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    Pans Flughafen-Rede

    Foto: Bettina Ravanelli

    Foto: Bettina Ravanelli

    Wie Unternehmerverbands-Präsident Stefan Pan auf der Vollversammlung am Montag noch einmal auf den Flughafen Bozen einschwor.

    von Heinrich Schwarz

    Tosender Applaus gleich am Beginn der Vollversammlung des Unternehmerverbandes Südtirol (UVS) am Montag in Bozen: Bei der Begrüßung der Ehrengäste erklärte Verbandsdirektor Josef Negri, dass es der neue Präsident der italienischen Industriellenvereinigung Confindustria, Vincenzo Boccia, nicht rechtzeitig nach Bozen geschafft habe – und spielte dabei auf den fehlenden funktionierenden Flughafen an. UVS-Präsident Stefan Pan spezifizierte in seiner Rede schließlich, dass Boccia nicht in Bozen hat landen dürfen und deshalb auf Verona ausgewichen sei.

    Wenige Tage vor der Volksbefragung zum Flughafengesetz schwor Pan seine Unternehmerkollegen noch einmal auf den Airport ein. „Ein funktionierender Flughafen ist ein wesentliches Stück Erreichbarkeit. Er ist ein Tor zur Welt und von der Welt zu uns“, so Pan.

    Der Präsident betonte, dass vom Flughafen alle profitieren würden – auch jene, die nicht fliegen: „Die Sozialleistungen und die Wohlfahrt unseres Landes leben vom echten Export in die weite Welt. Ohne die Vier-Milliarden-Exportleistung unseres Landes, die zu 80 Prozent aus unseren Unternehmen stammt, könnten wir die Diskussionen um die Sanitätsreform gar nicht führen, sie wäre schon lange nicht mehr leistbar.“

    LESEN SIE DEN GESAMTEN ARTIKEL MIT DEN WEITEREN AUSSAGEN VON STEFAN PAN IN DER DIENSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

     

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    Kommentare (16)

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    • erich

      Bravo Herr Pan, bei uns wird immer nur diskutiert wie das Geld ausgegeben wird. Dahinter steckt eine gewaltige Wirtschaftsleistung, die Exporte bringen Kapital ins Land wovon alle profitieren. Die Kunst ist weltweite Aufträge ins Land zu holen und hoch qualifizierte Arbeitsplätze zu sichern. Dazu braucht es immer mehr einen funktionierenden Flughafen. Fragen sie die über 1000 Mitglieder der Südsterne, die allermeisten arbeiten im Ausland weil bei uns diese Arbeitsplätze nicht vorhanden, oder unterbezahlt sind.

      • einereiner

        Regionalflughäfen, Modell von gestern
        Die Regionalflughäfen haben sich einfach überlebt. Ein wichtiger Grund ist,
        dass sich jetzt auch die Billigfluglinien
        auf die großen Airports konzentrieren.
        Bestes Beispiel dafür ist Ryanair, die Iren
        streben an größere Standorte, dort gibt es
        Anschlussflüge, das Einzugsgebiet ist grö-
        ßer, die Infrastruktur besser. Dort wird
        künftig das Wachstum sein. Die kleinen
        Maschinen mit weniger Sitzen, die früher
        kleine Ort anflogen, verschwinden aus
        Wirtschaftlichkeitsgründen zunehmend.
        Viele kleine Flughäfen verlieren an Umsatz. Es gibt einfach keinen Markt mehr.

        http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/luftfahrt-regionalflughaefen-haben-sich-ueberlebt-1.3022151

    • libelle

      endlich traut sich jemand laut und deutlich JA zu sagen! Sonst könnte man fast glauben, dass einige Berufs-Nein-Sager dass ganze Land mundtot gemacht haben. ich kenne mittlerweile genug Leute, die für ihr JA zum Flughafen persönlich angegriffen wurden – das kann ja auch nicht sein!!

      • markp.

