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    Benachteiligte Mütter

    Eltern mutterDie BürgerUnion fordert zum Muttertag gerechte Löhne und Renten für Mütter sowie eine Mütterquote im öffentlichen Dienst und Privatwirtschaft.

    Zum Muttertag wiederholt die BürgerUnion ihren Vorschlag für eine Mütterquote statt der pauschalen Frauenquote in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst. „Gleichzeitig muss die Politik für die Voraussetzungen für gerechte Löhne und Renten schaffen“, so Josefa Brugger und Andreas Pöder von der BürgerUnion.

    „Die umstrittene Frauenquote hat keine nennenswerten Vorteile für Mütter gebracht sondern bevorteilt vor allem Alleinstehende“, so Brugger und Pöder.

    „Alleinstehende verdienen mehr als Mütter, erhalten aufgrund der Frauenquote die besseren Positionen und Aufstiegschancen. Die tatsächlich benachteiligten Frauen sind die Mütter, weil sie im Berufsalltag eben nicht permanent einsatzbereit sein können, weil sie Prioritäten setzen müssen und weniger Zeit darauf verwenden können, an einem eigenen Netzwerk zu knüpfen. Solange in den Chefetagen nicht erkannt wird, dass die Kombination aus Berufs- und Familienleben gewinnbringend für die Arbeitswelt ist, solange wird eine Frauenquote zusätzlich diskriminierend für die Mütter sein.“

    Dass die Frauen immer noch durchschnittlich bis zu 17% weniger verdienen und auch wesentlich niedrigere Renten erhalten als Männer sei ebenfalls bekannt.
    Das werde von vielen Frauenrechtsorganisationen und politischen Vertretern beklagt.
    Nicht diskutiert werde die Tatsache, dass dieser Unterschied vor allem durch die Benachteiligung von Müttern entstand und entsteht.

    Mütter verdienten bis zu einem Drittel weniger als Kinderlose.
    In Deutschland verdienen Mütter in Elternzeit und Teilzeit gegenüber kinderlosen Frauen in Arbeitsleben bis zu 193 000 Euro weniger rund ein Drittel weniger in einem durchschnittlichen Arbeitsleben.
    Also brauche es Maßnahmen, um Müttern in Elternzeit ein Einkommen und Rente zu sichern und ihnen im Berufsleben durch eine Mütterquote den Wiedereinstieg in den Beruf zu garantieren, so die BürgerUnion.

    Jährlich kündigten in der Privatwirtschaft in Südtirol 600 bis 700 Frauen ihren Arbeitsplatz, um Mutter zu sein, mit entsprechenden finanziellen Einbußen, mit fehlender Rentenabsicherung und mit fehlender Job-Garantie.
    Selbständig arbeitende Mütter seien ebenfalls kaum oder gar nicht abgesichert.

    Im öffentlichen Dienst seien Mütter und Väter hinsichtlich Elternzeit und finanzieller sowie rentenmäßiger Unterstützung abgesichert.

    Zur Lösung der Problematik schlägt BürgerUnion mehrere Maßnahmen vor:

    * Gerechter Lohn für Mütter in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst
    * Mütterquote statt Frauenquote in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst
    * 3 Jahre Elternzeit für Alle, finanziell und rentenmäßig Abgesichert
    * Mütter- und Väterrente
    * Familienarbeit muss für die Rentenjahre und Rentenberechnung anerkannt werden
    * Ausgleichszahlung bei Teilzeitarbeit

    „Heute können Kinderlose die höchsten Rentenansprüche erwerben, weil sie sich problemlos voll und ganz auf die Arbeit konzentrieren. Bezahlen aber müssen die Rentenansprüche später die Kinder Anderer, die zudem meist geringere Rentenansprüche besitzen. Um den Eltern und Kindern mehr Zeit miteinander zu verschaffen und trotzdem sowohl Müttern als auch Vätern eine finanziell abgesicherte Berufstätigkeit zu ermöglichen, sollte zudem Teilzeitarbeit bei Vollzeitlohn in den ersten drei Lebensjahren des Kindes und die Ausdehnung der flexiblen Elternzeit auf 36 Monate verwirklicht werden“, so die BürgerUnion.

    Wer die Frauenquote ehrlich meint der muss sie als Mütterquote definieren. Denn die Mütter sind hinsichtlich Karrierechancen und Bezahlung die wahren Benachteiligten.
    Die umstrittene Frauenquote hat keine nennenswerten Vorteile für Mütter gebracht, sondern bevorteilt vor allem für Nicht-Mütter.
    Kinderlose Frauen verdienen mehr als Mütter, erhalten aufgrund der Frauenquote die besseren Positionen und Aufstiegschancen. Die tatsächlich diskriminierten Frauen sind die Mütter, weil sie im Berufsalltag eben nicht permanent einsatzbereit sein können, weil sie Prioritäten setzen müssen und weniger Zeit darauf verwenden können, an einem eigenen Netzwerk zu knüpfen. Solange in den Chefetagen nicht erkannt wird, dass die Kombination aus Berufs- und Familienleben gewinnbringend für die Arbeitswelt ist, solange wird eine Frauenquote zusätzlich diskriminierend für die Mütter sein.

    Die Mütter- und Väterrente, welche es Eltern erlaubt, sich zwischen fremd- und Eigenbetreuung ihrer Kinder frei zu entscheiden. In Südtirol ist es aktuell lediglich den Müttern im öffentlichen Dienst möglich, bis zu drei Jahren während der Betreuung ihres Kleinkindes sowohl teilweise finanziell als auch hinsichtlich der Rentenbeiträge abgesichert zu sein. Eine Mutter die in der Privatwirtschaft angestellt ist, die selbstständig ist oder die Hausfrau ist, hat sowohl finanziell als auch in der Rentenabsicherung mit Nachteilen zu rechnen, wenn sie sich für die Erziehung des Kleinkindes zu Hause entscheidet.

    3 Jahre finanziell abgesicherte Elternzeit für Alle, also sowohl im öffentlichen Dienst also auch für Privatangestellte und Selbständige ist eines der wichtigsten Ziele.
    Es darf nicht weiterhin Mütter erster und zweiter Klasse geben.
    Die öffentlichen Angestellten sind während der Kleinkindererziehung bis zu drei Jahre finanziell und rentenmäßig abgesichert, ein System das richtig ist und auch für privatangestellte oder selbständige Mütter sowie Hausfrauen eingeführt werden muss!

    Heute können Kinderlose die höchsten Rentenansprüche erwerben, weil sie sich problemlos voll und ganz auf die Arbeit konzentrieren. Bezahlen aber müssen die Rentenansprüche später die Kinder Anderer, die zudem meist geringere Rentenansprüche besitzen. Um den Eltern und Kindern mehr Zeit miteinander zu verschaffen und trotzdem sowohl Müttern als auch Vätern eine finanziell abgesicherte Berufstätigkeit zu ermöglichen, sollte zudem Teilzeitarbeit bei Vollzeitlohn in den ersten drei Lebensjahren des Kindes und die Ausdehnung der flexiblen Elternzeit auf 36 Monate verwirklicht werden.

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