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    Lawinentod im Martelltal

     

    Hüttenwirt Karl Gruber (+) - Foto: Fb

    Hüttenwirt Karl Gruber (+) – Foto: Fb

    Bei einem Lawinenabgang unterhalb des Gipfels der Lyfissptize ist am Donnerstag der 49-jährige Hüttenwirt Karl Gruber aus Mölten ums Leben gekommen.

    Am Donnerstag kam es knapp unterhalb des Gipfels der Lyfisspitze im Martelltal zu einem Lawinenabgang.

    Ein einheimischer Tourengeher  wurde – laut Notrufzentrale – gegen 09.00 Uhr auf rund 3.000 Metern Meereshöhe verschüttet und durch seine beiden Kameraden  aus den etwa anderthalb Meter hohen Schneemassen geborgen.

    Der bewusstlose und schwer unterkühlte Tourengeher wurde im Rettungshubschrauber ins Bozner Spital geflogen. Dort konnten die Ärzte sein Leben nicht mehr retten.

    Beim Opfer handelt es sich um den 49-jährigen Karl Gruber aus Mölten. Er war der Hüttenwirt der Kuhleitenhütte auf Meran 2000.

    Gruber war als eifriger Sportler (Bergläufer) und regelmäßiger Tourengeher bekannt. Er hinterlässt seine Frau und drei Kinder.

    Die Todesursache dürfte ein Genickbruch sein. Die Lawine hatte ein Ausmaß von 500 Metern Länge und 200 Metern Breite.

    +++ UPDATE 13.00 Uhr +++

    Nun liegt auch eine offizielle Stellungnahme des BRD Martell vor:

    Unfallhergang:

    3 köpfige Skitourengruppe (Südtiroler) unternimmt Skitour Richtung Lyfispitze 3.352m.

    Ca. 40m unterhalb des Gipfels löste sich eine ca. 500m lange und 200 m breite Lawine, die einen Tourengeher (49 Jahre) 1,5 m tief verschüttete.

    Karl Gruber (+) - Foto: Fb

    Karl Gruber (+) – Foto: Fb

    Beim Eintreffen der Rettungskräfte (PK1 mit Notarzt war direkt zum Unfallort geflogen) war der Verschüttete bereits von seinen Kameraden ausgegraben worden.

    Der Patient war ohne Bewusstsein, er wurde vom Notarzt vor Ort reanimiert und unter Reanimation ins Krankenhaus Bozen geflogen, wo er verstarb.

    Einsatz: im Einsatz standen ca. insgesamt ca. 15 Einsatzkräfte der Bergrettung Martell und Latsch, sowie ein Hundeführer, die FF, die Carabinieri, die Notfallseelsorge und Pelikan 1.

    Zum Zeitpunkt des Unfalles herrschte im Gebiet Lawinenwarnstufe 3, vor Ort waren ca. 20 – 30 cm Neuschnee durch starken Wind verfrachtet.

     

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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