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    Das zweite Museum

    schoenhuber-kronplatzIm zweiten Anlauf wird in der alten Bergstation am Kronplatz nun doch ein Museum untergebracht. 2018 soll eröffnet werden.

    von Silke Hinterwaldner

    „Ja“, sagt Werner Schönhuber, „wir sind sehr zufrieden.“ Im Sommer vergangenen Jahres hat Reinhold Messner sein Museum am Kronplatz eröffnet und die mediale Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

    Kein Wunder: Der Bau stammt aus der Feder von Stararchitektin Zaha Hadid, er sticht ins Auge, bleibt in Erinnerung und ist so zum Besuchermagnet geworden. Dessen ist sich Kronplatz-Präsident Schönhuber bewusst.

    Jetzt setzt er noch eins drauf: Die alte Bergstation am Gipfel des Kronplatz wird umgebaut, in ihren Hallen entsteht unter anderem ein Museum für Fotografie. Das Umbau-Projekt des Brunecker Architekturbüros EM2 wurde bereits in den Baukommissionen von St. Vigil und Bruneck genehmigt. Im Juli 2018 soll Eröffnung sein. Jetzt muss das Haus noch mit Inhalten gefüllt werden. „Wir“, erklärt Schönhuber, „sind gerade dabei, das Regiebuch zu erstellen. Es gibt zahlreiche Vorschläge, aber erst im Juli möchten wir an die Öffentlichkeit treten und Details bekanntgeben.“

    Mittlerweile hat Werner Schönhuber Erfahrung mit der Umsetzung von Museumsprojekten gesammelt. Vor bald zehn Jahren hat seine Auseinandersetzung damit begonnen, was am Kronplatz außer Skipisten noch möglich sein könnte. Damals hat Reinhold Messner einen Standort für ein Museum gesucht und kam mit den Liftkönigen am Kronplatz ins Gespräch. Architekt seiner Wahl war anfangs der Schweizer Peter Zumthor. Aber als dieser sich die alte Bergstation am Kronplatz näher anschaute, war er nicht sonderlich zufrieden damit. Er wollte ein Messner-Museum an einem anderen Standort errichten. Dieser Vorschlag gefiel wiederum den Kronplatz-Betreibern nicht.

    So scheiterte mit dem ersten Anlauf für die Errichtung eines Messner-Museums am Kronplatz auch der Umbau der alten Bergstation. Messner hat in einem zweiten Anlauf sein Museum am Kronplatz schließlich doch gebaut. Aus dem Architekturwettbewerb für eine Aussichtsplattform am Gipfel des Kronplatz ging Zaha Hadid als Siegerin hervor. So entstand die Verbindung Zaha Hadid – Reinhold Messner. Das Projekt für die Aussichtsplattform wurde verräumt, gebaut wurde das Messner-Museum.

    Jetzt startet der Kronplatz auch einen zweiten Anlauf für den Umbau der alten Bergstation.

    Ein zweites Museum am Gipfel soll noch mehr Sommertouristen anlocken, das ist das erklärte Ziel. Aber noch will keiner der Beteiligten allzu sehr ins Detail gehen. „Wir sind an einem guten Punkt“, sagt etwa Christian Tschurtschenthaler, einer der Ideatoren des Projekts. Mehr nicht.

    Auch EM2-Architekt Gerhard Mahlknecht winkt ab. Er sagt nur: „Zuerst möchten wir bauen. Danach soll das Werk beurteilt werden.“

     

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