        Welche JA-Sager wurden eingeschüchtert? Ich kenne das nur umgekehrt. Die SVP setzt voll auf das JA und die NEIN-Sager (ob die jetzt hinter ihrem Wort stehen oder nicht) werden quasi diskriminiert.
        Ebenfalls bekommt man als NEIN-Sager immer nachgeworfen, wir seien hinterwäldlerisch, verstehen nichts und sind von vorgestern. Wenn ich mir die Diksussionen im Netz anschaue, bekommen zum Großteil die NEIN-Sager die Pfanne auf den Kopf.

      • george

        Libelle, das kann umgekehrt genauso festgestellt werden, dass Leute für ihr NEIN zum Flughafen persönlich angegriffen und niedergemacht werden. Ich hoffen schon, dass Wirtschaft nicht anderswo auch so verlogen agirt wi beim Flughafen Bozen.

        • yannis

          @george
          7. Juni 2016 um 12:01

          Gut das Du dies sagts ! haben wir, die diese Flughafen-Affäre kritisch hinterfragen doch soooooo sehr den Befürwortern Unannehmlichkeiten bereitet, wie z. B. welche Airline sich für BZO interessiert oder wie sie A319 oder Boeing 737 in BZO landen und starten lassen wollen ohne die Bahn auf über 2000 Meter auszubauen und die Sarntaler Berge weg zu baggern. Auch bleibt es das Geheimnis der Befürworter wieviel „Miese“ man schon bis jetzt mit dem Flughäfchen macht, wenn gerade mal zwei Monate im Jahr ein paar kleine Troppeln an den Wochenenden mit ein paar Touristen*) von Aveo Tours nach Süditalien starten.
          *) im übrigen würden diese „Touris“ bei Buchung via Holidaycheck ab Innsbruck ihre Süditalien-Reise erheblich günstiger bekommen und zudem wesentlich flexiblere Flugzeiten vorfinden.

    • sogeatsnet

      Vielleicht ist ja ganz einfach das Wetter schuld daran gewesen, dass es der neue Präsident der italienischen Industriellenvereinigung Confindustria, Vincenzo Boccia, nicht rechtzeitig nach Bozen geschafft hat…?
      Wäre interessant vom Pan zu erfahren, warum er nicht hat landen dürfen, anstatt einfach nur eine Polemik so in den RAum zu werfen!

    • dr.sheldoncooper

      Boccia konnte nicht landen weil eines von folgenden Wetterphänomenen auftrat (alleine oder in Kombination untereinander):

      -die Sonne schien
      -eine Wolke am Himmel
      war
      -es regnete
      -der Wind ging

    • ahaa

      Wenns ein Unternehmens-Präsindet sagt muß es stimmen.
      Die lügen nie.;-)
      Die Beführworter machen die Rechnung ohne den Wirt.
      Zumindest jene die nicht von ihm profitieren.
      Es scheint ja die größte Aufgabe der Svp zu sein,den Fughafen durzubringen.
      Wollen sie nur das Beste für alle oder nur für sich?
      Ihre Gehälter ,Pensionen,Previlegien……sind nur eine Antwort.
      Aber für manche doch noch kein Beweis.Intelligenz pur.

      • yannis

        @ahaa
        7. Juni 2016 um 08:52

        Es gibt ja den Spruch: „Es wird nirgendwo mehr gelogen, als nach der Jagd und während einer Scheidung“
        Hier könnte man sagen: „Es wird vor dem Referendum genauso viel gelogen wie vor den Wahlen“ Ach ja, ein Referendum ist ja eine Wahl. ok, ok

    • tiroler

      Die Debatte um den Flughafen wird viel zu emotional geführt, vor allem von den Gegnern und das ist schade. Es gibt doch kein demokratischeres Instrument als eine Volksabstimmung. Der Ausgang der Wahl ist von beiden Seiten zu akzeptieren und zu respektieren. Ob ja oder nein, in beiden Fällen wird sich der Alltag der Südtiroler kaum ändern. Auch die Beeinträchtigung für die Anreiner wird sich nicht wesentlich von den schon vorhandenen unterscheiden. Es gibt gute Argumente dafür und auch gute dagegen. Ob er sich wirtschaftlich bezahlt macht, ist natürlich von uns Bürgern schwer einzuschätzen. Ich glaube aber nicht, dass es sich die Landesregierung und die ABD leisten können, uns Unwahrheiten zu erzählen. Natürlich braucht es Optimismus und Überzeugung, um ein Ziel zu erreichen. Das braucht ein jedes Unternehmen, das sich weiterentwickeln will.
      Ich denke, dass die Bürger besser bedient sind, wenn das Land, also letztendlich wir Südtiroler bestimmen wie der Flughafen betrieben wird. In diesem Falle haben wir in 2 Jahren nocheinmal die Möglichkeit, darüber abzustimmen. 2018 gibt es Landtagswahlen.

