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    Geförderte Imker

    Geförderte Imker

    Der Landtag schafft einen neuen Anreiz zur Bienenzucht: Hobbyimkern winkt künftig eine Steuerbefreiung. 

    Sepp Noggler

    Sepp Noggler

    Der Südtiroler Landtag wird sich mit einem Begehrensantrag zum Thema Hobbyimkerei an das Römische Parlament wenden. Darin wird eine Steuerbefreiung von 7.500 Euro für nicht-professionelle Bienenhalter gefordert. Damit soll ein Anreiz für Hobbyimker geschaffen und ihrer schwindenden Anzahl entgegengewirkt werden.

    Die Honigbiene ist ein essentieller Bestandteil des Ökosystems. Leider ist die Anzahl der Bienenvölker und Imker auch in Südtirol rückgängig.

    „Diesem Trend muss unbedingt entgegengewirkt werden“, betont Regionalassessor Sepp Noggler und verweist auf die verheerenden Folgen, welche das Ökosystem durch weiteres konstantes Schwinden der Bienen erleiden würde. Er hat zusammen mit Landtagsabgeordneten Albert Wurzer einen Begehrensantrag verfasst und diesen dem Südtiroler Landtag auf seiner jüngsten Sitzung zur Genehmigung vorgelegt.

    „Imker, die weniger als 50 Bienenstöcke halten, bezeichnen wir als Hobbyimker. Hierzulande sind mit wenigen Ausnahmen alle Imker Hobbyimker. So wie die Bienenzucht selbst im öffentlichen Interesse steht, steht es auch das Bemühen, möglichst viele Menschen zur Bienenzucht anzuregen“, unterstreicht Noggler.

    Leider komme derzeit das Steuerrecht diesem Ziele nicht entgegen. Denn für Hobbyimker wird der volle Ertrag aus ihrem Direktverkauf ohne Steuerbefreiung zur Berechnung ihrer Einkommenssteuer herangezogen. Somit ist – je nachdem welche Steuerklasse durch ihr Einkommen aus Arbeit und durch den Ertrag aus der Hobbyimkerei erreicht wird, der Honigverkauf von Steuersätzen bis zu 43 Prozent betroffen.

    „Es muss unser Ansinnen sein, mehr Menschen für die Imkerei zu gewinnen und so eine Verbreitung der Hobbyimkerei in der Bevölkerung wirksam durchzusetzen. Dazu brauchen wir im Sinne des Bienenwirtschaftsgesetzes eine entsprechende fördernde steuerrechtliche Behandlung. Die Hobbyimkerei steht ganz klar im Interesse der Allgemeinheit und dieser Gedanke muss auch im Steuerrecht konsequent durchgezogen werden. Die Steuerregelung darf die Bienenzucht nicht erschweren – vielmehr könnte eine Steuerbefreiung einen attraktiven Anreiz schaffen“, so Sepp Noggler.

    Im Begehrensantrag der beiden Abgeordneten wird deshalb die Steuerbefreiung für alle Hobbyimker gefordert, die neben ihrem Angestelltenverhältnis auch kleinere Erträge aus dem Direktverkauf von Honig beziehen. Angebracht erscheine den Abgeordneten ein Wert von etwa 7.500 Euro.

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    Kommentare (5)

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    • yannis

      Wieso eine Steuerbefreiung, damit der Schwarzhandel mit dem Honig aus den „49“ Bienenstöcken legalisiert wird ?
      Oder noch dazu dass der sog. Imker zum bereits subventionierten „Transportanhänger“ den er gelegentlich zum Transport seines „Hobbys“ benützt aber sonst auch alles andere mehr oder minder Gewerbliche transportiert ?

      • rota

        @yannis, bin auch dafür alle Subventionen zu durchleuchten und besser abzuwägen. Wir subventionieren Sport Musik Trachten alle Pflanzen und Tierzuchtvereine AVS ohne einen direkten steuerlichen Gegenwert zu erbringen, fehlt nur der Jungfrauenverein und die Pfarrhaushälterinnen.
        Von allen diesen Geldempfängern sind mir die südtiroler Imker noch am liebsten. meist weniger als 10 Bienenstöcke, vielleicht 200kg Honig/Jahr, die Hälfte geht sowieso gratis nur an Familienmitgliedern- Durchschnitt der Imker über dem Pensionsalter und “ sind nur für Bienen bestechlich“.
        Kann man Imker wirklich den Massentierzüchtern gleichsetzen nur weil im Bienenstock einige zehntausend Bienen leben?
        Wer bereit ist für eine Flasche Wasser 2€ , für eine Mass Bier über 10€ zu bezahlen sollte nicht gegenüber einen Imker oder Bauern neidhammeln wenn dieser für 1 kg Honig 12€ für 1lt Milch weit unter 0.50€ erhält.

    • meintag

      Wenn man weis dass Noggler aus Mals kommt und er den Beschluss der Gemeinde Mals hinnehmen muss kann man sich denken wieso und für wenn die Beträge bestimmt sind. Er müsste aber endlich zugeben dass die Imkerei aufgrund der Pestizidausbringung zurückgegangen ist weil die Bienen den Giftcoktail nicht überleben und der Imker gezwungen wird sein Hobby aufzugeben.

    • yannis

      @meintag
      24. Mai 2016 um 09:38

      So ist es !

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