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    Gleis Nummer „Effizienter“

    Gleis Nummer „Effizienter“

    Mit der Endabstimmung über das 4. Europäische Eisenbahnpaket hat das Europäische Parlament einen weiteren wichtigen Schritt zur Reform des Eisenbahnverkehrs in Europa gesetzt. Dieses Maßnahmenpaket wird den heute noch weitgehend national organisierten Eisenbahnverkehr endlich europäischer und damit für die Zukunft effizienter machen.

    „Ziel des neuen Eisenbahnpakets ist es die hohen Kosten und bürokratischen Hürden für neue Züge und Zugverbindungen abzubauen, vor allem wenn sich Eisenbahnunternehmen in neue Märkte vorwagen oder zwischen Mitgliedstaaten unterwegs sind“, so der Südtiroler Abgeordnete im Europäischen Parlament Herbert Dorfmann.

    Bisher kann man von einem gemeinsamen europäischen Eisenbahnmarkt nicht sprechen, denn die eingesessenen nationalen Eisenbahnunternehmen versuchen jeweils ihren Markt von neuen Anbietern abzuschotten. Oft nutzen sie dabei auch nationale technische Standards als Ausrede, um den Zugang anderer europäischer Unternehmen zum heimischen Markt zu unterbinden. Dies wird nun schwieriger, denn die Europäische Eisenbahnbehörde wird die einzige EU-Anlaufstelle, welche die Genehmigung von neuen Züge und Fahrstrecken ausstellt.

    „Bis jetzt haben über die Genehmigungen die nationalen Behörden entschieden – dies war sehr oft mit hohen Kosten und langen Wartezeiten von bis zu 2 Jahren verbunden, da an die 11.000 unterschiedliche europäische und nationale Vorschriften in der EU existieren“, so Dorfmann. Speziell wenn es um grenzüberschreitende Verbindungen geht, entscheidet in Zukunft die Europäische Eisenbahnbehörde.

    „Dies ist vor allem aus der Sicht der Grenzregionen im Alpenraum, in denen die Bahn für die Beförderung von Personen und Gütern eine zunehmend wichtigere Rolle spielt, von größter Bedeutung. Mit der neuen Brennerbahn bauen wir derzeit eine effiziente neue Bahnlinie. Diese wird nur erfolgreich sein, wenn auch der notwendige regulatorische Rahmen geschaffen wird, damit die Strecke möglichst effizient genutzt werden kann. Dazu ist dieses europäische Eisenbahnpaket sicher ein wichtiger Beitrag“, meint Dorfmann.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (2)

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    • rota

      Bisher haben die nationalen Behörden entschieden…. Ja lieber Dorfmann das wird vielleicht wohl so gewesen sein.
      Warum, zum Teufel, entscheidet eine deutsche Kommission alleine für die europaweite Weiterverwendung von Glyphosat, (wie hat Dorfmann dazu abgestimmt?) und lässt sich alles von unaufgeklärten Politikern im Parlament absegnen?
      Warum macht sich Dorfmann für Ttip stark obwohl die Mehrheit der eingeweihten und aufgeklärten Südtiroler voll dagegen ist?
      Alle diese Abstimmungen wurden von Lobbyisten eingebracht,- warum fühlt sich Dorfmann nicht den Südtirolern verpflichtet und klärt dazu auf. Nein es ist einfacher nur die genehmen Berichte aus Brüssel mit Foto und Oton zu versehen, damit zeigt man mediale Präsenz und gibt eine super Figur ohne viel Arbeit. Und die lieben Journalisten haben auch nur die halbe Arbeit.

    • george

      Wann wird für bestimmte Leute im europäischen Parlament das „Abstellgleis“ bestimmt? Das wäre wohl notwendiger.

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