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„Dann scheitert TTIP“

„Dann scheitert TTIP“

Nach den Enthüllungen um das Freihandelsabkommen: EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann über ambitionierte „Wunschlisten“, sture Amerikaner – und Verhandlungen über Klon-Tiere.

TAGESZEITUNG: Herr Dorfmann, Sie haben das Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten oft verteidigt. Haben die Enthüllungen der Süddeutschen Zeitung Ihre Meinung geändert?

Herbert Dorfmann: Nein, das ist alter Wein in neuen Schläuchen, also absolut nichts Neues. Bei diesen Veröffentlichungen geht es nicht um einen ausgearbeiteten Vertragstext, sondern um eine legitime Wunschliste der Vereinigten Staaten, die wir seit langem kennen. Dass diese Forderungen weiterhin eine Wunschliste sind und nicht Teil des Vertragsentwurfs, zeigt, dass die EU keine große Lust hat, darauf einzugehen.

Der Verhandlungsdruck aber ist enorm: So sollen Aufweichungen im Agrarhandel gegen die Interessen der europäischen Autoindustrie „getauscht“ werden.

Sicher, man sollte aber auch die Hintergründe kennen. Vor zehn Jahren haben wir noch mehr Lebensmittel aus den USA importiert als dorthin geliefert, mittlerweile exportieren wir doppelt so viel wie wir importieren. Der Grund: Europäische Lebensmittel, die den Amerikanern schmecken – aber auch die Importzölle, die bei uns etwa doppelt so hoch sind. Dieses Ungleichgewicht versuchen die Vereinigten Staaten anzugleichen, eine europäische Position ist das deswegen noch lange nicht.

LESEN SIE DAS GANZE INTERVIEW IN DER PRINT-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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