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    „AFI auf dem Holzweg“

    Gert Lanz

    Gert Lanz

    Laut lvh-chef Gert Lanz liege das Einstiegsgehalt der Südtiroler Lehrlinge deutlich über jenen in den Nachbarländern.

    Die Aussagen von AFI-Direktor Stefan Perini bezüglich Entlohnung der Lehrlinge stoßen dem Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister sauer auf. „Das Einstiegsgehalt unserer Lehrlinge liegt deutlich über dem Durschnitt von denselben in Österreich, Deutschland oder der Schweiz. Und trotz der hohen Auflagen und unabhängig von den Kosten hat die Einstellung eines Lehrlings für unsere Betriebe eine große Bedeutung, weil wir darin eine notwendige und wichtige Investition in die Zukunft sehen“, so lvh-Präsident Gert Lanz.

    Lehrlinge sind schon längst keine billigen Arbeitskräfte mehr, sondern wertvolle Mitarbeiter, die einen wesentlichen Beitrag zur laufenden Produktion und den Dienstleistungen des Unternehmens leisten.

    „Schon während ihrer Ausbildung führenLehrlinge wertvolle Arbeiten für den Ausbildungsbetrieb aus. Auch wenn die Lehrstellen in den letzten Jahren zurückgegangen sind aufgrund den konjunkturell schwierigen Zeiten oder den hohen Auflagen im Bereich der Arbeitssicherheit: Wir haben es immer als unsere gesellschaftliche Verantwortung gesehen, betriebliche Ausbildungsplätze anzubieten und damit in die Zukunft von jungen Menschen zu investieren, die zahlreiche Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt haben“, reagiert lvh-Präsident Gert Lanz auf die entfachte Entlohnungsdiskussion der Lehrlinge.

    Die Lehrlingseinstellung trage sowohl zur Verringerung der Jugendarbeitslosigkeit bei als sichere auch den zukünftigen Bedarf an qualifizierten Fachkräften.

    „Der Lehrvertrag ist außerdem der einzige Arbeitsvertrag, mit dem ein Jugendlicher bereits im Alter von 15 Jahren einen Lohn erhält und nicht erst mit 25 wie zum Beispiel im Falle eines Medizin- oder Rechtsstudiums, wo die Universitätsabsolventen zunächst nur mit einem Praktikumsverdienst von wenigen hundert Euro rechnen können. Uns geht es darum, die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen weiter zu stärken, trotz der bestehenden Auflagen und im Rahmen dessen wurden die Löhne der Lehrlinge diskutiert. Aussagen wie jene des AFI zertrampeln lediglich das Image der Lehrberufe und tragen nicht zu einer Aufwertung der vielseitigen attraktiven Handwerksberufe bei“, fährt Lanz fort.

    Ganz und gar nicht nachvollziehen kann der Handwerkerchef ihre Stellungnahme, zumal deren Präsident einer Gewerkschaft angehört, die vor zehn Tagen auf nationaler Ebene einen Lehrlingsrahmenvertrag mit der Industrie abgeschlossen hat, welcher nur 50 Prozent der Vergütungen auf lokaler Ebene vorsieht.

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    Kommentare (2)

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    • meinemeinung

      AFI-Direktor Stefan Perini hat keine Ahnung von was er spricht oder er ist ein Populist der dreckigsten Sorte. Lehrlinge werden 13. Monate bezahlt und das mit einem 1. Monatsgehalt ab/von 570 Euro mit 160 Stunden im Monat und 13 Wochen bezahlten Schulunterricht pro Jahr und noch 212 Stunden bezahlten Urlaub.
      Von den Kursen die jeder machen muss um Arbeiten zu dürfen abgesehen sollte dieser Herr Perini froh sein wenn Betriebe Lehrlinge anstellen.

    • philipptrafojer

      es sind zehn Wochen, während denen die Lehrlinge als Teil ihres Berufes die Berufsschule besuchen. Hier gilt: Schulbesuch = Arbeitszeit

      für den Rest braucht man nur etwas zu googlen

      http://www.gehaltsrechner.gv.at/lehrlinge/

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