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    „Berufsbild für die Zukunft“

    „Berufsbild für die Zukunft“

    Um die Kleinkindbetreuung in Südtirol ging es kürzlich bei einem Besuch von Landesrätin Waltraud Deeg in der Fachschule „Hanna Arendt“ in Bozen.

    In der Kleinkindbetreuung wird eine wertvolle pädagogische Konzeptarbeit geleistet. Davon konnte sich Landesrätin Waltraud Deeg kürzlich beim Austausch mit einer Abschlussklasse in der Landesfachschule für Sozialberufe „Hanna Arendt“ überzeugen. „Vor allem in den ersten Lebensjahren ist es wichtig, auf qualitativ hochwertig ausgebildete und fachlich kompetente Betreuungspersonen zurückgreifen zu können, wenn Kinder im außerfamiliären Raum betreut werden“, betonte Familienlandesrätin Deeg im Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern. Neben dem Betreuungsaspekt sei dabei auch jener der Bildung wesentlich. „Bildung beginnt bereits mit dem ersten Lebenstag“, so Deeg.

    In ansprechenden Präsentationen wiesen die Schülerinnen und ein Schüler auf die umfassenden Kompetenzen hin, die das Berufsbild der Kinderbetreuerin bzw. des Kinderbetreuers erfordert. „Es braucht dafür berufliche Handlungs-, Sozial- und Fachkompetenz, denn schließlich geben die Eltern das Wertvollste, das sie haben, in fremde Hände“, hieß es im Gespräch mit der Familienlandesrätin. Jedes Kind sei einzigartig, müsse aufmerksam beobachtet und individuell gefördert werden. „Betreuen, bilden und erziehen sind die drei Grundpfeiler in der Kinderbetreuung, und dabei ist auch die Einbeziehung der Eltern von großer Bedeutung“, so die Wortmeldungen. Nicht angemessen erscheint den Lehrkräften wie Schülerinnen und Schülern die derzeitige Entlohnung. „Den Menschen muss bewusst werden, wie wertvoll diese Arbeit ist, und dies muss sich auch im Gehalt niederschlagen“, forderte Direktor Luigi Mario Loddi.

    Familienlandesrätin Deeg berichtete, dass die Gewerkschaften bereits dazu angehalten wurden, sich um Zusatzverträge für eine höhere Entlohnung zu kümmern. Innerhalb 2016 soll darüber hinaus eine bessere Formulierung des Berufsbildes vorliegen. Wichtig sei laut Landesrätin Deeg eine Qualitätsüberwachung bei den Anbietern. Auch die Gemeinden müssten sich finanziell am Ausbau und der Entwicklung des Kinderbetreuungsangebotes beteiligen. Die Schülerinnen und Schüler berichteten indes über ihre praktischen Erfahrungen im Rahmen ihrer Ausbildung.

    Dabei kam klar zum Ausdruck, dass die Freude am Umgang mit Kindern und gute Rahmenbedingungen – wie ein angemessener Betreuungsschlüssel, geeignete Räumlichkeiten und ein liebevolles Umfeld – wesentliche Voraussetzungen seien, um für die Arbeit motiviert zu sein. „Angesichts des steigenden Bedarfs an Kinderbetreuungseinrichtungen handelt es sich um ein Berufsbild mit Zukunft“, ist sich Landesrätin Deeg sicher. Es gelte daher weiter auf Qualität zu setzen, die Rahmenbedingungen für das Personal zu verbessern und den engen Austausch mit der Fachschule weiterzuführen.

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    Kommentare (2)

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    • iluap

      All dem kann ich nicht zustimmen, gebt lieber den Müttern und/oder den Vätern die in der Privatwirtschaft tätig sind die finanziellen Mittel damit jemand von Ihnen zu Hause bleiben kann, um das Wertvollste was Sie haben nicht in fremde Hände geben zu müssen!!!!! Die ersten 3 Lebensjahre sind doch die schönste und wichtigste Zeit für die Eltern und Kinder. Wieviel verlieren wir wenn wir Ihnen das nicht ermöglichen, diese Zeit kommt nie wieder zurück Wie soll ein Kleinkind eine Beziehung zu den Eltern aufbauen wenn es schon nach wenigen Monaten in fremde Betreuungsstätten gebracht wird??? Wir entwickeln uns in die entgegengesätze Richtung. Habt ihr schon mal nachgefgragt welche Kinder in den Krippen untergebracht sind??? Zu 95% sind es jene die in der Privatwirtscahft tätig sind und nicht jene die in der Öffentliche Verwaltung, denn die haben ganz andere Vorteile in dieser Hinsicht. Ist irgendwie doch komisch dass die öffentlichen Angestellten die Kinder kaum in die Krippen brigen wo doch die Einrichtungen so toll sind. Dies ist nur Frauenpolitik und keine wirkliche Familienpolitik und absolut nicht zum Wohl des Kindes.
      Andere Staaten welche schon Jahrzehntelange Erfahrung in dieser Materie haben (wir noch nicht. Müssen wir auch erst die traurige Erfahrung machen, dass dieser Weg nicht der beste ist??) beginnen jetzt wieder davon Abstand zu nehmen und mehr finanziele Mittel den Eltern zur Verfügung zu stellen damit sie sich auch wieder mehr um die eigenen Kinder kümmern können.

    • iluap

      Dieser letzte Satz stimmt mich äußerst traurig.“ Es gelte daher weiter auf Qualität zu setzen, die Rahmenbedingungen für das Personal zu verbessern“

      sollte es nicht besser heißen „Es gelte daher die Rahmenbedingungen für die Eltern in der Privatwirtscahft zu verbessern, dann wird für alle die Qualität besser!!!!, hauptsächlich für die Kinder und die Eltern“

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