    • george

      Verlogener Flughafen – verlogene Südtiroler Wirtschaftssprecher. Als Wirtschafter schäme ich mich solche Leute vorne dran zu haben.
      .

      • josef.t

        Mein erster Arbeitgeber hatte nur ein Fahrrad, (3 Gesellen) der
        zweite eine Vespa (14 Gesellen) geliefert wurde mit dem
        Handkarren mit Gummibereifung schon sehr fortschrittlich …..
        6 Tagewoche, pro Tag 10 Stunden Arbeit ……..
        Ob Neinsager wirklich wissen warum ???
        Was zum Flughafen der Steuerzahler beiträgt, soll uns der
        Fortschritt wert sein…….
        Das hört sich fast wie “ Karnevalsmusik “ an, wenn Leute die
        immer wieder das Flugzeug benützen, aber gegen den
        Flugplatz sind, hauptsächlich mit Argumenten wie “ Umwelt
        Lärm „……..

      • franz

        Dass jahrelanges Gutmenschentum und falsche Toleranz zu einem politischen und wirtschaftlichen Stillstand und dem Anstieg der Kriminalität führt, zeigt dieser Kommentar vom “User “
        george 3. Juni 2016 um 18:50 … es gilt nicht nur ein „Ja“ oder ein „Nein“ herauszustreichen. Es gibt viele Aspekte dazwischen, die zu einer Lösung oder einer Entscheidung führen. Und nicht immer sind die ausgeführten Projekte die besten bzw. die zielführendsten. Bei der Mebo und beim BBT gab es bessere und zielführendere Projekte. Und ich bekenne mich noch heute zu meinen „Ja“ und „Nein“, die Gegenseite bzw. die Machtausübenden verleugnen aber meist wie oft sie durch einen besseren Vorsclag von ihren Gegnern auh zu einer beseren Lösung gtrieben worden sind. Dazu könnte ich ihnen viele Beispiele aufzeigen und diese auch nachweisen. Es gibt nicht nur weiß oder schwarz. Sie scheinen aber nur diese beiden Farben zu kennen.
        http://www.tageszeitung.it/2016/06/03/zornige-ulli-2/#comment-327054
        Wie das mit “Ja und Nein“ geht, hat uns der User george noch nicht verraten.

    • thefirestarter

      Kompatscher, hat sich ja bekanntlich voll und ganz, ja möchte sagen auf Gedeih oder Verderb für den ABD eingesetzt, und hat bei den Zig-Dorfversammlungen betont, dass die Bürger von ihm keine neutrale Haltung in der Sache erwarten dürfen.

      Meiner Meinung nach drückt er damit vor allem seine Geringschätzung gegenüber der Bevölkerung aus. Er sagt damit nichts anderes als das er auf die Ängste und Befürchtungen der Bürger pfeift, egal welche Argumente sie anführen. Es ist ihm von vorn herein Egal.

      Man kann seine unerschütterliche und selbstbewusste Haltung „respektieren“ aber für einen Politiker in dieser Position finde ich sein verhalten als zumindest – kurzsichtig.

      Ein Politiker der sich (und seine Partei) so in den Dienst einer Sache setzt,
      MUSS (!) bei einer Niederlage auch die politischen Konsequenzen ziehen.

      Zumindest würden das seine Politiker-Kollegen im Norden tun.

    • sigmundkripp

      Weiss Herr Boccia nicht, dass es in Italien die Freccia-Züge gibt? Weiss Herr Pan es auch nicht? Denn sonst hätte Herr Pan den Herrn Boccia einfach auf diese Züge aufmerksam machen sollen. Sie sind alle von italienischen Unternehmern hergestellt.

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