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    Beitrag kaltgestellt

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    Weil Rom erstmals seine Gesetze korrekt umsetzt, verlieren Südtirols Weinbauern eine Viertel Million Euro an Beiträgen für Hagelschutz-Versicherungen. Wer hat da geschlafen? 

    Von Anton Rainer

    Es läuft nicht so recht an Arnold Schulers Beitrags-Front: Gerade noch musste sich der Landwirtschaftslandesrat mit über 100 Millionen an beinahe verlorengegangenen EU-Geldern herumbalgen, schon steht ihm der nächste Förderungs-Arger ins Haus. „Mit all diesen Umstellungen hatten wir in diesem Jahr Probleme“, seufzt Schuler und gibt sich in zumindest einem Punkt geschlagen: „Bei den Hagelschutzversicherungen wird sich in diesem Jahr wohl nichts mehr machen lassen.“

    Rund drei Millionen Euro an EU-Förderungen erhalten Südtirols Weinbauern jährlich zur Förderung der Versicherungen für Hagelschäden. Wer den Beitrag bekommt, bezahlt statt 100 nur 35 Prozent der teuren Prämien – den Rest übernimmt der Steuerzahler.

    Errechnet wurden diese drei Millionen Euro in der Vergangenheit grob durch zwei Parameter: Preis mal maximaler Produktionsmenge – die Multiplikation ergibt die zu versichernde Summe. Eine logische Gleichung, die sich in den entsprechenden Gesetzestexten allerdings etwas anders liest. Statt der maximal festgelegten DOC-Mengen sollten auch in der Vergangenheit eigentlich die effektiven (und deutlich geringeren) Liefermengen an die Kellereien für die Berechnung herangezogen werden – doch die römischen Ministerien hatten ihre Tabellen nie parat. „Das war eine rechtliche Grauzone, die alle Konsortien in ganz Italien ausgenutzt haben“, erklärt Heinrich Huber, Direktor des Südtiroler Hagelschutzkonsortiums, „uns hätte in der Vergangenheit eigentlich deutlich weniger zugestanden.“

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    Kommentare (24)

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    • An wen kann ich mich wenden, um als Freiberufler einen Beitrag für eine Verdienstausfallversicherung aufgrund ausbleibender Kunden zu erhalten?

      • besserwisser

        an den verein der neider und missgünstlige …

        • susi

          Nein Besserwisser. Das hat nichts mit „Neider und Missgünstlig“ zu tun.
          Sondern das EU-Lobbyismus von bestimmten Gruppen, in diesem Fall bauern.

          Warum wird eine Versicherung gegen einen Ertragsausfall für Bauern Eu-gefördert?
          Und für Freiberufler gibt es keine entsprechende Förderung?

          Das ist ganz klar Lobbyismus und hat gar nichts mit Neid und Missgunst zu tun.

          Hirn einschalten.

          • roadrunner

            Ernteausfall fast immer höhere Gewalt, z.B. Hagel. Kundenverlust, bist zu deppart. Hirn einschalten 😉

            • marting.

              ist schon witzig wenn ein drogato andere deppart nennt und zum hirn einschalten aufruft

            • roadrunner

              1. Verstehst nicht die Ironie
              2. Kannst nicht sinnhaftig die 2 Zeilen lesen (hab nicht andere deppart genannt)
              3. Du unterstellt mir wieder „drogato“

              Ich garantiere dir, oft wirst du mich nicht mehr „drogato“ nennen…

            • roadrunner, bisch ban Lond?

            • roadrunner

              na, stell dor vor. che c’entra?

            • roadrunner

              Stell dir einfach mal vor es gäbe keine Bauern mehr, da der Beruf sich selbst nicht mehr trägt und er nicht mehr unterstützt wird. Wie wird da wohl das Landschaftsbild aussehen? Ok, wir haben jetzt fast eine Monokultur durch und durch. Dennoch habe ich diese lieber, als wenn die ganzen Güter verwildert wären. Sollten sich dann die Gemeindegärtnereien um das Landschaftsbild kümmern, auf Steuerzahler’s kosten?

            • Des isch gor net Inholt der Diskussion, Thema verfehlt.
              Isch gscheider, du geasch mitn „besserwisser“ a Glasl trinkn…

            • roadrunner

              I zitier di:
              An wen kann ich mich wenden, um als Freiberufler einen Beitrag für eine Verdienstausfallversicherung aufgrund ausbleibender Kunden zu erhalten?

