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    „Politisch versagt“

    „Politisch versagt“

    Andreas Pöder von der BürgerUnion meint: Landeshauptmann Arno Kompatscher und Sanitätslandesrätin Martha Stocker versuchen sich in der umstrittenen Sanitätsreform aus der Verantwortung zu „schaelen“.

    Noch vor einem Jahr verschickte das Landespresseamt Fotos, auf denen der Landeshauptmann, die Landesrätin und der neue Generaldirektor des Sanitätsbetriebes in trauter Dreisamkeit zu sehen waren. Jetzt nach einem Jahr wälzen Kompatscher und Stocker alle Probleme auf Schael ab.

    „Es ist immer ein Zeichen politischer Führungsschwäche, wenn ein Landeshauptmann bei Problemen die Verantwortung auf Angestellte, und mögen sie noch so sehr in leitender Funktion tätig sein, abwälzt“, so der landtagsabgeordnete Andreas Pöder (BürgerUnion).

    Seit zweieinhalb Jahren wird über die Sanitätsreform geredet und polemisiert, Patienten, Öffentlichkeit und Sanitätspersonal werden verunsichert.

    Thomas Schael wurde von der Landesregierung als „deus ex machina“ eingestellt und jetzt, nachdem es nicht rund läuft, hat die Landesregierung Schael als Sündenbock ausgemacht. Wenn Schael versagt, ist es in erster Linie ein Versagen jener, die ihn noch vor einem Jahr mit viel Weihrauch ins Amt gesetzt haben.

    „Wenn es im Sanitätsbereich und in der Sanitätsreform Probleme gibt, dann sind in erster Linie Kompatscher selbst, seine Landesregierung und sein Partei schuld“, so Pöder.

    Es gibt laut dem Abgeordneten vier Möglichkeiten:
    1. Entweder Kompatscher und Co. haben den falschen Mann an die Spitze des Sanitätsbetriebes gesetzt, dann haben sie personalpolitisch versagt.

    2. Oder Kompatscher und Co. haben die falschen politischen Vorgaben gemacht, dann haben sie sanitätspolitisch versagt.

    3. Oder Kompatscher und Co. keine konkreten Vorgaben gemacht, dann haben sie sanitätspolitisch versagt.

    4. Oder Kompatscher und Co. haben zwar Vorgaben gemacht, rudern jetzt jedoch angesichts des Widerstandes zurück und wälzen die Verantwortung auf einen Angestellten ab – dann beweisen sie politische Führungsschwäche.

    Kompatscher und die Landesregierung sollten sich von ihren Amtskollegen in Nordtirol etwas abschauen: Dort machte die Politik in der Sanitätsfrage konkrete Vorgaben, die Sanitätsverwaltung setzte sie um und die Politik stärkte der Verwaltung bei der Umsetzung den Rücken.

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    Kommentare (3)

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    • franz

      LH Kompatscher, Landesrätin Stocker und die Landesregierung sollten sich von ihren Amtskollegen in Nordtirol etwas abschauen: Dort macht die Politik nicht nur in der Sanitätsfrage, sondern auch in der Einwnderungspolitik konkrete Vorgaben.

    • gerecht

      das wäre so als stelle einen Hydrauliker als Kinderdorfleiter ein …
      oder als ehemals Geschaftsführer eine Klinik zu leiten
      oder gar die ganze Sanität eines ca.halbeMillion Einwohner
      aber weis nicht …
      warum es Hygiene braucht !!!

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