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    50 Jahre Frauenpower

    50 Jahre Frauenpower

    Die SVP-Frauen feiern ihr 50-jähriges Bestehen. Renate Gebhard verspricht: „Wir werden kein bisschen leise sein.“

    Ein halbes Jahrhundert ist es her, dass SVP-Obmann Silvius Magnago im Jahr 1966 Waltraud Gebert Deeg mit dem Aufbau einer Frauenbewegung innerhalb der Südtiroler Volkspartei beauftragt hatte. Die diesjährige Landesfrauenversammlung am heutigen Samstagnachmittag stand daher ganz im Zeichen des besonderen Jubiläums. Als Ehrengast konnten die SVP-Frauen die Europaparlamentarierin und Vorsitzende der Frauen-Union Bayern Angelika Niebler begrüßen.

    „Es ist der richtige Moment für einen Rückblick auf Umkämpftes, auf Erreichtes und auf Gelungenes“, führte die SVP-Landesfrauenreferentin Renate Gebhard in die Landesfrauenversammlung am heutigen Samstag im Museion in Bozen ein, „und es ist der geeignete Rahmen für einen Ausblick auf aktuelle und auf zukünftige Herausforderungen.“

    Gebhard nutzte ihre Grundsatzrede zum 50-jährigen Jubiläum der SVP-Frauen, um ihren Vorgängerinnen Waltraud Gebert Deeg, Edith Gamper Gruber, Christine Mayr, Martha Stocker und Angelika Margesin sowie den geschäftsführenden Vorsitzenden und deren Mitstreiterinnen für ihre Arbeit zu danken.

    „Die Geschichte der Frauenpolitik in Südtirol ist kein einfacher, ebener Sonntagsspaziergang um den Kalterer See, sondern vielmehr mit einer herausfordernden, anstrengenden Bergtour vergleichbar“, zeichnete die Landesfrauenreferentin die Etappen des vergangenen halben Jahrhunderts nach: der mühsame Aufbau eines Frauennetzwerkes, die Organisation von Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen, der Kampf um mehr Sichtbarkeit und Gewicht in der Partei und in der Gesellschaft, die Wahl der ersten Gemeinderätinnen, Stadträtinnen und Bürgermeisterinnen, Landtagsabgeordneten und Landesrätinnen.

    „Vieles ist uns mit vereinten Kräften gut gelungen, vieles bleibt auf unserem Weg zum Gipfel noch zu tun“, spannte Gebhard den Bogen zu den aktuellen Herausforderungen. „Unabhängig davon, ob wir von Familie und Beruf, von Kinderbetreuung und Elternzeiten, von der Lohnschere oder der Vertretung der Geschlechter in Politik und Wirtschaft sprechen: Die Forderungen, Stoßrichtungen und Mittel mögen sich in den vergangenen 50 Jahren geändert haben, letztendlich geht es uns aber bis heute um ein gleichberechtigtes Mitreden, Mithandeln und Mitgestalten – auf Augenhöhe“, fasste die Landesfrauenreferentin die Kernaufgabe der SVP-Frauen für die Zukunft zusammen.

    Frau, Familie und Rente, Frau, Arbeit und Chancengleichheit sowie Frau und Politik sind für die Renate Gebhard dabei jene Themen, die es gemeinsam anzugehen gelte. „Eines müssen wir uns klar vor Augen halten: Wir müssen mehr werden, wenn wir mehr erreichen wollen“, so der Appell der Landesfrauenreferentin. „Je mehr wir sind, desto stärker sind wir, desto leichter setzen wir uns durch und desto eher bringen wir unsere Anliegen voran: Es ist ein langer Weg bis zu einem gerechten Halbe-Halbe, aber die Aussicht wird es wert sein.“

    Die Europaparlamentarierin und Vorsitzende der Frauen-Union Bayern Angelika Niebler gab den SVP-Frauen ihre besten Glückwünsche mit auf den Weg und berichtete aus dem Alltag der Frauen- Union Bayern. Erinnerungen an mühsame Quotendiskussionen könne sie leider nur teilen: „Wir haben bei einem Parteitag in 20 Minuten die Abschaffung der Wehrpflicht beschlossen. Beim gleichen Parteitag hat es 4 Stunden Diskussion gebraucht, um eine Mehrheit für die Frauenquote in der CSU zu finden.“

    Nach einem Rückblick auf die Geschichte der SVP-Frauen in Form eines Poetry Slams von Lene Morgenstern gaben die ehemaligen SVP-Landesfrauenreferentinnen einige Anekdoten aus ihrer Amtszeit zum Besten. Nach dem symbolischen Tortenanschnitt ließen die politisch engagierten Frauen mit einem gemütlichen Umtrunk die Jubiläumsversammlung ausklingen.

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    Kommentare (2)

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    • george

      Vieles in diesen Aussagen stammt aber aus einer militaristischen Sprache: Stoßrichtung, Umkämpftes usw. Ist das die Einstellung der SVP-Frauen?

    • tiroler

      Total umsonst, diese Organisation: Svp Frauen. Und diskriminierend gkeichzeitig. Es gibt auch keine svp Männerorganisation.

      Auch keine freiheitlichen frauen, unionsfrauen. Stf frauen. Gruene frauen usw.

      Af guet deitsch: kas!

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