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    Die Protz-Gehälter

    überweisung geld banküberweisungDer Pflege- und der Verwaltungsdirektor des Sanitätsbetriebes sollen künftig 40.000 Euro mehr pro Jahr verdienen. Im Netz hagelt es Proteste.

    Im Landtag hat der Abgeordnete der BürgerUnion eine Landtagsanfrage und einen Beschlussantrag eingebracht, um die Gehälteraufstockung an der Spitze des Sanitätsbetriebes zu hinterfragen und zu stoppen.

    Im Netz organisiert er mit seinen Mitarbeitern eine Protestmailaktion, in deutscher und italienischer Sprache.

    Laut Beschluss der Landesregierung sollen Pflegedirektor und Verwaltungsdirektor im Sanitätsbetrieb künftig rund 40.000 Euro mehr im Jahr verdienen.

    Andreas Pöder

    Andreas Pöder

    „Mein entsprechender Post auf Facebook ist innerhalb kurzer Zeit weit über 200 mal geteilt worden und hat wütende Kommentare sowie hunderte Privatnachrichten und Mails von Bürgern hervorgerufen“, freut sich der Mandatar der BürgerUnion Andreas Pöder.

    Die beiden Stellen Verwaltungsdirektor und Pflegedirektor würden  künftig neu besetzt, beiden winkten rund 3.000 Euro mehr Monatsgehalt als den bisherigen Direktoren.

    Damit kämen sie auf eine jährliche Gehaltsaufbesserung von 40.000 bzw. 30.000 Euro – insgesamt mehr als 180.000 Euro für den Pflegedirektor und etwas weniger für den Verwaltungsdirektor, so Pöder.

    „Die Sanitätsreform dümpelt dahin, Geburtenstationen droht die Schließung, es gibt zu wenig Pflegepersonal, zu wenig Ärzte, überall wird eingespart, bei den Manager-Gehältern protzt die Landesregierung jedoch. Das ist wahrlich eine Landesregierung der Großen und nicht der Kleinen“, so Pöder.

    Pöder hat auch den Text für das Protest-Mail vorbereitet:

    Sehr geehrte Landesregierung,
    ich protestiere gegen die Erhöhung der Gehälter für die Manager im Sanitätsbetrieb, respektive
    die Erhöhung der Gehälter für Pflegedirektor und Verwaltungsdirektor.
    Überall soll eingespart werden, Geburtenstationen sind in Gefahr, Krankenhausabteilungen auch.
    Es herrscht Ärztemangel, Mangel an Pflegepersonal.
    Die derzeitgen Managergehälter im Sanitätsbetrieb reichen vollkommen aus.
    Deshalb ersuche ich Sie, von der Erhöhung der Gehälter Abstand zu nehmen.

    Beste Grüße …

    Die Mail-Adressen:
    landeshauptmann@provinz.bz.it
    martha.stocker@provinz.bz.it

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    Kommentare (20)

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    • yannis

      Wenn Pöder recht hat, hat er recht, vor allem damit:

      >>>“Das ist wahrlich eine Landesregierung der Großen und nicht der Kleinen“<<<

      • jennylein

        Der Sanitätsbetrieb macht jährlich einen Umsatz von ca. 1200 Mio. €. In Privatbetrieben dieser Größenordnung haben Führungskräfte ganz andere Verdienstmöglichkeiten. Martha Stöcker versucht endlich was zu bewegen und da findet Pöder in seinem primitivsten Populismus Angriffsfläche.

        Theiner und Fabi, die jahrelang einfach alles laufen liesen, die wurden von ihm nicht kritisiert obwohl sie die wahren Verantwortlichen für die heutigen Zustände sind. Und die haben fürs Nichtstun, sorry falsch 😉 , fürs nichts Bewegen, viel zu viel Geld bekommen. Aber wenn man nichts bewegt, dann tut man auch niemanden weh, und sind ja alles Wählerstimmen. Geht ja um nichts anderes.. Gell Herr Pöder 😉

        • walther987

          der Sanitätsbetrieb macht nicht einen Umsatz von 1200 Millionen Euro, das sind öffentliche Steuergelder, die kommen vom Volk. Wenn mehr Geld für Führungskräfte die neue Reform ist, na dann….

          • jennylein

            Keine Ahnung was du von Betriebswirtschaft verstehst, aber es handelt sich um einen Betrieb und da spricht man nun mal von Umsatz als Summe aller Einnahmen. Jedenfalls sind 2016 1.250 Mio. an Ein- und Ausgaben geplant. Da kann man sehr viel Geld Einsparen oder unnütz ausgeben. Wenn es eine gute Führung schaffen würde 5 % zu sparen (z. B. mit der Schliessung der sinnlosen Geburtenabteilungen in Sterzing und Innichen und vielem andern mehr) so wären das schon 75 Mio. Euro. Um diese Grössenordnungen geht es im Sanitätsbetrieb. Schaut euch mal in den Krankenhäusern um und lässt dabei nicht Verwaltung, Keller und Nebenräume aus. Ihr werdet erstaunt sein wie viel hier Menschen beschäftigt sind, wo es keiner merken würde, wenn sie fehlen. Umgekehrt gibt es ganz viele, die sich für genau den selben Lohn den Arsch so richtig aufreissen. Aber so ein Thema aufzugreifen geht ja nicht, denn die Stimmen der Nichtsnutze zählen ja gleichviel wie derjenigen die sich den Arsch aufreissen und sind ja viel leichter zu erobern!

