Du befindest dich hier: Home » News » Die getauften Flüchtlinge

    Die getauften Flüchtlinge

    Die getauften Flüchtling mit dem Bischof

    Die getauften Flüchtlinge mit dem Bischof

    Bischof Ivo Muser hat am Sonntag sechs Flüchtlinge, die im „Fischerhaus“ in Vintl untergebracht sind, getauft.

    Den sechs Flüchtlingen Anthony, Banabas, Faith, Peter, Rita und Sekuba, die in Vintl im „Fischerhaus“ untergebracht sind, hat Bischof Ivo Muser am Sonntag in der Pfarrkirche von Niedervintl die Initiationssakramente (Taufe, Firmung, Eucharistie) gespendet. „Ihr sollt Heimat unter uns erfahren: als Menschen und als unsere Schwestern und Brüder im Glauben“, so der Bischof.

    Nachdem die Flüchtlinge im August 2015 ins „Fischerhaus“ nach Vintl gekommen waren, äußerten einige von ihnen schon bald den Wunsch, dass sie sich taufen lassen möchten. Es formte sich ein Team von Mitarbeitern rund um Koordinator Günther Plaikner.

    Zunächst ssei wichtig gewesen, die Motive für diesen Wunsch zu hinterfragen – auch um die Taufinteressenten vor falschen Erwartungen zu schützen, heißt es in einer Aussendung der Diözese.

    In der Aussendung heißt es weiter:

    „Solche Motive könnten gerade bei Flüchtlingen darin liegen, dass es primär um den Wunsch nach Zugehörigkeit zur Gemeinschaft am neuen Lebensort geht; oder es gibt möglicherweise im Herkunftsland gemachte Vorerfahrung, wonach der soziale Aufstieg leichter gelingt, wenn man der Mehrheitsreligion angehört.

    Auch ein Ausdruck der Dankbarkeit für am neuen Lebensort erfahrene Hilfe und Unterstützung könnte so ein Motive sein, das es ehrlich zu hinterfragen galt.“

    Bildschirmfoto 2016-06-19 um 17.35.50„Entscheidend ist, dass man sich identitätsstark im Blick auf das Eigene und wertschätzend im Blick auf das Fremde verhält“, so der Ständige Diakon Günther Plaikner.

    Auf die Taufe bereiteten sich die vier Männer und zwei Frauen in einem Katechumenat vor. Diese Zeit hat Raum und Möglichkeit geboten, um den Glauben kennen zu lernen und in ihn hineinzuwachsen. „Christ wird man durch die Taufe, aber Christ wird man nicht über Nacht“, so Günther Plaikner, der anfügt: „Christ sein bedeutet mehr als nur über den Glauben Bescheid zu wissen. Christ wird man durch die Einübung in den Glauben. Es gilt, den Glauben zu leben – in Begegnungen und im Austausch mit anderen.“

    Deshalb wurden jene, die sich auf die Initiationssakramente vorbereitet hatten, auch schon bald (November 2015) der Pfarrgemeinde vorgestellt und die Pfarrmitglieder wurden eingeladen, Gebetspatenschaften zu übernehmen, „was zu unserer großen Freude gerne und bereitwillig angenommen wurde“, so Plaikner.

    Während des Gottesdienstes am Sonntag in der Pfarrkirche von Niedervintl wurden die erwachsenen Taufbewerber in dreifacher Weise mit Jesus Christus verbunden und in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen: Sie empfingen nach der Taufe auch die Firmung und nahmen danach erstmals an der Eucharistiefeier teil, wo sie in Brot und Wein Jesus Christus selbst empfingen.

    In seiner Predigt hob Bischof Ivo Muser hervor, dass die alles entscheidende Frage des christlichen Glaubens lautet: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“

    Der Bischof sagte:

    „Von Herzen wünsche ich euch, dass ihr die Kraft, die Orientierung und die Schönheit eines Lebens in der Nachfolge Jesu entdecken könnt.“

    Clip to Evernote

    Kommentare (9)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • marting.

      erhöht sich so die Chance bleiben zu dürfen?

    • yannis

      schön, dann soll der Muser diesen Menschen jetzt auch mit sofortiger Wirkung einen anständig bezahlten Job in seiner „Firma“ besorgen, sodass deren Lebensunterhalt nicht mehr der Allgemeinheit aufgebuckelt wird.

    • yannis

      >>>erhöht sich so die Chance bleiben zu dürfen?<<<

      durchaus ! wenn sie aus einer Gegend stammen wo Christen angeblich oder wirklich verfolgt werden.

    • cosifantutte

      Es wäre interessant zu wissen welcher Religion diese Neuchristen zuvor angehört haben. Das wird im Artikel ja nicht erwähnt. Dem Islam oder dem Animismus? Ein Moslem darf ja nicht konvertieren. Ein Konvertit wird von Moslems der Apostasie oder Häresie bezichtigt oder und damit zum Verfolgten. Also kann man ihn nicht mehr zurückschicken.

    • kleinlaut

      Kinder, alte Weiber und Menschen von der dritten Welt ist sind das bevorzugte Beuteschema dieser Wichtigtuer und Märchenerzähler!

    • yannis

      @kleinlaut
      20. Juni 2016 um 10:17

      Bravo !, auch mit viel „Nachsicht“, man kann es bei Gott und der Welt nicht anders formulieren.

    • mairwalter

      Es ist noch nicht sooo lange her, dass man die Pfaffen in ihre Länder geschickt hat ! Unter dem Deckmantel der Hilfeleistung, bereitete man jedes Land, wo etwas zu holen war, für die nachfolgenden Invasionen der Multis vor, die die Menschen und ihre Heimat, auf Grund ihrer Bodenschätze bis aufs Blut ausgesaugt haben! „Tut Gutes! (??) klingt aus ihren voll gefressenen Mäulern wie Spott und Hohn….
      Dass diese „Konvertierten“ dies vergessen haben, spricht NICHT für sie!!

    • yannis

      @mairwalter
      21. Juni 2016 um 07:10
      Deinen Beitrag muss man uneingeschränkt zustimmen, es ist einfach so und nicht anders geschehen !
      Und hierzu Lande rennen immer noch welche Zeitgenossen zu den Pfaffen und füllen deren Klingelbeutel.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Kontakt

    Nach oben scrollen