Du befindest dich hier: Home » Sport » Der Super-Alex

    Der Super-Alex

    IMG_2642Alex Schwazer bestritt am Sonntag eines der wichtigsten Rennen seines Lebens. Und er schaffte locker das Limit für Rio. Der Live-Ticker.

    +++12.44 Uhr +++

    Es ist vollbracht!

    Alex Schwazer hat nach seiner Dopingsperre von drei Jahren und neun Monaten ein phänomenales Comeback gegeben.

    Am Sonntagvormittag gewann der Kalcher bei der Team-WM der Geher in Rom den 50-Kilometer-Bewerb und löste damit das Ticket für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro.

    (Video: alanews)

    Schwazer hielt dem immensen Druck, der auf seinen Schultern lastete, Stand und zeigte eine überragende Leistung.

    Wissend, dass die gesamte nationale und internationale Leichtathletik- und Sportwelt ihre skeptischen Blicke auf ihn richtete, bestätigte der Südtiroler die Berichte über seine starken Trainingsleistungen und feierte in ausgezeichneten 3:39.00 Stunden einen klaren Sieg. Bislang war Schwazer über 50 Kilometer erst drei Mal, nämlich in den Jahren 2007 und 2008, schneller.

    Beim hervorragend besetzten Rennen in Rom war der Olympiasieger von 2008 vom Start weg in der Spitzengruppe anzufinden.

    Nach etwas mehr als 20 Kilometern wagte Schwazer schließlich den entscheidenden Vorstoß, dem niemand aus der Führungsgruppe folgen konnte.

    Im weiteren Verlauf des Rennens baute der Wipptaler den Vorsprung auf seine Verfolger kontinuierlich aus und lief einem souveränen Sieg entgegen.

    Am Ende triumphierte Schwazer mit einem Respektabstand von 3:36 Minuten auf den australischen Olympia-Zweiten und Vize-Weltmeister Jared Tallent. Dritter wurde Igor Glavan aus der Ukraine (+5.02).

    Italien holt sich den Team-Weltmeistertitel

    Die frischgebackenen Team-Weltmeister (Foto: Colombo/Fidal)

    Die frischgebackenen Team-Weltmeister (Foto: Colombo/Fidal)

    Überhaupt trug der heutige 50-Kilometer-Bewerb ganz klar eine azurblaue Handschrift: Neben Schwazer schafften es mit Marco De Luca (Vierter), Teodorico Caporaso (Fünfter) und Matteo Giupponi (Achter) drei weitere „Azzurri“ in die Top-Ten. Damit sicherte sich die italienische Mannschaft klar den Team-Weltmeistertitel.

    Leonardo Dei Tos 67. über 20 km

    In Rom war auch Leonardo Dei Tos vom Bozner Verein Athletic Club 96 am Start. Am Samstag belegte der 23-Jährige aus Vittorio Veneto über 20 km den 67. Rang in 1:26:38 Stunden. Der Sieg ging an den Favoriten Zhen Wang aus China. Der Olympia-Dritte und Vize-Weltmeister setzte sich in 1:19:22 Stunden vor seinem Landsmann Zelin Cai (1:19:34) und dem Spanier Alvaro Martin (1:19:36) durch. In der Mannschaftswertung gewann China vor Kanada und Equador. Italien belegte den 12. Platz. Bester “Azzurro” war Francesco Fortunato, 48. in 1:24:19 Stunden, vor Vito Minei (52. in 1:24:42), Michele Antonelli (60. in 1:25:11) und Dei Tos.

    Team-WM der Geher in Rom.

    Endstand im 50-Kilometer-Bewerb:

    1. Alex Schwazer (ITA/Kalch) 3:39.00 Stunden
    2. Jared Tallent (AUS) +3.36 Minuten
    3. Igor Glavan (UKR) +5.02
    4. Marco De Luca (ITA) +5.47
    5. Teodorico Caporaso (ITA) +9.29
    6. José Ignacio Díaz (ESP) +12.10
    7. Ivan Banzeruk (UKR) +12.57
    8. Matteo Giupponi (ITA) +13.27
    9. Jorge Armando Ruiz (COL) +14.53
    10. Damian Blocki (POL) +15.26

    +++12.40 Uhr +++

    Alex Schwazer schafft die Quali für Rio.

    Er siegt souverän mit einer Zeit von 3 Stunden und 39 Minuten.

    Zweiter wird der Australier Jared Tallent mit über 3 Minuten Rückstand.

    Im ersten Interview sagt Schwazer:

    „Es war wunderschön, hier in Rom vor dieser Kulisse zu gehen, ich bin glücklich. Ich schaue nicht mehr zurück, sondern nur mehr nach vorne.“

    +++12.28 Uhr +++

    imageNach 45 Kilometern liegt Alex Schwazer klar in Front.

    Er hat 2 Minuten und 17 Sekunden Vorsprung!

    +++12.09Uhr +++

    imageEs sieht super aus für Alex Schwazer.

    Nach 40 Kilometern hat er seinen Vorsprung auf anderthalb Minuten ausgebaut.

    +++11:41 Uhr +++

    IMG_0524Alex Schwazer hat 35 Kilometer bewältigt – und er baut seinen Vorsprung kontinuierlich aus.

    Bei 35 Kilometern hatte er einen Vorsprung von 48 Sekunden auf die Verfolger.

    +++11:16 Uhr +++

    IMG_0519Alex Schwazer baut seinen Vorsprung aus.

    Nach 30 Kilometern hat der Südtiroler eine Vorsprung von 28 Sekunden auf die Verfolger Yucheng Han und Matteo Giupponi und Jared Tallent.

    Der Fünfte, Marco De Luca, hat bereits einen Rückstand von mehr als eineinhalb Minuten.

    Bildschirmfoto 2016-05-08 um 11.06.50

    +++10.54 Uhr +++

    IMG_0517Alex Schwazer hat sich nun etwas absetzen können.

    Nach 25 Kilometern hat der Kalcher sechs Sekunden Vorsprung auf den Australier Jared Tallent und sieben Sekunden auf Matteo Giupponi und Yucheng Han aus China.

    Die Hälfte des Rennens ist also um. Und Alex Schwazer wirkt noch sehr kraftvoll.

    IMG_0514

    +++10.33 Uhr +++

    IMG_0509Er kämpft wie ein Löwe!

    Auch nach 20 Kilometern führt Alex Schwazer die inzwischen auf vier Athleten geschrumpfte Spitzengruppe an.

    Aber, wie gesagt: Der 50-Kilometer-Bewerb hat seine eigenen Gesetze.

    Das eigentlichen Rennen beginnt erst ab Kilometer 35 oder 40. Doch Alex Schwazer wirkt noch sehr frisch.

    +++10.11 Uhr +++

    Nach 15 Kilometern liegt Alex Schwazer noch immer an der Spitze.

    Nach einer Stunde, 7 Minuten und 12 Sekunden hat der Athlet aus dem Wipptal die 15-Kilometer-Marke passiert.

    Schwazer führt eine Gruppe von fünf Gehern an.

    Der Sechste, Federico Tontodonati, hat bereits eine halbe Minute Rückstand.

    Im Team-Wettbewerb liegt Italien klar in Führung.

    IMG_0499

    +++09.49 Uhr +++

    Zehn Kilometer hat Alex Schwazer hinter sich!

    Er liegt – mit seinen Mannschaftskollegen Marco De Luca und Matteo Giupponi – in der Spitzengruppe.

    45 Minuten haben die Führenden für die ersten 10 Kilometer gebraucht.

    Am Ende könnte eine Zeit um 3 Stunden und 40 Minuten herauskommen.

    IMG_0493

    +++09.34 Uhr +++

    IMG_0487Eine sechsköpfige Spitzengruppe hat sich leicht vom Feld abgesetzt.

    Vier Italiener, darunter Alex Schwazer, ein Chinese und ein Australier.

    +++09.25 Uhr +++

    Es sieht gut aus für Alex Schwazer.

    Nach fünf Kilometern liegt der Kalcher im Spitzenfeld.

    Doch man weiß:

    Der 50-Kilometer-Wettbewerb beginnt er so richtig nach 40 Kilometern.

    IMG_0478+++09.00 Uhr +++ 

    Es ist soweit:

    Alex Schwazer hat seine Dopingsperre „abgesessen“.

    Das 50-Kilometer-Rennen in Rom wurde um 09.00 gestartet.

    Alex Schwazer trägt die Startnummer 255. Diese Team-WM über 50 Kilometer ist für den Olympiasieger von Peking die letzte Möglichkeit, sich für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro zu qualifizieren.

    Alex Schwazer selbst ist zuversichtlich. Er hat am Samstag auf Facebook folgenden Eintrag gepostet:

    „Morgen (Sonntag, Anm. d. R.) ist ein sehr wichtiger Tag für mich. Es ist nun vier Jahre her, dass ich letztmals über 50 Kilometer gestartet bin. Ich weiß nicht, wie viele ich von diesen Rennen ich in der Vergangenheit bestritten habe, aber sicherlich nicht mehr als 20. Die 50 Kilometer sind deshalb schwer einzuschätzen, man kann sie nicht exakt trainieren.

    Wichtig wird sein, wie ich mich gen Ende des Rennens fühlen werde, vielleicht gelingt es mir, das Tempo nach Kilometer 40 anzuheben, vielleicht muss ich dafür aber auch leiden. In der Vergangenheit passierte es öfters, dass ich mich sogar zurückziehen musste. Doch ich habe keine Angst vor der Strecke, zolle ihr aber meinen größten Respekt. Es wird auch wichtig sein, eine gute Zeit für die Mannschaftswertung zu erzielen.

