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Arbeit für Flüchtlinge

Gemeindereferentin Cristina Pallanch,  Innocent, Sillah und Jerry sowie Markus und Michaela Silbernagl

Gemeindereferentin Cristina Pallanch, Innocent, Sillah und Jerry sowie Markus und Michaela Silbernagl

Das Kastelruther Busunternehmen Silbernagl hat drei Flüchtlingen aus Afrika für einen Monat Arbeit gegeben.

Das Kastelruther Busunternehmen Silbernagl hat drei  Flüchtlingen aus Afrika für einen Monat Arbeit gegeben.

Die neuen Mitarbeiter haben beim Frühlingsputz der Busflotte kräftig mitgearbeitet und die Busse innen wieder auf Vordermann gebracht. Sie haben die Sitze shampooniert, sämtliche Lüftungskanäle desinfiziert und vieles mehr. Die Geschäftsleitung des Busunternehmens hat sich gefreut, den Flüchtlingen Arbeit anbieten zu können.

„Die Zusammenarbeit war sehr angenehm und zufriedenstellend. Es war uns ein Anliegen nicht mit Geldspenden was zu bewirken, sondern Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Diese Menschen müssen unser Wirtschaftssystem kennen lernen. Auf diesem Weg lernen sie, dass man durch Arbeit Geld verdienen und sich damit hier ein Leben aufbauen kann. Mir war sehr wichtig diese Zusammenhänge zu vermitteln. Zudem ist es schwierig in Südtirol für solche Arbeiten Einheimische zu finden,“ sagt Markus Silbernagl, Geschäftsführer des Busunternehmens Silbernagl.

Sind auch im nächsten Jahr wieder Flüchtlinge in Kastelruth, wird Silbernagl sicher wieder für die Reinigung der Skibusse Flüchtlinge engagieren.

 

Bürokratie relativ einfach

Die 3 Flüchtlinge wohnen seit Herbst im Flüchtlingshaus „Anna“ in Kastelruth, das von der Caritas geführt wird. Schon beim Einzug in das Heim hat sich Markus Silbernagl bei der Caritasleitung gemeldet und seinen Bedarf geäußert. Um arbeiten zu können, brauchen die Flüchtlinge eine Steuernummer sowie eine Arbeitserlaubnis. Nach Abwicklung dieser bürokratischen Hürde, lief die Anmeldung und Vergütung über das sogenannte Voucher-System – die Abrechnung basiert auf geleistete Stunden. Die Flüchtlinge sprachen relativ gut Englisch, womit auch die Verständigung kein Problem war. Es ging mit einer Einweisung für die Putzarbeiten los, bei der auch der Umgang mit den Geräten erklärt wurde, dann arbeitete das Team selbständig. Die neuen Mitarbeiter wurden sowohl von der Geschäftsleitung als auch von den restlichen Mitarbeitern freundlich aufgenommen. Sie arbeiteten korrekt, kamen pünktlich zur Arbeit und hielten sich an die Regeln. Somit waren alle eine Erfahrung reicher und es war ein kleiner Schritt in Richtung konkrete Integration.

 

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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