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    „Tür zur Welt“

    „Tür zur Welt“

    Am Pfingstsonntag hat Bischof Ivo Muser im Dom von Bozen 115 Firmlingen das Sakrament der Firmung gespendet.

    Die Firmung ist das Sakrament der Stärkung und der Sendung: Stärkung im Glauben und Sendung als Christ hinaus in die Welt, um dort den christlichen Glauben zu leben und zu verkünden.

    Während Bischof Ivo Muser gestern in seiner Heimatgemeinde Gais das Sakrament der Firmung gespendet hatte, stand er am heutigen Pfingstsonntag der Firmung im Dom von Bozen vor, wo er insgesamt 115 jungen Menschen das Sakrament spenden konnte.

    Eingezogen ist die Feiergemeinde durch die Heilige Pforte des Bozner Doms. Auf dieser „Pforte der Barmherzigkeit“ ist Maria mit dem Jesuskind abgebildet, gleichsam als Türsteherin und Türöffnerin. Auf diese Heilige Pforte ist der Bischof in seiner Predigt eingegangen und hat aufgezeigt, dass Maria die Tür hin zu Christus öffnet.

    „In der Stunde der Verkündigung wird sie in der Kraft des Heiligen Geistes zur Mutter Jesu und am ersten Pfingstfest wird sie – inmitten der Apostel und einiger Frauen – in der Kraft dieses Geistes zur Mutter der Kirche. Ihre Lebensaufgabe ist heute die Aufgabe der Kirche: Christus empfangen und gebären, die Tür zu Christus, dem Auferstandenen, hin öffnen und offenhalten für alle Menschen.“

    Das Pfingstfest ist gleichsam die große Tür des christlichen Glaubens hin zur Welt: In der Kraft des Heiligen Geistes beginnt die junge Kirche ihre Mission, ihren Auftrag in der Welt und für diese Welt. Auch im Sakrament der Firmung sieht der Bischof das Symbol der Tür:

    „Christus klopft in der Kraft des Heiligen Geistes bei der Firmung an eure ganz persönliche Tür, er möchte eintreten in euer Leben und den Weg gemeinsam mit euch gehen“, sagte Bischof Muser und erklärte die verschiedenen Zeichen, die bei der Firmung zum Tragen kommen: „Die Firmlinge werden mit ihrem Namen angeredet. Wir sind keine Nummern, wir sind persönlich gemeint und gerufen“, so der Bischof.

    Die Handauflegung soll Zeichen für die Hand Gottes sein, die sich auf unser Leben legt; die Salbung mit Chrisam ist hingegen einäußeres Zeichen für die Zugehörigkeit zu Christus; die Firmung endet mit dem Friedensgruß zwischen dem Firmspender und den Firmlingen. „Wir sind gesendet als Menschen des Friedens“, betonte der Bischof und wandte sich auch an die Eltern, an die Paten und Patinnen, an die Großeltern und alle Erwachsenen:

    „Seid einladende, weit aufgesperrte, offene Türen für diese jungen Menschen. Sie brauchen euer Vorbild, eure Glaubwürdigkeit, eure Konsequenz, euer Mitgehen.“ Am Ende des Gottesdienstes hat Bischof Muser Dekan Bernhard Holzer zu seinem 60. Geburtstag gratuliert, den dieser heute feiert.

    „Dein 60. Geburtstag fällt auf das große Pfingstfest, an dem wir den Geburtstag unserer Kirche feiern. Du bist ein Glücksfall, mehr noch, ein Geschenk des Heiligen Geistes für die Dompfarre und für die ganze Diözese“, so der Bischof zum Jubilar, dem der Bischof in Dankbarkeit und Wertschätzung die Verdienstmedaille der Diözese Bozen-Brixen überreichte.

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