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    Das Wirtschafts-Festival

    Das Wirtschafts-Festival

    Wissenschaft, Politik, Information, Film, Urbanistik und Musik stehen am ersten Tag des Wirtschaftsfestivals von Trient im Vordergrund.

    Noch bevor um 18.30 Uhr am Domplatz die Organisatoren und Förderer des viertätigen Festivals mit seinem Generalthema „Die Orte des Wachstums“ auf den Plan treten, setzen sich zwei Ökonomen von Weltruf – Enrico Moretti und Kaushik Basu – mit der Frage „Wohin begibt sich die Arbeit?“ und mit der Beleuchtung der Hintergründe der Weltwirtschaftskrise und ihrer Folgeentwicklungen auseinander.

    Dann folgen Information im Rundfunk, ein Spielfilm über Finanzthematik mit Brad Pitt, ein Dialog zwischen zwei berühmten Architekten (Mario Botta, Vittorio Gregotti) über die Erschließung „öffentlicher Räume“ sowie ein Konzert zum Anlass des 70-jährigen Bestehens der Republik.

    Diese Programmzusammensetzung widerspiegelt gezielt die umfassende Ausrichtung des Festivals. Die brennenden Fragen der wirtschaftlichen Gegenwart und die damit verbundenen Perspektiven sind für den Einzelnen und für die Gemeinschaft von existentieller Bedeutung.

    Die Arbeit wird sich immer stärker auf urbane Räume konzentrieren, sagt die Wissenschaft. Wenn die Erdbevölkerung – derzeit 7,5 Milliarden Personen – innerhalb der nächsten Jahrzehnte auf zehn Milliarden Einheiten ansteigt, werden rund 70 Prozent davon in Städten leben und arbeiten, was die globale Siedlungsstruktur nochmals radikal verändern wird.

    Wie die Information – Medien, Bücher, soziale Medien, Internet – mit dieser Entwicklung fertig werden kann, wird gleichfalls dokumentiert und aktuell dargeboten. Und was dies für die urbanistische Ausgestaltung von öffentlichen, aber auch privaten Produktionsinfrastrukturen bedeutet, erklären die Experten aus der Architektur.

    In einer sich global entwickelnden Gesellschaft ist es unvermeidlich, dass sich Kunst und Kultur – also Film, Theater, Musik, Fiktion – damit befassen und dort ihre Thematiken finden und verwerten. Daraus wiederum ergibt sich eine kritische gegenseitige Befruchtung, wohl als Bestätigung dafür, dass Wirtschaft, wie das Trienter Festival seit nunmehr elf Jahren aufzeigt, umfassend in die gesamtgesellschaftliche Evolution eingebunden ist und diese entscheidend mitbestimmt.

    Bei der Eröffnung am Domplatz ergreifen unter anderem Trients Bürgermeistert Alessandro Adreatta, der wissenschaftliche Leiter des Festivals, Tito Boeri, der Trentiner Landeshauptmann Ugo Rossi und der römische Verleger Giuseppe Laterza das Wort.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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