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    Überfragte Gemeinden

    Nach einer erneuten Anfragewelle des Freiheitlichen-Obmanns Walter Blaas formiert sich in Südtirols Gemeinden Widerstand. Von bösen Briefen, Klagedrohungen und zornigen Bürgermeisterinnen.

    Von Anton Rainer

    Abgeschlossen ist die Causa für Michael Epp zwar nicht, öffentlich aber will er den Kleinkrieg mit dem Freiheitlichen-Obmann nicht mehr austragen. „Ich habe Herrn Blaas meine Meinung bereits persönlich mitgeteilt“, sagt der Bürgermeister der Kleingemeinde Truden, „und mehr möchte ich dazu nicht sagen.“

    Muss er auch nicht: Das zweiseitige Schreiben, das Epp am 12. Mai der Abteilung Öffentliche Körperschaften zukommen ließ, spricht in aller Deutlichkeit für sich:

    Unsere Referenten haben nicht die Zeit eines Herrn Blaas, wöchentlich Anfragen zu schreiben, schließlich übernehmen sie Verantwortung, und das gerade mal um 300,00 € netto im Monat.

    Geharnischte Auszüge aus einem bekannten Konflikt: Seit Monaten schwelt zwischen Freiheitlichen-Obmann Walter Blaas und mehreren Südtiroler Gemeinden ein Kampf um Anfragen und Auskünfte, die sich laut den betroffenen Bürgermeistern zu einer „Zumutung“ entwickelt hätten. „Im Landtag zu sitzen und die Leute in den Gemeinden springen zu lassen ist echt zu einfach“, meint etwa Maria Gasser Fink.

    Auch die Bürgermeisterin der Gemeinde Klausen bekam es Anfang Mai mit einer von „bis zu 50 monatlichen Anfragen“ des Freiheitlichen-Obmanns zu tun. Betreff: Die Aufstockung der Amtsentschädigung für Gemeindereferenten – verbunden mit einer polemischen Frage: „Welche Projekte werden zugunsten der Entlohnung der Gemeindereferenten und des Bürgermeisters ausgesetzt?“

    Eine Diskussion auf die sich Gasser-Fink erst gar nicht einlassen möchte: „Ich würde gern die Leistungen von gewissen Leuten im Landtag sehen“, stichelt die Klausner Bürgermeisterin „und die Leistungen abseits von Budlgesprächen und Diskobesuchen.“

    Noch einen Schritt weiter geht der Trudner Bürgermeister Michael Epp in seiner zweiseitigen Beschwerde.

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    Kommentare (5)

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    • naomi

      Bravo Walter & Co.
      macht weiter so, auch wenn es den SVP’lern nicht passt,
      ihr seid auf dem richtigen Weg!

    • rota

      Mit den Fraktionsgeldern der Fragesteller könnten die Überstunden der Beantworter bezahlt werden.

    • paul

      Diese Anfrage war wohl wirklich ein Eigentor lieber Walter Blaas! Mit ihrem Gehalt auf die kleinen rumhacken, ist alles andere als angemessen. Im Vergleich zu den Gemeindereferenten verdient ein Abgeordneter wie Blaas viel zu viel und die Gemeindereferenten wohl eher zu wenig. Es wäre besser über den Gehalt von Blaas nachzufragen – über seine Leistung/Verantwortung sowieso.. Sehr blass vom Blaas! Schon eher traurig von ihm, oder doch lächerlich?

      • meintag

        Slogan der Freiheilichen: Macht braucht Kontrolle. Wenn es den SVP Dorkaisern auch nicht passt aber der Schluss für Jeden dieser Dorfgöttern muss heissen: da hat der Maurer das Loch gelassen. Jedem steht es frei sich von der Gemeindepolitik zu verabschieden. Dies gilt aufgrund der Gendermentalität für Männlein wie für Weiblein.

    • yannis

      @meintag
      19. Mai 2016 um 19:56

      richtig ! wenn es denen nicht passt für ihr TUN und LASSEN, Rechenschaft abzulegen, dann können sie doch jederzeit ihren Hut nehmen.

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