Du befindest dich hier: Home » Wirtschaft » Die Raika-Fusion

    Die Raika-Fusion

    Die Raika-Fusion

    In außerordentlichen Vollversammlungen haben die Mitglieder der Raiffeisenkassen Andrian, Mölten, Nals und Terlan in dieser Woche mit klarer Mehrheit für die Fusion gestimmt. Damit ist der Weg frei für die neue Raiffeisenkasse Etschtal, die mit 1. Jänner 2017 aktiv wird.

    Nach einem Jahr intensiver Vorbereitungen ist die Fusion der vier Raiffeisenkassen Andrian, Mölten, Nals und Terlan nun perfekt. In Terlan und Mölten stimmten die Mitglieder einstimmig, in Andrian und Nals mit überragender Mehrheit für die Fusion. Der Zusammenschluss stellt die Weichen, um auch in Zukunft erfolgreich tätig zu sein und den Förderauftrag als lokale Genossenschaftsbank weiterhin zu erfüllen.
    Stabile Genossenschaftsbank

    Mit einem Kundengeschäftsvolumen von 550 Mio. Euro und einer Bilanzsumme von 380 Mio. Euro reiht sich die Raiffeisenkasse Etschtal im vorderen Drittel der Südtiroler Raiffeisenkassen ein. Beim Eigenkapital liegt sie mit einer Summe von 67 Mio. Euro sogar auf dem sechsten Platz. „Damit stellt die neue Raiffeisenkasse eine kerngesunde Realität unter den Raiffeisenkassen dar“, sagt der Direktor der Raiffeisenkasse Andrian, Paul Oberkofler.

    Der Obmann des Raiffeisenverbandes Herbert Von Leon bezeichnete die Fusion als richtigen Schritt zur richtigen Zeit, mit der die Stabilität und Schlagkraft der Raiffeisenkasse gesichert werde. „Stabilität ist auch in Hinblick auf die anstehende Gründung der neuen Südtiroler Raiffeisen-Bankengruppe maßgeblich. Denn gut aufgestellte Raiffeisenkassen sollen künftig entsprechend mehr Gestaltungsfreiraum in ihrer Geschäftstätigkeit bekommen“, betont der Direktor der Raiffeisenkasse Nals, Klaus Botzner.
    Verstärkte Kundenbetreuung

    Mit der Fusion wird den Herausforderungen im Bankensektor Rechnung getragen, der unter anderem von Überreglementierung, steigenden operationellen Risiken oder dem anhaltenden Niedrigzinsniveau geprägt ist. Die neue Raiffeisenkasse umfasst ein weitgehend homogenes Markt- und Tätigkeitsgebiet, das Synergie-, Rationalisierungs- und Kostensenkungspotentiale bietet. So wird beispielsweise die gesamte Verwaltungstätigkeit auf den künftigen Hauptsitz in Terlan konzentriert, während sich die Geschäftsstellen in Andrian, Nals und Mölten sowie in Siebeneich und Vilpian voll auf den Kundenkontakt vor Ort ausrichten können.

    Das Angebot der Bankdienstleistungen soll ausgebaut und die Service- und Beratungstätigkeit weiter professionalisiert werden. Die größere Dimension der Raiffeisenkasse ermöglicht eine verstärkte Spezialisierung der heute insgesamt 44 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Arbeitsplätze erhalten bleiben.

    Die neue Raiffeisenkasse – sie zählt rund 2.750 Mitglieder, was fast einem Drittel der Einwohnerzahl im Tätigkeitsgebiet entspricht – wird mit 1.1.2017 aktiv. Im Jänner nächsten Jahres wird auch der neue Verwaltungsrat gewählt, dem fünf Vertreter aus Terlan und jeweils zwei aus Andrian, Nals und Mölten angehören werden. Bis dahin bleiben die Verwaltungsräte der vier Raiffeisenkassen im Amt und die bisherigen Geschäftsführer bilden die Geschäftsleitung. Der künftige Direktor und Vizedirektor soll dann vom neuen Verwaltungsrat bestimmt werden.

    Bei der außerordentlichen Vollversammlung der Raiffeisenkasse Andrian wurde deren Obmann Konrad Mathà für sein jahrzehntelanges Engagement im Raiffeisen-Genossenschaftswesen mit der Ehrennadel des Raiffeisenverbandes ausgezeichnet.

    Mit der Fusion der Raiffeisenkassen Andrian, Mölten, Nals und Terlan zur Raiffeisenkasse Etschtal und der ebenfalls kürzlich beschlossenen Fusion zwischen der Raiffeisenkasse Welschnofen und der Raiffeisenkasse Schlern-Rosengarten sinkt die Zahl der Südtiroler Raiffeisenkassen mit 1. Jänner 2017 von derzeit 47 auf 43 Raiffeisenkassen.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen