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    Die Couragierte

    Monika Weissensteiner (re.) mit Cristina Herz

    Monika Weissensteiner (re.) mit Cristina Herz

    Monika Weissensteiner aus Kaltern hat den Zivilcourage-Preis 2016 der „Ilse Waldthaler Stiftung für Zivilcourage und soziale Verantwortung“erhalten.

    Der Preis ist Anerkennung und Dank an Monika Weissensteiner für ihren beispielgebenden Einsatz für die Flüchtlinge, die in Südtirol gestrandet sind. Sie war eine der ersten, die auf die Not dieser Menschen reagiert hat, sie hat praktische Hilfe geleistet, die Öffentlichkeit durch das Aufzeigen von Missständen wachgerüttelt, weitere Bürger zum Engagement animiert und die Politik und Verwaltung auf ihre Pflichten verwiesen.

    In der Begründung der Stiftung, die von der Vorsitzenden Cristina Herz vorgetragen wurde wird betont, dass das Engagement von Monika Weissensteiner eine besondere Qualität darstellt, weil es die Bewusstseinsbildung für ein menschenwürdiges Denken fördert, die Mitverantwortung für die Einhaltung der Menschenrechte und damit auch der demokratischen Entwicklung stärkt. All dies ist ein wesentlicher Beitrag für das friedliche Miteinander in Südtirol.

    In der eindrücklichen Laudatio würdigt der Journalist Georg Mair die vorbildlichen Leistungen von Weissensteiner und ihre menschliche Größe: Sie bewirkt Großes, ohne großes Aufsehen.

    Monika Weissensteiner gibt in ihrer Dankesrede einen Überblick über die Flüchtlingssituation in Südtirol seit 2014 und über ihr ehrenamtliches Tun. Sie betont dabei, dass sie alleine kaum etwas hätte bewirken können und zeigt die Notwendigkeit der vielfältigen Kooperation auf, die zu einigen Verbesserungen führte. Auch betonte sie, dass es anfänglich vor allem die Zivilgesellschaft Südtirols war, die geholfen hat.

    Der Preis für Zivilcourage, der neben der Ehrung auch ein Preisgeld von 5000 Euro umfasst, wird von der Bozner Ilse Waldthaler Stiftung (www.zivilcourage.it) alle 2 Jahre vergeben. Die Ausschreibung erfolgt öffentlich, eine Jury aus Mitgliedern des Verwaltungsrates und externen Persönlichkeiten sichten die eingegangenen Nominierungen und der Verwaltungsrat der Stiftung befindet dann über den Preisträger-Vorschlag.

    Die Preisvergabe erfolgte in Lana im Rahmen des Festes der Begegnung und der Vorstellung des 3jährigen Zivilcourage-Projektes „ZiCou“ des Netzwerkes Lana.

     

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