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    Frei zum Abschuss

    imageSieg gegen die Tierschützer: Laut einem Urteil des Verwaltungsgerichtes dürfen Füchse auch außerhalb der gesetzlichen Jagdzeiten erlegt werden, sofern die Schäden detailliert nachgewiesen werden. Ein Präzedenzurteil zur Freude von Jägern und Bauern.

    von Heinrich Schwarz

    Es ist das übliche Spiel: Das Land erlässt eine Sonderermächtigung zur Jagd von Tierarten, die reguliert werden sollen. Wenige Tage später reicht die nationale Tierschutzorganisation LAV Rekurs ein – und das Verwaltungsgericht setzt die Sonderjagd aufgrund der Dringlichkeit umgehend aus.

    Genau so war es im vergangenen Sommer unter anderem beim Fuchs. Landesrat Arnold Schuler unterzeichnete Ende Juli 2015 ein Dekret, das eine landesweite Sonderjagdzeit auf Füchse vom 1. August bis zum 20. September vorsah. Schuler erlaubte die Jagd im Umkreis von 400 Metern von Geflügelhaltungen. Der Rekurs der Tierschutzorganisation kam prompt – und das Bozner Verwaltungsgericht stoppte die Jagd nach nur sechs Tagen. Für 238 Füchse kam die Schonfrist zu spät.

    Nun aber könnte dieses ewige Spiel zwischen Land und Tierschützern vorbei sein. Denn das Verwaltungsgericht hat jetzt ein Urteil im Streit um die Fuchsregulierung gefällt – und dabei dem Land Recht gegeben. Laut dem Richterkollegium unter dem Vorsitz von Terenzio Del Gaudio ist der Rekurs des Tierschutzverbandes unbegründet. Das Land habe rechtskonform gehandelt. Aus diesem Grund wurde der Tierschutzverband dazu verurteilt, dem Land die Verfahrenskosten von 1.000 Euro zurückzuerstatten.

    LESEN SIE IN DER WOCHENEND-AUSGABE DER TAGESZEITUNG:
    – Die genaueren Begründungen im Urteil
    – Die Stellungnahmen von Amtsdirektor Luigi Spagnolli und des Jagdverbandes
    – Bald erhält das Land neue autonome Kompetenzen im Jagdbereich und kann nicht jagdbare Tierarten zu jagdbaren machen

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    Kommentare (2)

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    • richard

      JAGD! TERROR und GEWALT
      Wer kennt die in Paris verübten Terroranschläge nicht? Mit Schusswaffen auf Menschen zu schießen, ist abscheulich und zu verachten! Warum ist dann auf Tiere zu schießen nicht verwerflich?
      Wenn wir uns gegen die an uns gerichtete Gewalt aufregen, warum gewähren wir dann die Gewaltanwendung gegen die Tierwelt?
      Tiere sind fühlende, mitfühlende und empfindsame aber auch beseelte Lebewesen, so wie wir Menschen!
      Warum gewähren wir den Terror gegen die schwächsten Lebewesen? Kein Tier tut uns etwas zuleide, kein Tier stellt für uns eine Gefahr dar, kein Tier nimmt uns den Lebensraum, kein Tier zerstört die Natur und die Umwelt, nur wir rauben ihnen alles, auch das Leben und den Atem und plündern mit Habgier Ihr Habitat.
      Mensch! Wach auf! Es ist an der Zeit, dass wir dieser unwürdigen Terrorpolitik gegen die Tierwelt eine Absage erteilen und endlich Zeichen setzen und diese zu verachtende Taten verbieten.
      Jagd ist Terror, Mord und Gewalt gegen die Tiere, gegen unsere Mitbewohner. Jagd ist die übelste Art sich zu vergnügen und die Freizeit zu gestalten, denn es geht nur um das Töten von Lebewesen, nur um die Vernichtung von Leben, die Dezimierung der anderen Lebewesen. Wir tun es, nur da die Tiere uns nichts dagegenzusetzen haben, wir tun es, aus reiner Dominanz und aus grundlegender Erkenntnis, dass wir diesen „Wesen“ technisch überlegen sind. Dies ist aber für eine humane und mit Moral versehene Gesellschaft nicht mehr tragbar.
      Die Todestürme in den Fluren und Wäldern, so wie einst um die Konzentrationslager herum in Auschwitz, Buchenwald, Treblinka usw. aber auch an der ex-Berliner Mauer, sind UNSERE Zeichen von Gewalt und Terror gegen das Tierreich! Museen, aber auch Trophäenschauen, wo die getöteten Tier ausgestellt und der Belustigung des Menschen preisgegeben werden, Zeichen einer inhumanen Denkweise.
      Sag NEIN zur Jagd, sag NEIN zu den Politikern, die diesen Terror hochleben lassen und unterstützen!
      Die Natur regelt sich von selbst, die Tierwelt hat im Laufe der Evolution perfekte Mechanismen entwickelt, sich zu begrenzen. Tiere haben der Natur noch nie einen Schaden zugefügt, der Mensch zerstört diese aber in unaufhaltsamer Weise bis in alle Höhenlagen, durch die ökonomische Ausbeutung des Bodens und der gesamten Ressourcen. Und noch! Die Jagd in den sieben Naturparks von Südtirol: „eine Vergewaltigung des Wortes – Natur – durch unsere Politiker“, ein weiteres Zeichen von Verantwortungslosigkeit und Scheinheiligkeit.
      Tiere haben ein Recht, so wie der Mensch auf einen sicheren und geschützten Lebensraum.
      Jede Rechtfertigung für die Jagd, ist Zeichen von Anmaßung und Diktat.

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