              Du bisch netamol afn Artikel eingongen und hosch selbst die Neiddiskussion gstartet.

              Darauf hon i dor gontwortet. Sorry, ober so billig kimmsch net außer….

            • Es ging im Artikel um die Beiträge für Versicherungen, nicht um Landschaftsbild, Monokultur, keine Bauern mehr…
              Stell dir vor, es gäbe keine Freiberufler mehr…

            • Außerdem hat bereits „susi“ bestens geantwortet, dass es gar nichts mit Neid oder Missgunst zu tun hat, sondern ganz einfach damit, dass „Berufsrisiken“ nicht gleich behandelt werden.
              Einerseits höhere Gewalt z.B. durch klimatische Einflüsse, andererseits höhere Gewalt durch z.B. wirtschaftliche Faktoren (und nicht hervorgerufen durch „deppert-Einflüsse“!)

            • roadrunner

              Damit wollte ich sagen, dass es richtig und wichtig ist die Bauern außerordentlich zu unterstützen. Erhalten sie doch ein „besseres“ Landschaftsbild.

            • Das man schon richtig sein.
              Ist es aber auch richtig zu schimpfen, dass man das, was man bis jetzt ungerechtfertigterweise zuviel bekommen hat, nun plötzlich nicht mehr erhält?

            • roadrunner

              Dafür kann man aber schwer den Bauern die Schuld geben.
              Naja… ist doch egal.

      • isogsdir

        Verdienstausfallversicherung gibt es: Für höhere Gewalt, für uneinbringliche Forderungen, für Arbeitsunfähigkeit, Kreditversicherung, um ein paar Beispiele zu nennen.
        Kunden kann man erst zufriedenstellen wenn sie hier sind, ausbleibende Kunden bedeutet auch keine Leistung gebracht zu haben.

    • drhonz

      Da hat man also jahrelang „Grauzonen“ ausgenutzt um zu tricksen und die EU (sprich: den Steuerzahler) über den Tisch zu ziehen…
      Ganz schön ‚walsch‘ würde ich sagen!
      Und das Problem, oder die ‚Bösen‘ sitzen in Rom, weil die das Gesetz nun erstmals korrekt umsetzen…
      Und vom Arnold sind alle enttäuscht, weil er es ‚verschlafen‘ hat und die allgemeinen Erwartungen nicht erfüllt… („Da wird sich in diesem Jahr wohl nichts mehr machen lassen.“)
      Tja, es isch schon tragisch (in was für einer Welt wir leben…)

      • besserwisser

        @drhonz: für den casino kann der schuler wirklich nicht dafür. das problem hat sich seit jahren aufgestaut, und irgendwann kommen die sachen halt raus. fürs bauernschlau sein darf man unseren leuten wirklich keinen vorwurf machen.
        auch wenn man mit dem lr kein mitleid haben muss (er bekommt ja schmerzensgeld) sind diese probleme weder von ihm verursacht worden noch von ihm lösbar ….

    • erbschleicher

      so und nun lasst das Geheule losgehen.

      Welcher Unternehmer (kann man Bauern eigentlich als Unternehmer rechnen?) bekommt für irgendeinen Verdienstausfall eine Entschädigung?
      Bekommt ein Hotelier, wenn es den ganzen Sommer über regnet wie vor zwei Jahren, einen Verdienstausfall weil die Gäste nicht kommen?
      Bekommen die Handwerker, Diensleister usw. eine Entschädigung wenn es mal nicht so gut läuft?
      Zum Glück brauchen alle Bauern keine Handwerker usw. da sie ja eh alles selber machen.

    • morgenstern

      Hmm…, angesichts solcher Beitrags Perversionen wird manchem Steuerzahler der Blutdruck durch die Decke gehen.

    • yannis

      Och, jetzt hat es wieder mal die Ärmsten der Armen erwischt !

      Diese „Subventionsschmarotzer“ sind es seit jeher gewohnt jedes Unternehmerische Risiko dem EU-Steuerzahler aufzuhalsen.
      Es ist schon schlimm, erst produzieren sie sich durch „NOCH MEHR MENGE“ die Preise selbst kaputt, und jetzt fällt auch noch die gewohnte Subvention aus, übel, übel !

    • felixaustria

      ich muß da eben mal austesten
      … hat mit dem Thema hier nur
      wenig bis garnix zu tun !
      … komm vergiss es !

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