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    Oskar gegen Goliath

    kompatscher peterliniEx-SVP-Senator Oskar Peterlini hat in den sozialen Netzwerken eine neue politische Bühne gefunden. Er wettert gegen den LH, gegen den Flughafen. Plant er ein politisches Comeback?

    von Artur Oberhofer

    Lange Zeit war es still geworden um Oskar Peterlini.

    Doch nun hat der Ex-SVP-Senator in den sozialen Netzwerken eine neue politische Bühne gefunden. Auf Facebook wettert gegen den LH, gegen den Flughafen.

    Da drängt sich natürlich die Frage auf:

    Plant Oskar Peterlini ein politisches Comeback?

    Die TAGESZEITUNG hat mit Oskar Peterlini ein langes Interview geführt.

    Die Einstiegsfrage: Herr Peterlini, Sie sind ein Star auf Facebook?

    Oskar Peterlini (lacht): Nein, ein Star bin ich sicher nicht. Sehen Sie es biblisch: Ich kämpfe an der Seite Davids gegen Goliath.

    Warum diese plötzliche Kampfeslust?

    Ich habe mich lange zurückgehalten, wurde dann aber von mehreren Seiten gebeten, etwas zu tun. Ich wollte nicht tatenlos zusehen, wie die SVP, die Landesregierung und die Wirtschaftsverbände über die Menschen und deren Sorgen und Ängste drüberfahren.

    In dem Interview übt Oskar Peterlini scharfe Kritik an seiner Partei und an der Landesregierung.

     

    Einige Kostproben:


    • „Das Ja wird beim Flughafen-Referendum gewinnen, weil die Maschinerie dahinter eine viel zu große ist. Allerdings: Im Unterland wird es ein Blutvergießen geben.“
    • „Der LH sitzt stundenlang in der Dolomiten-Redaktion und nimmt kritische Anrufe entgegen. Am nächsten Tag titelt die Zeitung: „Mit dem Flughafen steht Südtirol stärker da.“ Die Wirtschaftsverbände schalten massiv Werbung in den Privatradios – und machen diese mit den Werbeschaltungen abhängig bzw. gefügig. Die SVP verkündet groß, sie verzichte auf die Plakatwerbung, dann erscheint die Parteizeitung ZIS, die mit Steuergeldern bezahlt wird, und in dieser Zeitung kommt kein Unterlandler vor. Der einzige Flughafen-Gegner, der vorkommt, ist Helmuth Renzler, und neben seinem Foto wird eine Grafik abgedruckt, wie man richtig wählt – mit Ja. Es ist unerhört, was da abläuft und wie die SVP und die Landesregierung die Bevölkerung an der Nase herumführt.“
    • „Während der LH für die Normalbürger, etwa für die Milchbauern, die über die miserablen Auszahlungspreise besorgt und verzweifelt sind, unnahbar ist, rennt der LH in Sachen Flughafen von Dorf zu Dorf.“
    • „Wie kann der LH einen Unternehmer zum Flughafen-Präsidenten machen, der die größten Hotelketten besitzt bzw. managt, der also ein ureigenes Interesse daran hat, die Leute in seine Hotels nach Kroatien usw. zu fliegen. Das geht es um knallharte Privatinteressen. Der Landeshauptmann hat im Fall von Michaeler den Bock zum Gärtner gemacht.“

    DAS GESAMTE INTERVIEW LESEN SIE AM FREITAG IN DER PRINT-AUSGABE.

     

     

     

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (18)

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    • erich

      Peterlini nach dem Moto, Angriff ist die beste Verteidigung um von der eigenen Vergangenheit abzulenken. Nicht das erste mal, dass er wie ein Zwerghahn in den Ring springt und als gerupfter Gockel wieder abtaucht.

      • einereiner

        Da hat Peterlini mal vollkommen recht. Kompatsche ist eine große Enttäuschung. Das Referendum wird der Kompatscher aber trotzdem nicht gewinnen….Werbung okay, aber der Südtiroler erkennt auch Verarschung.

      • george

        erich, gehören Sie etwa zur Sorte von Michaeler und co.? Ihr könnt nur auf Kosten der anderen euren Geldhaufen vermehren und die anderen ärmer machen. Man müsste euch nach biblischer Manier aus dem Tempel peitschen und eure silberlinge unter den Armen verstreuen.

    • ahaa

      Wie der LH sowas machen kann?
      Die Wirschaftstreibenden haben ihn vor den Karren gespannt.
      Doch er ist für sie zu schwach und mir zu schräg.

    • steve

      Es gibt nichts Grauenvolleres als die Kommentare eines auf die Macht neidischen Luxuspensionärs.

    • gerry

      Einen großen Dank an Peterlini der durch seinen Einsatz gegen den Flughafen sich der Kritik des Abtrünnigen aussetzt. Was könnte man dann im Fall Reinhold Messner sagen der für die Grünen ins Europaparlament eingezogen ist.