        • werner

          In der Privatwirtschaft wären diese längst entlassen. Alternativ wäre der Betrieb längst im konkurs.

      • besserwisser

        und auf wieviel verzichtet herr pöder?

    • lucky

      Vielleicht sollte man betreffend Gehälter im öffentlichen Bereich auch
      eine Volksbefragung machen. Mal sehen wie die Befragung ausgehen würde!!!!!!!!!!!!!

    • morgenstern

      Selber Schuld, wir haben den Selbstbedienungsladen ja gewählt.

    • unglaublich

      Wie geht das? „Der Krug geht so lange zum Brunnen …“ Die bestbezahlten Manager haben die Weltwirtschaft an die Mauer gefahren.. Also lasst den Quatsch mit „gute Leute kosten was und all die anderen Märchen.“

    • iluap

      Mein lieber Jennylien. Tut mir leid, aber du scheinst wohl den unterschied zwischen Privatwirtscahft und öffentlicher Verwaltung nicht zu kennen. In der Privatwirtschaft kann man Führungskräften soviel geben wie man will, denn diese Manager werden nicht mit Steuergeldern bezahlt, und diese können ohne größere Probleme entlassen werden, muss ja eh der Besitzer bezahlen. Die Gehälter in der öffentlichen Verwaltung werden ausschließlich mit unseren Steuern bezahlt, und diese können nicht so leicht entlassen werden, haben nacher auch extrem hohe Renten die wiederum der Steuerzahaler bezahlt!!!

      • jennylein

        Sorry, aber da bist du nicht korrekt informiert. Die Materie ist hochkomplex und nicht ganz eindeutig geregelt.

        Trotzdem kann man grunsätzlich sagen, dass für Geschäftsführer und ganz hohe Führungskräfte für alle Betriebe dieselben Regeln gelten, unabhängig ob es sich um private oder öffentliche Betriebe handelt.

    • andreas69

      Der sog. „Sanitätbetrieb“ ist gar kein Betrieb, wie wir ihn von der Privatwirtschaft kennen, denn dafür bräuchte es einen barrierefreien Markt in diesem Sektor. In Italien ist aber ein „nationales Gesundheitssystem“ eingeführt worden. Alle Leistungen und deren Preise sind durch den Gesetzgeber bestimmt oder besser gesagt subventioniert. In diesem Sinne können wir also nur von einer öffentlichen Institution sprechen und nicht von einem Betrieb. Alle Gehälter werden von der Politik bestimmt. So wie es jetzt ausschaut, ist der Gehalt der Spitzenverdiener 6 – 8x höher als jenes eines Krankenpflegers/ -pflegerin. Jeder sollte sich dazu selber ein Bild machen, ob dies gerechtfertigt ist oder nicht.

    • tiroler

      Egal ob poeder recht hat oder nicht. Jedesmal wenn ich etwas von pöder höre bekomme ich einen wutanfall. Selbst stopft er sich den saeckel mit unserem steuergeld, siehe seine rentenmillion aber bei anderen reisst er die klappe auf. Wir Südtiroler, egal von welcher politischen richtung , brauchen diesen populistischen Quatscher nicht!

    • iluap

      Jennylein, ich gluabe du willst es nicht verstehen. Geschäftsfürher in der Privatwirktschaft werden nie und niemals mit Steurgeldern bezahlt (und das ist wohl der gröster Unterschied), hingengen die in der öffentlichen Verwaltung werden alle nur mit Steuergeldern bezahlt. Deshalb bin ich für eine Obergrenze in der Öffentlichen Verwaltung, hingegen in der Privatwirtschaft kann jeder Besitzer des Betriebes selber entscheiden wie hoch er den Lohn seinen Führungskräften zugesteht!!!!

    • yannis

      @iluap,

      ob Jennylein den Unterschied von Öffentlicher Verwaltung und Privatwirtschaft langsam „geschnallt“ hat ?
      Die Gute kann uns ja mal erklären wie hoch der Lohnkosten-Anteil dieses 1,2 Milliarden Molochs ist.

    • andreas

      Erstaunlich wie sachlich manche argumentieren….
      Gegen alles zu sein ist ja gut und recht, doch nicht ein Argument zu haben warum ist recht abenteuerlich.
      Ob die Gehaltserhöhungen gerechtfertigt sind oder nicht, kann man wohl erst beurteilen, wenn man deren Aufgaben kennt.

      Wenn ein Pöder es als politischen Erfolg feiert auf FB 200 Likes, von wem auch immer, zu bekommen, macht mir das mehr Sorgen als diese Gehaltserhöhungen.

      • andreas69

        Das Problem ist nicht der EINE Verwaltungsdirektor, und der EINE Sanitätsdirektor und der EINE Pflegedirektor des Sanitätsbetriebs. Nein, dazu kommen in abgeschwächter Form, die sog. Verwaltungs,- Sanitäts,- Pflegekoordinatoren, in jedem Gesundheitsbezirk gleich noch 3 dazu macht insgesamt 12 + 3 = 15 hohe Führungskräfte, deren Aufgaben sich ganz oder fast ganz decken. War das sachlich genug, Namensvetter?

      • yannis

        >>>Wenn ein Pöder es als politischen Erfolg feiert auf FB 200 Likes<<<

        Ja, ja FB bzw. das Internet ist halt eben der mächtigere Gegner der "Berufsvolksverdummer" als jegliche politische Opposition.

    • yannis

      @andreas69
      20. Juni 2016 um 13:44

      Danke !

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