    IMG_0459Der Verband, die Mannschaft und meine Kollegen haben mich sehr gut wieder aufgenommen. In den letzten drei Jahren fehlte mir das Gehen, gleichzeitig habe ich aber auch erkannt, dass ich als Sportler in einem Mikrokosmos gelebt habe. Mir war dabei nicht bewusst, dass ich privilegiert war im Gegensatz zu all jenen Personen, die im täglichen Leben ihre eigenen Kämpfe austragen mussten und müssen. Wenn man Sport macht, ist die Mühe, die Anstrengung ein Privileg.

    Im letzten Jahr habe ich mit Donati (Trainer Alessandro Donati, Anm. d. Red.) immer wieder Etappenziele erreicht. Dafür danke ich ihm, genauso wie meiner Managerin Giulia Mancini und meinem Anwalt Gerhard Brandstätter.

    Bei meinen Aufenthalten und Trainings in Rom bin ich immer offen empfangen und unterstützt worden. Die Personen haben mich bei meinen täglichen Trainings motiviert. Der Busfahrer, der Pensionist, die Schüler auf dem Heimweg – Woche für Woche gaben sie mir viel Energie. Ich habe auch viele Nachrichten bekommen, die mich in meinen Rückkehrungsvorhaben stets bestärkt haben. Dafür danke ich euch.“

    Clip to Evernote

    Kommentare (9)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • politikverdrossener

      Heute sicher nicht gedopt,wie die Meisten.Grosses Rennen.Supergratuliere.

    • marting.

      nur ein Lügner und Betrüger ist würdig die Tricolore zu tragen!

    • prof

      @marting.
      Bla ,bla,bla, umsonst gehofft daß es Alex nicht schafft.
      Mir ist jedenfalls ein Betrüger welcher seine Tat gesteht und dafür auch gebüßt hat,tausendmal lieber als einer wie du.

    • alfonszanardi

      Alex Schwazer ist und bleibt eine Negativ-Erscheinung. Von mir aus hätten sie ihn lebennlang sperren können.

      • marting.

        so ein Lügner und Betrüger hätte nie wieder starten dürfen!

      • roberto

        Jetzt haben wir den Präzedenzfall, von nun an können alle reuigen Doper wieder in den normalen Wettkampfsport zurückkehren als wäre nichts geschehen. Funktionäre, Trainer, Betreuer, Physiotherapeuten und sämtlicher medizinischer Staff können sich von nun an an diesen Präzedenzfall orientieren und appellieren.

        Leistungssport und Profisport sind nun endgültig Mord am Sport, wer heute noch an den sauberen Sport in diesen Kategorien glaubt, lebt bei Schneewittchen und den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen.

    • prof

      Leben hier einige die ihr Kommentar abgeben auf den Mond????
      Alex Schwazer hat sein Doping vor den Wettkampf ( Olympische Spiele London ) gestanden und ist meines Wissens der einzige Sportler der eine so lange Strafe bekommen hat. Andere haben nach max.2 Jahren wieder Wettkämpfe bestritten.
      Heute tummeln sich bei allen sportlichen Disziplinen ehemalige Doping-Sünder ganz normal. Alle !!!!! Nationen haben ehemalige Dopingsünder in ihren Reihen die erwischt wurden,aber nie gestanden haben und doch wieder Wettkämpfe bestreiten dürfen.
      Ich wette Alex Schwazer ist heute der meist-untersuchte Sportler bez. Doping.
      Alle die über Schwazer herfallen, sollen bei sich selbst einmal Gewissenserforschung machen ob sie immer „sauber “ waren und ich wünsche denen bei einem ev. Fehlverhalten auch eine zweite Chanche zu bekommen.

      • roberto

        Eine zweite Chance, nur wenn endlich die Namen jener Personen an die Öffentlichkeit gelangen, die diese Metastase des Dopings decken, sowie die Verabreichung unerlaubter leistungssteigernden Mittel nicht unterbinden. Wozu sind die ganzen Funktionäre, Betreuer, Trainer, Physiotherapeuten und medizinischer Staff eigentlich auch da, des Weiteren sind die genauen Verhaltensregeln zu respektieren, die von der WADA gefordert werden (Tests, Kontrollen und Termine!).

        Sponsoren zahlen eben viel Geld an Verbände, Vereine und Athleten für mehr Leistung und neue Rekorde und genau da liegt der Grund für diese Exzesse, weshalb eben alle Betroffenen schweigen oder nur äußerst minimale Aussagen machen.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Kontakt

    Nach oben scrollen