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Morscher Balkon

Die Reste der abgestürzten Plattform

Die Reste der abgestürzten Plattform

Der Tod der Köchin Maria Kirchler am Sonntag in Weißenbach könnte ein gerichtliches Nachspiel haben. Bisher ist unklar, wer die Holz-Plattform, die die 53-Jährige in den Tod riss, errichtet hat.

Von Thomas Vikoler

Das hätte praktisch jedem passieren können, der gerne wandert und sich zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort aufhält. So wie Maria Kirchler, 53, seit 1985 Köchin des Gemeinde-Kindergarten von Weißenbach. Die Mutter von zwei erwachsenen Kindern setzte sich dort zusammen mit einem Begleiter am frühen Sonntagnachmittag hin, um die Aussicht auf ihr Dorf zu genießen.

Plötzlich, gegen 13.35 Uhr, gab die hölzerne Aussichtsplattform, auf der sich die Sitzbank befand, nach und riss Maria Kirchler und ihren Begleiter in die Tiefe. Während sich letzterer auf dem abschüssigen Gelände an einem Baum festhalten und leicht verletzt retten konnte, starb die Köchin beim Absturz mit dem schweren Holzgestänge.

„Ein äußerst tragischer Fall“, sagte gestern der Ahrntaler SVP-Bürgermeister Helmut Klammer.

Der Bozner Staatsanwalt Andrea Sacchetti hat formell Ermittlungen zum tödlichen Absturz von Weißenbach aufgenommen. Die am Absturzhang liegengebliebenen Holzteile wurden von den Carabinieri beschlagnahmt, die weiter mit der Klärung der Unglücks-Ursachen beschäftigt sind.

Die Fragen: Wer hat die Aussichtsplattform, die Maria Kirchler das Leben kostete, gebaut? Und wer war für die Wartung zuständig? „Die Gemeinde sicher nicht“, sagt Bürgermeister Klammer.

MEHR ZU DIESEM FALL LESEN SIE IN DER PRINT-AUSGABE.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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