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    Das Ticketabo des Landes

    Der Flughafen Bozen

    Der Flughafen Bozen

    Die Landesverwaltung hat von 2007 bis 2012 insgesamt 7.538 Flugtickets im Abonnement erworben und dabei über zwei Millionen Euro ausgegeben.

    „Der Flughafen von Bozen wird nicht nur direkt vom Steuerzahler, sondern auch indirekt mitfinanziert“, erklärt der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas in einer Aussendung. „So hat die Landesverwaltung zwischen den Jahren 2007 und 2012 ein Ticket-Abonnement erworben, das dem Steuerzahler insgesamt 2.010.427,62 Euro kostete. Insgesamt beläuft sich in diesem Zeitraum das Kontingent der Tickets für die öffentliche Verwaltung auf 7.538 Stück.“

    Blaas, der die Informationen der Antwort auf eine Landtagsanfrage entnimmt, kritisiert eine mangelnde Transparenz hinsichtlich der geplanten indirekten Finanzierung des Flughafens von Bozen.

    Walter Blaas

    Walter Blaas

    „Seit dem Jahr 2013 kauft die Landesverwaltung keine Tickets mehr, sondern die Landesbediensteten erwerben bei Bedarf das Ticket selbst und rechnen es über die Außendienstabrechnung ab“, so Freiheitliche Landtagsabgeordnete im Hinblick auf die vorliegenden Informationen. „Gemäß den Auskünften des zuständigen Landesrates sei es seitdem nicht mehr möglich, die rückerstatteten Flugtickets edv-mäßig zu ermitteln“, kritisiert er mit Nachdruck.

    Aufgrund dieser mangelnden Transparenz fordert Blaas eine klare Aufschlüsselung über die Ausgaben der Landesverwaltung in Sachen Flughafen und Tickets.

    Als nicht nachvollziehbar bezeichnet Walter Blaas die vielen Flüge der Landesbediensteten von oder nach Rom: „Mit den Freccia-Zügen gelangt jedermann kostengünstig und nachhaltig in nur 4,5 Stunden direkt vom Stadtzentrum in Bozen ins Stadtzentrum von Rom. Die Flughäfen liegen weit außerhalb der jeweiligen Städte und beanspruchen zusätzliche Zeit für die Anfahrt und die Check-in- bzw- Check-out-Zeiten.“

    „Wie hoch die jährlichen Ausgaben für Tickets vonseiten der Landesverwaltung seit 2013 waren, lässt sich nur erahnen“, meint Blaas und verweist darauf, dass im Jahr 2007 eine Gesamtsumme von 464.432,54 Euro für Tickets der Landesverwaltung ausgegeben wurde, während die Summe im Jahr 2012 bei 155.468,60 Euro lag.

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    Kommentare (3)

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    • gerry

      Und die Feuerwehr die mit 18 Mann am Flughafen stationiert ist und 1,2 Millionen an Steuergeldern kostet fällt auch nicht in den Bereich der operativen Verluste. Die Einnahmen der Photovoltaikanlage die das ABD kassiert . Die Anlage mit einer halben Million KW hat aber das Land finanziert. Dies und noch viele andere versteckte Spesen oder Einnahmen beschönigen die Bilanzen.

    • thefirestarter

      Air Alps, Darwin Air( Ethiad Regional)… die nächste ist dann wohl Air Serbia (Ethiad)

      Die Strecke BZO-FCO wurde immer mit Steuergelder gefördert… und wird es auch weiterhin.

    • thefirestarter

      Air Alps, Air Darwin (Ethiad Regional)… und wenn’s nach Falkensteiner/ABD geht ist die nächste Air Serbia (Ethiad Group).
      Da die Strecke BZO-FCO von „öffentlichen“ Interesse ist wird sie mit Steuergeldern bezuschusst.
      Man ist sich also bewusst, dass diese Strecke nicht kostendeckend geführt werden kann und es keine Fluglinie gibt, die diese Strecke, ohne die Zuschüsse der öffentlichen Hand, betreiben will.
      Das war so, das ist so und das wird immer so sein…. bis wir nicht NEIN sagen.

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