    • realist

      Was der LH gerade macht, ist vielleicht politisch gewöhnungsbedürftig.

      Aber gerade das, macht Ihn zu einer Persönlichkeit, die das Land dringend braucht.

      Er steht zu einer Sache u. sagt das auch öffentlich.

      Eben wie in Sachen Flughafen od. auch andere Dinge.

      Dass das nicht allen passt, vor allem denen, die anderer Meinung sind, ist normal.

      Jede Meinung sollte aber respektiert werden.
      Man erwartet sich das auch von seiner eigenen Meinung.

      Unfaire Anschuldigungen u. Politiker, die sich nach dem Wind drehen, hatten wir in der Vergangenheit genug.

      Lasst die Leute frei entscheiden.
      Sie werden die richtige Entscheidung treffen.

    • lissnamol

      Ich denke, ehemalige Politiker sollen ihren Ruhestand genießen und nicht dauerhaft Pfeile gegen die politisch Verantwortlichen (noch in der eigenen Partei) abschießen.
      Im übrigen gehe ich davon aus, dass Peterlini nie ein Flugzeug bestiegen hat, das ihn in seiner Zeit als Senator von Bozen nach Rom und retour geflogen hat. Erst wenn das zutrifft, nehme ich seine Kritik ernst. Wenn das Gegenteil der Fall sein sollte, dann würde ich seine Äußerungen unter „verlogen“ einordnen.

    • erich

      LH Kompatscher ist ein großes Glück für Südtirol! Er stellt sich der Verantwortung und hat in seiner jungen Karriere schon mehr erreicht als ihm die allermeisten zugetraut hätten. Er gewinnt auch diese Volksabstimmung! Die Welt gehört den Optimisten und nicht den Weltuntergangspropheten!

      • george

        Die Welt gehört bis zu einem bestimmten Kipppunkt hin jenen, welche die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander treiben. Wann aber dieses System kippt, dann werden sie einem Neuaufbruch geopfert und dies meist in wüster Manier. Treibt es also nicht zu bunt.

      • yannis

        >>>Er stellt sich der Verantwortung <<<

        sein "Verantwortungsbereich" erschöpft aber nur auf Typen wie Michaeler und Co.
        Welcher Glück das für Südtirol darstellen soll weis nur "erich" und der liebe Gott

    • wally

      Der aufgeblasene Peterlini hat es (neben Ulli Mair) mit seinem widerlichen Angriff auf Kompatscher
      und seinen ewigen Beweihraucherungen als Senator glatt geschafft mich vom „NEIN“ zum „JA“ Wähler zu machen.

    • morgenstern

      Der Karl und der Luis haben das gleiche Problem. Sie können es einfach nicht verstehen dass ihr Senf nicht mehr gefragt ist.

    • andreas

      „Allerdings: Im Unterland wird es ein Blutvergießen geben.“

      Durch solche martialische und unsinnigen Aussagen disqualifiziert sich Peterlini doch selbst.
      Wenn sich jemand so äußert fehlt es ihm grundsätzlich an Sachlichkeit und Objektivität.
      Wenn die Gegner auf solch emotionales Schwadronieren aufspringen, was soll´s, Argumente die man sich anhören sollte sind das jedenfalls keine.

    • realist

      Kann die, die betroffen sind od. sich betroffen fühlen, bis zu einem bestimmten Punkt verstehen.
      Würde wahrscheinlich auch nicht begeistert sein.

      Deswegen kann man schwer verstehen, dass die Entscheidungsgewalt über dieses anscheinend „so sehr belastende Übel“ nicht versucht wird bei den Bürgern bzw. Land zu belassen.

      Die Frage des Referendums sollte eigentlich so heißen:
      Wer soll über den Flughafen in Zukunft die Entscheidungen treffen ?
      Das Land Südtirol ————————————- oder irgend ein Privater bzw. Der STAAT

      Aber was manche hier ins Feld führen (Ikl. Peterlini u.CO) ist weder sachlich noch fair den verantwortlichen Personen gegenüber.

      War auch lange Zeit skeptisch u. suchte Argumente, um dem LH nicht zu vertrauen.

      Je mehr man die Diskussionen der Gegner (Ikl. ehem. Politiker + Verband f. Natur u. Umweltschutz)
      verfolgt, muss man aufpassen, dass einem das „Dafür“ nicht zu stark beherrscht.

      Denn wenn ein „JA“ gewinnen sollte, dann haben die Gegner auch ein gutes Stück dazu beigetragen.

    • florianegger

      Beim Referendum können wir auch unsere Zufriedenheit mit der derzeitigen Regierung indirekt bekunden, nachdem der LH eine eindeutig klare Position einnimmt.

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