges geleistet, neben dem Land vor allem Freiwilligenorganisationen, Einzelpersonen und Gemeinden, es hat aber seine Aufnahmefähigkeit und Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft. Während das Bundesland Tirol rund 6000 Flüchtlinge und Asylbewerber beherbergt, hat unser Land sich auf eine Aufnahme von 900 Personen beschränkt. Dass damit kein Grund zur Klage und noch „Luft nach oben“ ist, liegt auf der Hand.“

    „Fakt ist: Es geht längst nicht (mehr) darum, die Frage aufzuwerfen, OB wir Menschen helfen sollen, sondern einzig darum, WIE wir dies am besten tun können“, meinen die Abgeordneten.

    Die Vorschläge der Grünen hierzu sind bekannt:

    1 Wir schlagen eine freiwillige Quote Südtirols bei der Flüchtlingsaufnahme vor, die sich an einem Mittelwert zwischen dem österreichisch-tiroler Wert (ca. 1% der Bevölkerung) und italienischem Standard (0,9% der Flüchtlinge für Südtirol) bewegt.
    2 Flüchtlinge sollten in kleinere Gruppen auf mehrere Gemeinden verteilt, Bozen entlastet werden;
    3 Das Angebot an systematischen Integrationsschritten wie Sprachunterricht, Sozialkontakt, Kulturpflege, Mitarbeit in der Gemeinschaft ist deutlich zu stärken; vor allem die Möglichkeit zur rascheren Arbeitsintegration ist zu verbessern; hier ist auch die Bereitschaft von Unternehmen gefragt.
    4 Zwischen Regierungskommissariat, Land (Soziales, Gesundheit, Arbeit, Schule, Berufsausbildung, Sprachen, Freizeit, Wohnen etc), Gemeinden, Bezirksgemeinschaften, Non-Profit-Organisationen, der Zivilgesellschaft, Sozialpartner, unabhängige Freiwillige ist eine ständige Koordinationsrunde aufzubauen;
    5 Durchreisende Flüchtlinge haben Anspruch auf weit systematischere humanitäre Maßnahmen als bisher;
    6 Die Flüchtlingsfrage bleibt ein Kernthema der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino;
    7 Bürgerinnen und Bürger Südtirols sollten bessere Information und Sensibilisierung erhalten, die wertvolle Arbeit der Freiwilligen ist mehr als bisher anzuerkennen. Das große Fest der Tiroler Landesregierung für die Freiwilligen Tirols in Innsbruck letzte Woche ist vorbildhaft.

    „Bevor die Fluchtursachen (Krieg, Not Vertreibung) nicht wirkungsvoll eingedämmt sind, sollten wir uns auf neue Flüchtlingszugänge einrichten. Das wird eine Jahrhundertaufgabe sein, die auch unser Land begleitet“, so die Grünen.

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    Kommentare (3)

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    • franz

      “ Der größte Teil von ihnen flieht in Nachbarregionen, aber auch in jene Länder und Kontinente, von denen sie Hilfe erwarten und die auch für die Misere (mit-) verantwortlich sind.“ (…….) Warum flüchtenten diese Flüchtlinge die zu 90 % Keine Kriegsflüchtlinge sind nicht nach China oder in die USA oder nach Saudarabien.
      Nigeria ist eines der Größten Erdölproduzenten der Welt das große Geschäft machen Chinesische und Amerikanische Ölmutlis.
      Ich würde vorschlagen, anstatt die Bürger um mehr Barmherzigkeit aufzufordern, shcicken wir erst einmal jenen zurück deren Asylrecht abgelehnt wurde, dann braucht es keine weiteren Unterkünfte.

    • franz

      „Bevor die Fluchtursachen (Krieg, Not Vertreibung) nicht wirkungsvoll eingedämmt sind, sollten wir uns auf neue Flüchtlingszugänge einrichten. Das wird eine Jahrhundertaufgabe sein, die auch unser Land begleitet“, so die Grünen.(…….)
      Ja liebe Grüne nehmen wir 2 Milliarden Notleidende in Südtirol auf.

    • yannis

      bei rund 500 Mill. EU Einwohnern wozu auch NICHT EU Staatsbürger gezählt werden, kommt man, liebe Grüne, mit nur 1% am Bevölkerungsanteil bei der Masse an in den Startlöchern stehenden Flüchtlings-Kandidaten nicht weit.

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